März Sitzung des Stadtrats in Kolbermoor

KiTa und KiGa: Neuer Chef, neues Glück

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Kolbermoor - Nach den unglücklichen Vorkommnissen im vergangenen Jahr stehen die KiTas im Mangfalltal seit Februar unter neuer Führung. Der Kindertagesstätten-Verbund stellt sich vor:

"Fachlich verwahrloste Zustände" und die Entbindung der damaligen Leiterin von allen Aufgaben prägten noch im vergangenen Jahr die Diskussionen um die Kindertagesstätten im Mangfalltal. Nach mehreren Vorfällen wurde die KiTa "Barbara Strell" in Kolbermoor am 1. Juli 2014 schließlich geschlossen. Dementsprechend vorsichtig und zurückhaltend waren am Mittwoch die Reaktionen des Stadtrats, als sich der Verwaltungsleiter des neuen Katholischen Kindertagesstätten-Verbunds Mangfalltal im Gremium vorstellte.

"Was uns wichtig ist"

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Träger des neuen Verbunds ist die Katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bad Aibling. Vertreten durch Pfarrer Georg Neumeier und Verbundpfleger Johannes Krupp leitet Michael Thomas die Verwaltung der Gemeinschaft. Die Heilige Dreifaltigkeit in Kolbermoor bildet den Dienstsitz. Aktuell umfasst der Verbund vier Einrichtungen: Die beiden Aiblinger Kindergärten "St. Georg" und "Mariä Himmelfahrt" und die KiTas "Wiederkunft Christi" und "Heilige Dreifaltigkeit" in Kolbermoor. "Wir sind ein relativ offener Verbund und nicht auf Kolbermoor und Bad Aibling begrenzt", erklärt Thomas über die Pläne, in Zukunft auch Einrichtungen in der Nachbarschaft mit aufzunehmen.

Mit 19 Erzieherinnen, 15 Kinderpflegerinnen und zwei Praktikantinnen stünden insgesamt 260 Gruppenplätze, 27 Hortplätze und zwölf Krippenplätze zur Verfügung, stellt Thomas die aktuelle Situation im Verbund dar. Ab dem 1. September sollen dann nochmal zusätzlich 24 Krippenplätzen mit der Wieder-Eröffnung der Einrichtung "Wiederkunft Christi" geschaffen werden. Besonderer Wert soll in den katholischen Stätten dabei auf einen "Tagesablauf , der sich am Glauben orientiert", gelegt werden.

"Wertschätzung für die Natur und andere Menschen"

Dabei sollen die Erzieher den Kleinen die Grundwerte des christlichen Glaubens jederzeit vorleben, so Michael Thomas. Schlagworte wie Toleranz, Hilfsbereitschaft und Verständnis sollen die Einrichtungen zudem für alle Religionen und Nationen offen halten. "Ich bin nicht so vermessen zu sagen, es werden keine Fehler passieren", erklärte der Verwaltungsleiter weiter. Diese Fehler sollen jedoch dann angesprochen und besprochen werden, um am Ende gemeinsam Lösungen zu finden.

In den Gesprächen mit den Stadträten stellte Michael Thomas dann unmissverständlich klar, das es sich bei den Angestellten um durchwegs neues Personal handle. Einem zusätzlichen Kinderschutzkonzept stehe der Verwaltungsleiter durchaus offen gegenüber. Auf zehn gebuchte Stunden seitens der Eltern soll im Verbund eine Betreuerstunde kommen. Zusätzlich will der Verbund im Bereich der Kinderpflegerinnen selbst Ausbildung betreiben.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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