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Ristorante Milano jetzt im Rathaus

Kolbermoorer Sanierungspläne stehen: Welche Gebäude des Mareis-Komplex in neuem Glanz erstrahlen

Die Gastronomie-Räumlichkeiten an der Rosenheimer Straße 8 in Kolbermoor bleiben erst einmal ungenutzt.
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Die Gastronomie-Räumlichkeiten an der Rosenheimer Straße 8 in Kolbermoor bleiben erst einmal ungenutzt.

Was passiert mit dem Mareis-Komplex im Herzen Kolbermoors, jetzt, da das Ristorante Milano in die neuen Räume am Rathaus gezogen ist? Fest steht, dass einiges an Renovierungs- und auch Sanierungsarbeiten erforderlich ist. Doch wann und wie geht es damit los?

Kolbermoor – Wie (und wann) es mit dem leer stehenden Restaurant-Gebäude weiter geht, vermag die Stadt heute noch nicht zu sagen. Genau wie beim dahinter liegenden Mareis-Saal will man die Bestands- und Zielanalyse, die das Büro Ramstötter erstellt, abwarten. Während man aber davon ausgehe, dass die Maßnahmen am und im Saal relativ einfach zu bewältigen sein werden, steht wohl fest, dass für das Gastrogebäude wesentlich mehr Aufwand betrieben werden muss, um es für die Zukunft „fit“ zu machen.

Ob es wieder für gastronomische Zwecke genutzt werden wird, stehe noch nicht fest. Generell spielten bei diesem Projekt im Zentrum viele Gedanken mit, die im Stadtrat zu gegebener Zeit sortiert werden, sagt Bürgermeister Peter Kloo. Um die Situation vor Ort zu ordnen, werde man auch über einen Bebauungsplan für diesen Bereich beratschlagen.

Grundsanierung dringend erforderlich

In jedem Fall müssen die alten Mauern einer Grundsanierung unterzogen werden. Derartige Arbeiten finden laut Kloo in der Regel in kürzeren Abständen statt, nämlich wenn es in Lokalen alle fünf oder zehn Jahre zu einem Pächterwechsel komme. „Diese Gelegenheit wird dann genutzt, um alle bis dahin aufgelaufenen Sanierungsarbeiten zu erledigen.“

Dass dies in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht geschah, liegt daran, dass die Familie Cogliotore das Restaurant so lange an diesem Standort betrieben habe. Bei laufendem Betrieb wäre eine Grundsanierung nicht möglich gewesen. Nun, da das Restaurant in das neue Wohn- und Geschäftshaus am Rathaus umgezogen ist, ist Zeit und Gelegenheit, die Weichen für das weitere Vorgehen zu stellen.

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Während die Bestands- und Zielanalyse für den gesamten Komplex erstellt werden soll, werden die Handwerker später dann zuerst einmal zur Sanierung des Mareis-Saales anrücken. Zunächst müsse man aber laut Kloo unter anderem erst einmal den Elektroplan durchgehen, denn der Saal brauche eine neue Beleuchtungsanlage. „Da ist es nicht damit getan, ein paar Lampen zu wechseln.“ Zudem müssen Themen wie Lüftung, Brandschutz und auch Dämmung angegangen werden.

Hier geht`s zum Mareis-Saal. Bis dieser saniert wird, steht er den Vereinen und anderen Mietern weiterhin zur Verfügung.

Dazu gehöre auch die Untersuchung, wie die Zufahrt und der Saaleingang anders gestaltet werden können oder die sanitären Anlagen neu situiert werden. Wenn der Sachstand auf dem Tisch liegt, geht es um die Kosten, die Entscheidung, was wann saniert werden muss et cetera.

„Im Frühjahr des kommenden Jahres soll der Sachstand möglichst komplett auf dem Tisch liegen“, so Kloo. Der Mareis-Saal soll bis zum tatsächlichen Start der Sanierung noch so lange und intensiv genutzt werden können, wie es geht.

Wie berichtet, sind die Vereine in großer Sorge, seit die vorübergehende Schließung während der Maßnahmen bekannt wurde. Doch die erforderlichen Renovierungsarbeiten sollen laut Bürgermeister Peter Kloo nun in einer Phase erfolgen, in der es generell etwas ruhiger ist, etwa in der Sommerpause. Wobei man einen Zeitplan derzeit schlecht kalkulieren kann.

Rücksicht auf Belange der Vereine

In jedem Fall will die Stadt laut Bürgermeister Rücksicht auf die Belange der Vereine und anderer Mieter nehmen. „Denn der Saal wird für Versammlungen wirklich sehr gut genutzt.“ Das „Milano“, bis vor kurzem noch im gleichen Gebäude ansässig, biete von seinem neuen Standort auch weiterhin einen Catering-Service für den Saal an, der recht gut angenommen werde.

Sowohl der Mareis-Saal als auch das Restaurant-Gebäude seien in den vergangenen Jahren intensivst genutzt worden. Die Anfänge des Mareis-Saals reichen, wie aus alten Aufzeichnungen hervorgeht, bis in das Jahr 1876. Einst stand dort eine kleine Brauerei mit Wirtsstube.

Als der Brauereibesitzer Mareis aus Feldkirchen dann das Anwesen vor der damaligen Jahrhundertwende erwarb, baute er die ehemalige Brauerei zu einem Festsaal um.

Bei Kriegsende wurden dort Amerikaner einquartiert, dann wurde der Saal wieder als Veranstaltungs- und Versammlungsraum genutzt, bevor er Mitte des vorigen Jahrhunderts zum Kino umfunktioniert wurde.

1989 begann die Stadt, den Mareis-Saal zu einem neuen kulturellen Mittelpunkt wieder herzurichten, bezogen wurde er laut Bürgermeister um Jahr 1991.

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