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Antrag der Priesterbruderschaft

Ein Turm für eine Kapelle am Glasberg? Das sagt der Kolbermoorer Bauausschuss dazu

Anders als ein schmaler Turm-Anbau von nur 40 Zentimetern Tiefe sei ein auf den First aufgesetzter Turm – wie hier der auf dem Kolbermoorer Friedhof – genehmigungsfähig, so meinte Bürgermeister Peter Kloo auf der Bauausschusssitzung.
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Anders als ein schmaler Turm-Anbau von nur 40 Zentimetern Tiefe sei ein auf den First aufgesetzter Turm – wie hier der auf dem Kolbermoorer Friedhof – genehmigungsfähig, so meinte Bürgermeister Peter Kloo auf der Bauausschusssitzung.

Die Kapelle der „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ soll ein Wahrzeichen erhalten. Rechts neben dem Eingang, der vom Glasberg aus einsehbar ist, soll ein knapp 13 Meter hoher Turm entstehen. Doch was sagt die Stadt dazu?

Kolbermoor – Der Bauausschuss hat seine Entscheidung getroffen: Der Antrag der Priesterbruderschaft St. Pius X auf Errichtung eines Turms an der Kapelle „Heiliger Bruder Konrad“ (wir berichteten) ist abgelehnt.

Den Sachstand fasste Ratsmitglied Sebastian Daxeder (CSU) in der Diskussion zu diesem Thema so zusammen: „Sehe ich es richtig, dass wir nach Lage der Dinge gar nicht anders können, als den Antrag abzulehnen?“ Dem ist in der Tat so. Der Turm sollte nämlich ein sehr schmales Bauwerk werden, zwar hoch, nämlich knapp 13 Meter, aber nur zwei Meter breit und vor allem: nur 40 Zentimeter tief.

Für die beantragte Lösung entschied sich die Priesterbruderschaft Pius X nicht zuletzt wegen eines ähnlichen Bauwerks auf einem Münchner Schulgelände.

Er gilt baurechtlich als Fassadenelement

Er gilt deshalb baurechtlich nicht als Turm, sondern als Fassadenelement. Als Fassadenelement wiederum aber darf er die im für den Glasberg geltenden Bebauungsplan vorgeschriebene Wandhöhe nicht überschreiten. Auch das Landratsamt hatte der Stadt signalisiert, dass nach den Vorgaben des Bebauungsplans ein Turm mit diesen Abmessungen nicht genehmigungsfähig wäre. In der Sitzung versuchten vor allem Sebastian Daxeder (CSU ) und Markus Schiffmann (CSU) mögliche Alternativen auszuloten. Dabei wurde deutlich, dass es gegen einen „richtigen“ Turm, aufgesetzt auf den First der Kapelle, baurechtlich keine Einwände gäbe: Seine Höhe wäre bei einer solchen Bauvariante kein „KO-Argument“ mehr, wie Bürgermeister Peter KLoo meinte, eine Befreiung von den Maßgaben des Bebaungsplans möglich. Auch seitens des Landratsamtes seien gegen diese Lösung wohl keine Einwände zu erwarten.

Alternative, die man auf alle Fälle prüfen werde

Pater Jaromir Kucirek von der Priesterbruderschaft, der während der Sitzung selbst nicht anwesend war, zeigte sich in einem nachträglichen Telefongespräch von dieser Aussicht positiv überrascht. Es sei eine Alternative, die man auf alle Fälle prüfen werde.

Die schmale „Turm“-Variante habe man nicht zuletzt deswegen gewählt, weil ein ähnliches Bauwerk auf einem Münchner Schulgrundstück bereits verwirklicht ist. Man sei deshalb davon ausgegangen, dass es bei der Genehmigung keine größeren Probleme geben dürfe.

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