Bürgerentscheid verhindert Krematorium

Unternehmen zu Ablehnung: "Sind über das klare Votum überrascht"

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Kolbermoor - Nachdem in einem Bürgerentscheid am Sonntag die Pläne für ein Krematorium abgelehnt wurden, äußert sich nun das Unternehmen, welches dieses betrieben hätte. 

"Glücklich sind wir natürlich nicht über das Ergebnis, aber das war eine demokratisch getroffene Entscheidung, die man anerkennen muss", berichtet Thomas Engmann von der Feuerbestattung Südostbayern. "Ich muss sagen, ich bin über das klare Votum, und dass das Quorum erreicht wurde überrascht. Dass sich so viele Leute von der Negativ-Stimmung beeinflussen ließen, ist auch insofern bemerkenswert, als dass sich, statistisch gesehen, dann wohl doch nicht wenige davon für eine Feuerbestattung entscheiden werden."


"Meiner Ansicht nach hat sich hier das 'St. Floriansprinzip' durchgesetzt. Denn irgendwie muss ja der Bedarf gedeckt werden, nur wollen es die Leute offensichtlich nicht hier bei sich vor Ort." Dabei, so bemerkt Engmann, habe die Kommune bei dem angedachten Erbbauprojekt sehr umfangreiche Einflussmöglichkeiten gehabt. 

Weitere Stimmen zum Ergebnis des Bürgerentscheids im Video:


Am Sonntagabend hatten die Kolbermoorer in einem Bürgerentscheid mit 2.900 Ja-Stimmen und 4.313 Nein-Stimmen das Krematorium abgelehnt. Das Thema hatte für einiges an Furore gesorgt. Seit der ersten Vorstellung des Projekts im Mai wurde heftig über das Projekt diskutiert. Beide Seiten führten in diversen Veranstaltungen, sowie in Presse und Internet ihre Argumente gegeneinander an. Es soll sogar anonyme Bedrohungen gegenüber Befürwortern gegeben haben, was auch Bürgermeister Peter Kloo gegenüber rosenheim24.de bestätigte.

Für die Feuerbestattung Südostbayern gehe nun die Suche nach einem Standort wieder weiter, so Engmann abschließend. "Der zweite Standort muss her, denn der Bedarf wird steigen und wir wollen dem entsprechen können", betont Engmann. "Wir müssen ja auch nicht von Null anfangen. Es gab ja durchaus parallel Gespräche mit anderen Gemeinden, welche wir nun weiter führen werden, bis ein neuer Standort gefunden ist."

Quelle: mangfall24.de

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