"Ehrenamt von hoher Bedeutung"

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Heufeld - Hatten das anfangs schlechte Wetter und die Hochwasserlage den Feuerwehrmännern einen beschwerlichen Festbeginn beschert, konnten sie gestern bei herrlichem Sommerwetter den Festgottesdienst ungetrübt feiern.

Auf der Wiese vor dem Festzelt formierten sich die 70 Feuerwehren, die ihrem ältesten Verein an diesem Festtag anlässlich des 150-jährigen Bestehens die Ehre erwiesen und ihm in insgesamt vier Zugeinheiten zur Feier des Gottesdienstes auf der Wiese hinter der Sparkasse folgten.

Angeführt wurden sie von den Musikkapellen aus Großkarolinenfeld, Höhenrain, Holzham und Kirchdorf. Die Großkarolinenfelder hatten zuvor schon Bürgermeister Franz Heinritzi, Vorstand Franz Rutz und Kommandant Andreas Hildebrand geweckt und spielten auch beim Festgottesdienst auf.

150 Jahre Feuerwehr Heufeld

Gleich hinter den Heufelder Feuerwehrlern reihten sich die Ehrengäste ein: Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber in Vertretung des Ministerpräsidenten Horst Seehofer, Landrat Josef Neiderhell, die Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl, die Bürgermeister Heinritzi und Richard Richter und der Bürgermeister der Nachbargemeinde Feldkirchen-Westerham Bernhard Schweiger sowie Südchemie-Werksleiter Gerhard Selig. Vor den Gastfeuerwehren schlossen sich die Ortsvereine an.

Lesungen und Predigt stellten das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe in den Mittelpunkt. In einer kurzen, aber packenden Predigt begann Pfarrer Thomas Gruber mit einem Witz und endete mit einem Gedicht aus dem 14. Jahrhundert. Beide besagten, dass sich Gottes Liebe zu den Menschen nur in der Nächstenliebe der Menschen zeigen kann. "Gottesliebe ohne Nächstenliebe erzeugt bigotte Spinner, Nächstenliebe ohne Gottesliebe gleicht einem Autofahrer, der meint, ohne tanken zu müssen, fahren zu können", so der Geistliche anschaulich. Der Dienst der Feuerwehr sei ohne Nächstenliebe nicht denkbar.

Die ganze Tragweite dieser ehrenamtlichen Tätigkeit kam in den Fürbitten zum Ausdruck, die Vorstand Rutz und Kommandant Hildebrand vortrugen.

Vor dem Segen weihte Diakon Michael Wagner das Kreuz und das neue Fahnenband, das die Heufelder Wehr am Vorabend geschenkt bekommen hatte; die Fahnenträger präsentierten dabei ihre neuen Schärpen.

Kurz und bündig gratulierte Landrat Neiderhell und versprach für die Jugendförderung fünf Euro pro Jahr, das macht bei einem Alter von 150 Jahren doch eine erfreuliche Summe aus.

Im Namen des Ministerpräsidenten betonte Kultusstaatssekretär Dr. Huber, selbst langjähriger Kommandant der Ampfinger Feuerwehr, die Wichtigkeit dieses Ehrenamtes, das den Männern und Frauen, aber auch ihren Familien immer wieder große Opfer abverlange. Es sei nicht selbstverständlich und könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, sich für andere unangenehmen, ja belastenden Situationen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Wie alle anderen Reden im Laufe dieser Tage wünschte er den Feuerwehrmännern und -frauen, dass sie immer wieder unbeschadet von ihren Einsätzen zurückkommen mögen.

Kreisfeuerwehrtag in Heufeld

Nach dem Bayernlied zog der Festzug, unterbrochen von drei alten Fahrzeugen der Rosenheimer und Wasserburger und einer Spritze von 1931 durch den Ort.

Im Festzelt herrschte drangvolle Enge und ausgelassene Feierfreude. Zum Abschluss der Feierlichkeiten überreichten die Gastgeber Ehrengeschenke.

dwa/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © jre/re

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