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Neuigkeiten aus dem Stadtrat

Mangfallbrücke: Wohin mit dem Verkehr?

Kolbermoor - Der Zustand der Brücke im Bereich der Alten Spinnerei zwingen Stadt und Landkreis zum Handeln. Mit dem Neubau drohen jetzt jedoch starke Einschränkungen für den Verkehr:

Seit rund 50 Jahren fließt der Verkehr nun schon über die Mangfallbrücke im Zuge der Brückenstraße zwischen Brückenwirt und der Alten Spinnerei. Mittlerweile dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von 16 Tonnen diesen Verkehrsweg nutzen, zahlreiche Risse setzen der Bausubstanz stark zu. "Eine Sanierung ist nicht mehr möglich. Die Brücke hat das Ende ihrer Lebenszeit erreicht", erklärt Gerhard Kippes, der Leiter des Tiefbauamts im Landratsamt Rosenheim. Im Rahmen der Sitzung des Stadtrats in Kolbermoor im Juli, präsentierten er und der zuständige Architekt, Martin Fritsch, die aktuellen Planungen zum Neubau der Brücke. Neben einem Anteil an den Baukosten, muss sich die Stadt jedoch auch auf einen empfindlichen Eingriff in den Straßenverkehr einstellen.

Welche Kosten muss die Stadt tragen?

Mit 8,75 Metern soll die neue Brücke knapp einen Meter breiter als das ursprüngliche Bauwerk werden. Westseitig soll der Gehweg eine Breite von 2 Metern erreichen, auf der gegenüberliegenden Seite nimmt ein kombinierter Geh- und Radweg 2,75 Meter in Anspruch. Da der Landkreis jedoch nur die Kosten für eine Gehwegs-Breite von maximal 1,5 Metern übernimmt, muss sich die Stadt an der Finanzierung beteiligen.4,4 Prozent an den Gesamtkosten des Neubaus werden dabei fällig. Bei einem Projektvolumen von rund 2,3 Mio. Euro entspreche das einem Anteil von knapp 100.000 Euro.

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit soll auch die bestehende Ampelanlage an der Mündung der Brücke in die Obere und Untere Mangfallstraße erneuert werden. Hier berechnet sich der Kostenanteil aus den Straßenbreiten im Kreuzungsbereich. Rund 58 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von voraussichtlich 75.000 Euro soll der Landkreis übernehmen, 42 Prozent fallen in die Zuständigkeit der Stadt.

Für die Ingenieur-Leistung des Architektenbüros werden schließlich noch einmal 4,4 Prozent am Gesamtvolumen fällig. Der Landkreis übernimmt dafür die sogenannte Bau- und Unterhaltslast der Kreisstraße und der Brücke. Bauliche Maßnahmen an den Brückenköpfen, beispielsweise für die Geh- und Radwege, werden wieder mit 4,4 Prozent umgelegt. Die Kosten für den Aufbau und den Unterhalt der Straßenbeleuchtung muss die Stadt Kolbermoor dabei alleine tragen.

Was passiert während den Bauarbeiten?

Der Architekt Martin Fritsch stellte nach den Ausführungen von Gerhard Kippes den aktuellen Stand der Planungen vor. In der zweiten Jahreshälfte sollen bereits die Ausschreibungen für den Bau erfolgen, so Fritsch. Man rechne mit einem Baubeginn für Anfang 2016, Ende desselben Jahres soll die Maßnahme dann bereits abgeschlossen sein.

Im Zuge der Bauausführung müsse der südliche Kreuzungsbereich jedoch komplett gesperrt werden, erklärte der Architekt. Die beengte Situation vor Ort wirke sich direkt auf die Lage der Baugrube und den Standort des Krans aus. Lediglich ein Geh- und Radweg könne im Bereich der Oberen und Unteren Mangfallstraße an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Das Gremium regte an, sich über den Standort des Krans im zentralen Kreuzungsbereich noch einmal Gedanken zu machen. Eine Vollsperrung des Kreuzungsbereichs bedeute für die Ausweichstrecke über die Carl-Jordan-Straße schließlich eine enorme Zusatz-Belastung. "Wir befinden uns derzeit in der Bauwerksentwurfsplanung und beschäftigen uns intensiv mit diesem Thema", so Gerhard Kippes. Er versprach dabei, in enger Abstimmung mit der künftigen Baufirma, auch deren Konzept in die Planung mit aufzunehmen und einen alternativen Kranstandort zu diskutieren.

Eine Behelfsbrücke, über die der Ausweichverkehr während der Bauzeit geführt werden könnte, sei an dieser Stelle technisch schlicht nicht zu realisieren, so Gerhard Kippes und Martin Fritsch. Ein zusätzlicher, provisorischer Fußgängersteg würde die Stadt dabei vorraussichtlich "einen sechsstelligen Betrag" kosten.

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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