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„Ein besonderes Gebäude“

Spatenstich im Kolbermoorer Spinnereipark – Im Wohnhaus entsteht eine Kindertagesstätte

Haben die Spaten fest im Griff – (von links) Architekt Robert Hösle, Florian Eisner (Geschäftsführer Werndl & Partner), Sophie Wohlschläger (Projektleitung Quest AG), Maxmilian Werndl (Geschäftsführer Werndl & Partner), Bürgermeister Peter Kloo, Max von Bredow (Vorstandsvorsitzender Quest AG) und Peter Brandner (Baumanager Quest AG).
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Haben die Spaten fest im Griff – (von links) Architekt Robert Hösle, Florian Eisner (Geschäftsführer Werndl & Partner), Sophie Wohlschläger (Projektleitung Quest AG), Maxmilian Werndl (Geschäftsführer Werndl & Partner), Bürgermeister Peter Kloo, Max von Bredow (Vorstandsvorsitzender Quest AG) und Peter Brandner (Baumanager Quest AG).

An der Conradtystraße im Kolbermoorer Spinnereipark ist ein neues Gebäude geplant. In den oberen Etagen sollen 21 Wohnungen entstehen, im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte. Der fünfstöckige Bau soll gegen Ende 2023/Anfang 2024 fertiggestellt werden. Nun war der Spatenstich.

Kolbermoor – Jeder hatte einen Spaten in der Hand, setzte ihn in den Boden und hob etwas Erde aus. Es ist ein symbolischer Akt. Der Bagger im Hintergrund hat längst eine große Grube geschaufelt. Für Architekt Robert Hösle ist der Spatenstich dennoch ein besonderer Moment: „Der Plan wird dann plötzlich in die Realität umgesetzt.“ Das sei seine Motivation und sein Antrieb zugleich. Vor allem in diesem Fall. Es sei „ein besonderes Gebäude“ – wegen der Kindertagesstätte.

Spielgeräte aus Holz geplant

Der Innenbereich der Kita soll so aussehen.

Während die 21 Wohnungen zwischen 45 und 170 Quadratmetern fassen werden, soll die Kita rund 610 Quadratmeter groß sein. Dort soll Platz für zwei Kindergartengruppen mit 50 Plätzen und zwei Krippengruppen mit 24 Plätzen sein. Der Garten mit seinen 1000 Quadratmetern soll ausschließlich von der Kita genutzt werden. Geplant sind dort Spielgeräte aus Holz. „Das passt in den Park“, so Max von Bredow, Vorstandsvorsitzender der Quest AG. Es gebe zudem zwei Stellplätze in der dortigen Tiefgarage und neun im Außenbereich. Sie sind für die Kindertagesstätte reserviert. Zudem soll es elf Radstellplätze geben.

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Ein Quartier für die Gemeinschaft

„Es freut mich besonders, dass eine Kita entsteht“, sagt von Bredow. Dadurch pflege das Unternehmen die selbstauferlegten „Quartierregeln“. Sie wollen nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch Funktionen für die Städte erfüllen – ein Quartier für die Gemeinschaft schaffen. „Kinder sind unsere Zukunft“, betont von Bredow. Deshalb baue er für die Kommune mit. Das Ziel sei ein „partnerschaftliches Miteinander“.

Das Gebäude wird im Spinnereipark entstehen.

Dort, wo die Kinder leben

„Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt auch Bürgermeister Peter Kloo. Denn bei diesem Projekt werde sparsam mit Grund und Boden umgegangen. Weil die Kindertagesstätte in das Wohnhaus integriert ist, handle es sich um eine sehr wirtschaftliche Bauweise. „Das ist die Zukunft“, sagt Kloo. Die Stadt könne Kitas nicht mehr selbst bauen. Es sei sinnvoller, wenn sie in einer Wohnanlage sind – dort, wo die Kinder leben. Architekt Hösle sieht einen weiteren Vorteil. Durch das Gebäude „C1“ entstehe ein „Entree“ für den Spinnereipark. Es verbinde die Bauabschnitte miteinander, weil das Haus direkt am Anfang der Conradtystraße liegen wird.

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Hoffen auf wenig „Altlasten“

Nun muss der Bau nur noch reibungslos ablaufen. Florian Eisner, Geschäftsführer von Werndl und Partner, hofft, dass sie kaum „Altlasten“ aus dem alten Spinnereibetrieb in dem Boden des Geländes finden. „Alles, was man nicht gebraucht hat, wurde zum Planieren hergenommen“, sagt Eisner. Ziegelreste etwa, oder Baustoffe, die dann zu hohe Kohlenstoffwerte im Boden verursachen. Diese „Altlasten“ müssten dann mit Lkw bis auf eine Sonderdeponie nach Chemnitz gekarrt werden. Beim Bau des nahegelegenen Spinnereihofs seien drei Monate lang beinahe jeden Tag zehn Lastwagen gefahren. „Wir hoffen, dass das hier nicht der Fall ist“, sagt Eisner.

„Wir wollen da kein Geld verdienen“

Ein weiterer Faktor sind die Materialpreise. „Die Baukosten sind explodiert“, sagt von Bredow. Mehrkosten von 20 bis 25 Prozent entstünden derzeit. Andere Länder würden verstärkt Holz und Stahl nachfragen. Diese „weltweiten Zusammenhänge“ würden sich bis auf die Baustelle in Kolbermoor auswirken. „Die große Überschrift“ sei vermutlich die Corona-Pandemdie, so von Bredow. Politiker, Handwerker und Bauunternehmen seien da „machtlos“. Für Menschen, die Wohnungen brauchen, sei das ein „totales Desaster“. Sie müssten am Ende die Rechnung zahlen. Bei den veranschlagten vier Millionen für die Kita bleibt es jedoch. „Wir wollen da kein Geld verdienen“, beteuert von Bredow.

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