Informationsabend der Stadt und Gründung einer Bürgerinitiative

Geplantes Krematorium sorgt nach wie vor für Wirbel in Kolbermoor

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Hier könnte das Krematorium entstehen

Kolbermoor - Am Mittwochabend kamen rund 200 aufgebrachte Bürger zu einer Protestaktion gegen die Planungen eines neuen Krematoriums am Rothbachl vor dem neuen Friedhof zusammen. Anwohner hatten in den sozialen Medien zu dieser Aktion aufgerufen. 

Das geplante Krematorium im nordwestlichen Teil des neuen Friedhofs am Rothbachl in Kolbermoor erhitzt die Gemüter. Über Facebook riefen Anwohner bereits zu einer Protestaktion auf. Auch ein anonymes Schreiben wurde bereits via Briefkästen und über die sozialen Medien verbreitet, in dem Argumente gegen das Krematorium aufgeführt wurden.


Aber der Reihe Nach: In der Mai-Sitzung beschloss der Kolbermoorer Stadtrat eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 61 „Sport- und Freizeitgelände Am Rothbachl“, der sich auch auf den Bereich des Neuen Friedhofs erstreckt, zu beauftragen. Hintergrund dafür ist, dass der Stadtrat im Neuen Friedhof den Bau einer Feuerbestattungsanlage ermöglichen möchte.

Die Stadt möchte schon vor Beginn der Planungen die Anlieger und alle Bürgerinnen und Bürger Kolbermoors informieren und miteinbeziehen und lädt daher am Dienstag, 25. Juni, um 18.30 Uhr, zu einer öffentlichen Infoveranstaltung in den Mareissaal (Rosenheimer Straße 8) ein. ursprünglich wollte man die Veranstaltung im Rathaus abhalten, da aber viele Leute erwartet werden hat man es kurzerhand in den größeren Mareissaal verlegt. 


Bei dieser vorgezogenen Bürgerbeteiligung im Verfahren um die Bebauungsplanänderung wird neben dem Bürgermeister und dem Kolbermoorer Bauamt auch ein Vertreter der Traunsteiner Firma „Feuerbestattung Südostbayern GmbH“ anwesend sein und das Projekt ausführlich erklären und auf alle Fragen eingehen.

Bürgerinitiative gegründet

Nach den Protesten von Seiten der Anwohner und der Bürgerschaft wurde nun auch offiziell eine Bürgerinitiative gegründet mit dem Ziel, das Krematorium zu verhindern. Die erklärte Motivation der Initiative: 

"Wir wollen keine Geruchs- und Lärmbelästigungen

Wir wollen keine Schadstoffe für uns und unsere Kinder

Wir wollen keine weitere Verkehrsbelastung

Wir wollen keine Zerstörung der Natur

Wir wollen, dass die Pietät geschützt wird

Wir wollen keinen Wertverlust der Immobilien

Wir wollen kein Krematorium neben Wohnbebauung, Sportplatz, Schule und Gastronomie."

Einige Tage nach der Informationsveranstaltung will die Initiative Unterschriftenlisten auflegen. Wenn die etwa 1.300 notwendigen Unterschriften zusammen sind, wollen die Initiatoren damit ein Bürgerbegehren  beantragen.

Bilder von der Protestaktion

 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
 © Matthias Riediger
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Quelle: mangfall24.de

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