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18-Millionen-Euro-Projekt im Conradty-Gelände

Richtfest in Kolbermoor: Warum die 24 Wohnungen schon vor Fertigstellung im Wert gestiegen sind

Richtfest wurde gestern an der Forellenstraße im Conradty-Gelände gefeiert: In zwei Gebäuden entstehen jeweils zwölf Wohnungen. Die Eigentümer können schon im Dezember einziehen.
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Richtfest wurde gestern an der Forellenstraße im Conradty-Gelände gefeiert: In zwei Gebäuden entstehen jeweils zwölf Wohnungen. Die Eigentümer können schon im Dezember einziehen.

Richtfest für ein 18-Millionen-Euro-Projekt wurde am Dienstag im Conradty-Gelände gefeiert. An der Forellenstraße 3 und 4 entstehen auf einer Grundstücksfläche von 2790 Quadratmetern zwei Gebäude mit jeweils zwölf Wohnungen. Warum die Eigentümer gerade noch rechtzeitig investiert haben.

Kolbermoor – Im Dezember und im Februar ziehen die neuen Bewohner in die Wohnungen am Forellenweg 3 und 4 ein. Der Rohbau ist fertig, der Innenausbau läuft auf Hochtouren. Am Dienstag, 12. Juli, ließen die Handwerker für ein Stündchen ihre Arbeit ruhen, um Richtfest zu feiern.

Der Bauträger und Projektentwickler – die Domizile KM Wohnpark GmbH und Co. KG – hatte alle am Bau Beteiligten eingeladen. Dazu gehörten neben der Stadt Kolbermoor, Planern, Architekten, Geologen, Vertretern von Banken und künftigen Mietern natürlich vor allem die Handwerker.

Termingerechter Bau trotz Krise

„Mehr als 50 sind allein heute auf der Baustelle tätig“, war Domizile-Geschäftsführer Helmut Stranzinger mit dem termingerechten Bauablauf zufrieden. Dafür zollte er Projektleiter Reinhard Hoffmann und den ausführenden Bauunternehmen Respekt, denn aufgrund der Lage am Bau sei das momentan nicht einfach.

„So ein schönes Baufeld haben wir selten“, machte er auf die attraktive Lage an der Mangfall mit Blick in die Berge aufmerksam. Kein Wunder also, dass alle Wohnungen im Gebäude A – mit Größen von 45 bis 170 Quadratmetern – bereits Käufer gefunden haben. „Sie haben alles richtig gemacht“, sagte Stranzinger den Käufern, denn: „Aufgrund der Preisexplosion am Bau und der Entwicklung der Zinsen sind die Wohnungen schon vor ihrer Fertigstellung weitaus mehr wert.“

Zufrieden mit dem Baufortschritt sind (von links) Reinhard Hoffmann, Helmut Stranzinger, Peter Kloo sowie Daniela und Fritz Hartinger.

Das zweite Gebäude mit ebenfalls zwölf Wohnungen bleibt im Eigentum der Familie Daniela und Fritz Hartinger. Die Wohnungen werden voraussichtlich im Februar bezugsfertig und vermietet. „Bis auf das Penthouse sind alle Wohnungen noch zu haben“, informierte Hartinger, der für das Bauprojekt seinen Grund zur Verfügung stellte und mit seiner Elektro-Firma auch am Innenausbau beteiligt ist.

Mit dem Bau sind ausschließlich Firmen aus Kolbermoor, der Region und Bayern beauftragt. Mit Blick auf das Folgeprojekt in der unmittelbaren Nachbarschaft – an der Schmerlenstraße – versicherte Stranzinger, dass auch dieser Bau termingerecht fertiggestellt werden könne.

36 Millionen Euro für weitere Wohnungen

Baustart war im Dezember. „Die wichtigsten Gewerke haben wir bereits 2021 vergeben. Es kann nichts mehr schiefgehen“, so der Domizile-Chef. Der Bauträger investiert in diese Wohnanlage 36 Millionen Euro.

Den Richtspruch übernahmen (von links) Nico Benninger und Franz Xaver Eder von der Zimmerei Bammersperger aus Arnstorf.

Bürgermeister Peter Kloo begrüßte das Wohnprojekt an der Forellenstraße als wichtigen bedarfsgerechten Bau. Ursprünglich seien im Bebauungsplan Einfamilienhäuser angedacht gewesen, doch diese seien nicht mehr zeitgemäß. Mit der Gesellschaft habe sich auch der Wohnungsmarkt verändert. Heute lebten im Durchschnitt nur noch zwei Personen in einem Haushalt.

Mit Blick auf das Conradty-Gelände verwies der Bürgermeister auch darauf, dass hier auch 70 geförderte Wohnungen entstanden sind: „Sie werden immer wichtige, damit auch die Leistungsträger der Gesellschaft wie unsere Handwerker ihren Wohnraum noch bezahlen können.“

Auf Kiesbett und Seeton sorgen 173 Baupfähle für sicheren Baugrund

Nach Informationen von Domizile-Geschäftsführer Helmut Stranzinger wurden in den beiden Häusern am Forellenweg 3 und 4 insgesamt 540 Tonnen Stahl, 1500 Kubikmeter Ziegelsteine und 3000 Kubikmeter Beton verbaut. Um auf dem Baugrund aus Kies und Seeton ein stabiles Fundament für die Gebäude zu errichten, mussten 84 Bohrpfähle bis in eine Tiefe von 16 Metern getrieben werden.

Auch die Realisierung des zweiten Bauabschnittes hat begonnen. In diesem Bereich wurden für einen stabilen Baugrund 87 Bohrpfähle bis 18 Meter in die Erde gerammt. Derzeit wird an der Tiefgarage gearbeitet.

Das zweite Gebäude mit zwölf Wohnungen wird im Februar bezugsfertig sein. Alle Wohnungen haben einen Blick auf Berge und Mangfall-Kanal.

Auf einer Fläche von 5250 Quadratmetern entstehen an der Schmerlenstraße 1,3,5 und 7 vier Gebäude mit 45 Wohnungen und einer Gesamtwohnfläche von 4100 Quadratmetern. Dafür werden 670 Tonnen Stahl, 3200 Kubikmeter Ziegelsteine und 6500 Kubikmeter Beton gebraucht. Im Herbst 2023 sollen die Wohnungen fertig sein.

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