Olympia 2016 in Rio - Gut für München!

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In München, Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land sollen 2018 die Winterspiele stattfinden.

Kopenhagen - Das IOC hat Freitag die XXXI. Olympischen Spiele 2016 nach Rio d‘Janeiro vergeben. Gut für München, das sich um die Winterspiele zwei Jahre später bewirbt.  

Tokio und Chicago sind nach der ersten beiden Wahlgängen ausgeschieden.

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Dies entschied am Freitag die 121. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kopenhagen. Die Millionenstadt an der Copacabana behauptete sich gegen die Mitbewerber Chicago, Madrid und Tokio. Rio setzte sich im entscheidenden dritten Wahlgang gegen Madrid durch. Mitfavorit Chicago war sensationell bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden; im zweiten Durchgang blieb Außenseiter Tokio auf der Strecke.

Bis dahin hieß es: Daumen drücken - auch in München.

Zwar steht die Landeshauptstadt nicht zur Wahl. Dennoch ist die Entscheidung für die eigene Bewerbung für die Winterspiele 2018 zusammen mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land von Relevanz. Wäre Madrid als Sieger hervorgegangen, stünden die Chancen für Ude & Co. schlecht. Denn dass die rund Hundert IOC-Funktionäre nach London 2012 und Madrid 2016 kurz darauf einen dritten europäischen Bewerber favorisieren, galt als höchst unwahrscheinlich. Zumal auch 2014 die Olympischen Spiele mit Sotschi (Russland) in Europa stattfinden würden. 

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Doch was wäre in diesem Fall mit der Münchner Bewerbung geschehen? Dann würde erst recht anstacheln, sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vize-Chef des IOC, neulich. Die Chancen für München würden nicht beeinträchtigt. Denn: „Die IOC-Mitglieder können gut zwischen Sommer- und Winterspielen unterscheiden“, versuchte Bach zu versichern - unnötig, wie sich nun zeigte.

Noch besser stünden die bayerischen Chancen, wenn Tokio den Zuschlag erhalten hätte. Dann wiederum hätte Pyeongchang (Südkorea) - ein starker Konkurrent Münchens - schlechte Karten.

Derzeit ist übrigens das Münchner Bewerbungs-Team um Richard Adam ist in Kopenhagen. Man will Kontakte pflegen und die IOC-Funktionäre überzeugen. Richard Adam und Bernhard Schwank, die beiden Geschätfsführer der Bewerbungsgesellschaft, halten sich mit Einschätzungen prinzipiell diplomatisch zurück. "Kein Wort über die Mitbewerber", das ist ein ungeschriebenes Gesetz des (IOC). Und mögen vor den Entscheidungen noch so viele Gesetze gebrochen werden, dieses eine hält.

Ein Favorit für 2016 war auch wenige Stunden vor der Entscheidung nicht auszumachen. Auch wenn Journalisten in den vergangenen Tagen Madrid leicht in Front gesehen hatten: Juan Antonio Samaranch, dem mächtigen IOC-Ehrenpräsidenten aus Spanien, sollte es angeblich noch einmal gelungen sein, eine Stimmenallianz für seine Heimat zu schmieden. Das soll auch der Grund gewesen sein für US-Präsident Barack Obama, seine Absage zurückzuziehen und für einen Blitzbesuch aus den USA nach Kopenhagen zu fliegen. In der Hoffnung, Eindruck zu machen auf die IOC-Mitglieder. Doch Chicago scheiterte frühzeitig.

IOC-Fachmann Markus Kecht wagte keine Prognose: "Es ist eine enorm spannende Entscheidung. Es kann alles passieren." Erst wenn bekannt sei, wer in der ersten Runde die wenigsten Stimmen gewinnen konnte, "dann werden wir es wissen", meint Kecht.

matt/mkn

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