Litzldorfer Passion mit 60.000 Euro Gewinn

Litzldorf - Eine stolze Bilanz konnte der Verein „Litzldorfer Passion“ ziehen: 60.000 Euro Gewinn können sich wirklich sehen lassen.

Zur ersten Jahresversammlung des in 2009 Jahr gegründeten Vereins "Litzldorfer Passion" begrüßte Vorstand Christoph Rastinger die Anwesenden im Gasthaus Höss und gab die Tagesordnung bekannt.

Rastinger informierte die Versammlungsteilnehmer über die vielfältigen Tätigkeiten des Vorstandes, die durch die Gründung des Vereines notwendig wurden, zum Beispiel die Vereinsanmeldung, ein Antrag auf Gemeinnützigkeit bei der Regierung von Oberbayern, das Einholen notwendiger Genehmigungen, Planungen für die Versorgung der Zuschauer und vieles mehr - dies alles neben den zahlreichen Proben und Arbeitseinsätzen am Dorfplatz von Litzldorf.

Rastinger bedankte sich bei allen, die in irgend einer Weise zum Gelingen des Litzldorfer Passionsspieles beigetragen haben, stellvertretend für alle Spieler bei Bernhard Schmid, der die Rolle des Jesus übernommen hatte, und ganz besonders bei den drei Spielleiterinnen Steffi Litzlfelder, Simone Weinberger und Christa Rastinger.

Die Verleihung des Kultursonderpreises des Landkreises Rosenheim werde voraussichtlich im Mai stattfinden, der Ablauf sei jedoch noch nicht bekannt, so Rastinger.

Durch mehrmalige Einsprüche des Vorstandes gegen die Gebührenfestsetzung der GEMA konnte eine Reduzierung von über 1000 Euo erreicht werden.

Der Bericht der Schriftführerin Martina Wottka zeigte nach der Gründung des Vereins am 5. Mai 2009 den chronologischen Ablauf des Passionsjahres auf. Wottka berichtete von der ersten Kostümprobe, bei der zudem ein Film gedreht wurde, den die Mitspieler im Pfarrheim zwecks Verbesserungsvorschlägen gemeinsam analysiert hatten.

Auch an die vorletzte Probe mit dem gemeinsamen Gebet auf den Steinstufen, bei dem um Gottes Beistand, gutes Wetter und Gelingen gebetet wurde, erinnerte die Schriftführerin. Ebenso erwähnte sie die nervliche Anspannung am Premierentag (4. Juli) und an den einsetzenden Regen am Nachmittag mit den zusätzlichen Sorgen, die aber völlig unbegründet waren. Nach zehn Vorstellungen mit sieben historischen Märkten, die die Zuschauer auf die Passion einstimmten, fand am 9. August das Abschlussfest nach dem Gottesdienst auf dem Dorfplatz statt.

Im März dieses Jahres besuchten einige Mitglieder Pfarrer Behrens, der den Text für das Passionsspiel zur Verfügung gestellt hatte, in Osnabrück. Hierzu gab Christa Rastinger im Anschluss an die Versammlung einen kurzen Bericht ab.

Kassier Sebastian Millauer erläuterte detailliert über die Einnahmen und Ausgaben. Die Einnahmen setzten sich unter anderem zusammen aus Verkauf der Eintrittskarten, Programmhefte, Getränke- und Speiseverkauf, DVDs, Spenden und Zinserträge und beliefen sich auf 79429,54 Euro, während folgende Ausgaben für Kosten zur Vereinsgründung, zum Aufbau und zu den Aufführungen, für Wareneinkauf (Bewirtung), Anschaffung der DVDs, Kontoführung und Abschlussfeier mit 19390,26 Euro getätigt wurden. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Kassenstand 60039,28 Euro.

Im Anschluss an den Bericht des Kassiers wurden zwei Kassenprüfer gewählt. Diese Aufgabe übernehmen Sepp Millauer und Thomas Schatt. Auf Anweisung des Finanzamtes zur Erteilung der Gemeinnützigkeit wurde eine Satzungsergänzung erforderlich. Laut Vereinssatzung fällt der Reinerlös an die Kirchenverwaltung St. Michael Litzldorf. Der geforderte Zusatz " ...die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige und/oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat" wurde von den Mitgliedern einstimmig beschlossen.

Vorstand Rastinger erklärte, dass nicht absehbar sei, wann die Kirchenrenovierung durchgeführt werde, so dass die Entscheidung über eine Auflösung des Vereins derzeit nicht zur Debatte stünde. Zuvor hatte die Versamlung der beiden Verstorbenen Anderl Echtler und Stefan Seebacher gedacht.

Rubriklistenbild: © dpa

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