Aus dem Kolbermoorer Bauausschuss

Pilzzucht, Bonsaikultur und Wohngebäude sorgen für Diskussion

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Kolbermoor - Ein Antrag über insgesamt acht Reihenhäuser sorgte in der jüngsten Bauausschusssitzung für Diskussionsstoff und ein einstimmiges Abstimmungsergebnis.

Die Mitglieder des Kolbermoorer Bauausschusses hatten in der letzten Sitzung erneut über die überarbeitete Fassung einer Bauvoranfrage vom 19. April 2016 abzustimmen. Im damaligen Schreiben wurde die Errichtung einer Pilzzucht, einer Bonsaikultur und bis zu drei Wohngebäuden in der Harthausener Straße West beantragt. Das Landratsamt Rosenheim übersendete der Stadt Kolbermoor nun eine aktualisierte Planung. 

Acht Reihenhäuser geplant

In der vom Antragsteller überarbeiteten Fassung ist die Errichtung von insgesamt acht Reihenhäusern geplant. Die Grundfläche eines Reihenhauses solle demnach 11 x 6 Meter betragen. Jedem Reihenhaus sind zwei Stellplätze zugeordnet. Die Erschießung würde über eine Zufahrt entlang der östlichen Grundstücksgrenze erfolgen. Das Landratsamt Rosenheim bittet nun um Stellungnahme zu dem Bauvorhaben.

Stadt ist dagegen

Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo erklärte, dass dieser Bereich durchaus als Baulücke gesehen werden könne. "Wir argumentieren so, dass das Grundstück sich von den umliegenden Grundstücken unterscheidet. Das ist eine Versorgungstrasse." Er meint damit die bestehende Hochspannungstrasse, die durch das Grundstück verläuft. Gemäß dem Baugesetzbuch müssen auch die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewahrt bleiben, was durch diese Trasse nicht möglich sei. 

Nachdem die Verwaltung den Vorgang intensiv prüfte, kam sie zu dem Entschluss, dass es sich im vorliegenden Fall anbiete, ein Bauleitplanverfahren durchzuführen. 

Die Ziele: Die bestehende Bebauung an der Harthausener Straße nach Norden und Westen zu einem Abschluss zu bringen und zugleich den Spekulationsdruck auf die weiteren Außenbereichsflächen entgegenzuwirken, da bereits in zweiter und dritter Reihe in Teilen vorhanden seien. Außerdem solle die Erschließungsanlage gesichert werden.

"Wenn das Landratsamt das als Baulücke beurteilt, kann es bebaut werden", so Kloo. "Es kann nicht schaden, dieses Gebiet in einen Bebauungsplan zu fassen."

Gemeindliches Einvernehmen soll nicht erteilt werden

Die Verwaltung schlug vor, das gemeindliche Einvernehmen im beantragten Umfang nicht zu erteilen und die Zurückstellung zu beantragen, damit die Entscheidung der Zulässigkeit des Vorhabens für einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten ausgesetzt werden kann. Außerdem soll ein Bebauungsplan aufgestellt und der Stadtrat ersucht werden, wine Veränderungssperre zu erlassen.

Der Bauausschuss stimmte einstimmig für den Vorschlag der Verwaltung

Quelle: mangfall24.de

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