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Anzeige wegen Vandalismus

Zerstörung durch „illegale Partys“ - Der Besitzer einer Jagdhütte in Kolbermoor schlägt Alarm

Ziel von „Zerstörungswut“: Die Jagdhütte von Werner Stieb, gelegen im Schlarbhofener Wald in Kolbermoor.
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Ziel von „Zerstörungswut“: Die Jagdhütte von Werner Stieb, gelegen im Schlarbhofener Wald in Kolbermoor.

Der Kolbermoorer Werner Stieb ärgert sich seit zwei Jahren über die Beschädigung seiner Jagdhütte im Schlarbhofener Wald. Was hinter der „Zerstörungswut“ steckt und wie die Ermittlungen der Polizei laufen.

Kolbermoor – Werner Stieb ist sauer. Der 68-jährige Kolbermoorer muss sich seit nunmehr zwei Jahren mit „Vandalismus im Schlarbhofener Wald “ herumärgern. Der Jäger besitzt eine Jagdhütte im östlich von Schlarbhofen gelegenen Wald, die ihm zufolge bereits mehrmals Ziel von „Zerstörungswut“ geworden sei.

Jagdhütte als Party-Treffpunkt?

„Leider ist es in der Zeit der Corona-Ausgehbeschränkungen immer wieder zu illegalen, nächtlichen Corona-Partys Jungendlicher in dem Wald gekommen“, sagt Stieb. Demzufolge hätten die ungebetenen Gäste als Treffpunkte dafür seine Jagdhütte sowie das etwa hundert Meter entfernte Bienenhaus ausgewählt, welches ebenfalls Schaden davon getragen habe.

In den letzten Wochen, so Stieb, habe man sich allerdings nicht mehr auf das Feiern beschränkt, sondern ist zu „Einbruch und zerstörerischem Vandalismus“ übergegangen. „Schlösser wurden aufgebrochen, Einrichtungen und Vorbauten zerstört und umher geworfen“, erzählt der Rentner. Das Bienenhaus sei sogar aufgebrochen worden. „Hunderte leere Flaschen und Müll liegen dort herum“, so Stieb.

Werner Stieb.

An seiner Jagdhütte seien immer wieder Einbruchsversuche unternommen worden, etwa die Fensterläden, das Terrassengeländer, die Stützbalken oder die Bodenbretter seien massiv beschädigt worden. Auch die Holzbalken, die der Kolbermoorer unter seiner Hütte lagerte, seien herumgeworfen worden.

Eigentümer hörte Lärm aus dem Wald

Der betroffene Eigentümer, der selbst in der Nähe wohnt, hatte eines Nachts Lärm gehört und daraufhin die Polizei verständigt. Während der Corona-Ausgangsbeschränkungen habe es entsprechende Vorfälle „fast an jedem Wochenende“ gegeben, woraufhin er immer wieder im Nachgang Beschädigungen feststellen musste. „Um zukünftigen Vandalismus zu verhindern, fühle ich mich dazu gezwungen, Videoüberwachung einzusetzen“, sagt Stieb. Zudem hoffe er auf Hinweise aus der Bevölkerung, gerade von Anliegern der Königseestraße. Was genau hinter den Beschädigungen steckt, weiß Stieb zwar nicht. Er geht aber von starkem Alkoholeinfluss und einer immensen Zerstörungswut der Täter aus.

Auf Nachfrage des Mangfall-Boten bestätigte die Polizeiinspektion Bad Aibling Ermittlungen in der Sache. Die neuerliche Anzeige sei vor etwa zwei Wochen eingegangen, man habe nach dem Hinweis des Eigentümers mehrere Personen am besagten Treffpunkt angetroffen und deren Personalien aufgenommen. Allerdings sei bislang unklar, ob ein Zusammenhang der dort angetroffenen Personen und der Beschädigung bestehe. Die Ermittlungen laufen und man sei derzeit beispielsweise noch mit der Befragung der Eigentümer beschäftigt.

Werner Stieb muss also zunächst abwarten. Bei einer zivilrechtlichen Klage rechnet er sich nur geringe Erfolgsaussichten aus, „da die Beteiligten sicherlich behaupten werden, dass sie es nicht waren“.

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