Lösung für Sorgenkind Feldbach?

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Solche Bilder wie hier nach dem Unwetter im vergangenen Sommer will niemand mehr sehen. Derzeit werden Lösungsmaßnahmen untersucht, die künftig verhindern sollen, dass der Feldbach bei Starkregen über die Ufer tritt und Willing unter Wasser setzt.

Willing - Bei der Eindämmung der Hochwassergefahr am Feldbach in Willing scheint sich etwas zu bewegen. Aktuell ist Bürgermeister Felix Schwaller zufolge eine Sofortmaßnahme im Gespräch.

Im Rahmen der Feuerwehrversammlung in Willing wies er auf diesbezügliche Treffen mit Vertretern aus Bad Aibling, Bruckmühl und den Landkreisen Rosenheim und Miesbach hin. Man sei sich einig, dass die Gefahr verringert werden müsse.

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Irschenberg hat unter anderem mit dem Rückhaltebecken Pfarrleiten seine Hausaufgaben gemacht. Prinzipiell würden bei Neubaugebieten Rückhaltemöglichkeiten gleich mit eingeplant. Gerade beim Beispiel Pfarrleiten sei dies laut Schwaller eine Auflage für das Baugebiet gewesen. In anderen Bereichen sollen derartige Senken beziehungsweise Geländemodulationen ebenfalls zur Anwendung kommen. Hinzu kämen Dämme, außerdem Durchlässe, durch die das Wasser abfließen könne.

Zwischen dem Irschenberger Bereich und Willing liege, so Schwaller weiter, jedoch ein ziemlich großes Gelände, durch welches das Wasser bei Starkregenereignissen "durchsause". Aus diesem Grund habe es bei der Stadt Bad Aibling Überlegungen gegeben, im Bereich Oberstaudhausen zwei Rückhaltebecken zu errichten.

Willing: Die Folgen des Unwetters

Unwetter bei Willing

Kein Becken bei Brunnenbau

Eines dieser Becken scheitere allerdings, wenn die Marktgemeinde Bruckmühl, wie derzeit angedacht, im Bereich Götting einen neuen Brunnen bohre (darüber wird in der heutigen Gemeinderatssitzung beraten). Sollte dieser Bereich überflutet werden, wäre das Bruckmühler Grundwasser in Gefahr. "Solange die Nachbargemeinde diese Idee verfolgt, ist die Lösung bei Oberstaudhausen nicht möglich", so Schwaller.

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Deshalb konzentrieren sich die Hoffnungen nun darauf, mit einer Sofortmaßnahme für mehr Sicherheit im Notfall sorgen zu können: Auf eine Länge von 20 bis 30 Metern würde der Uferbereich des Feldbachs (flussabwärts rechts) abgesenkt, so dass das Wasser bei Starkregen in die freie Fläche ablaufen würde. Wobei mit den Landwirten über einen Ausgleich bei etwaigem Ernteausfall oder anderen Beeinträchtigungen gesprochen werde. Bisher habe man, wenn Hochwasser drohte, dort bereits immer einen kleinen Bereich mit einem Bagger aufgegraben. Nur beim jüngsten Unwetter sei die Zeit dazu zu knapp gewesen.

Allerdings müsse auch bei der angedachten Sofortmaßnahme durch das Wasserwirtschaftsamt geprüft werden, inwieweit im Falle des Überlaufens das nahe gelegene Wasserschutzgebiet beeinträchtigt würde, wie Karlheinz Platzer vom städtischen Bauamt erläuterte. Bis Mitte/Ende Februar sollen die Fakten auf dem Tisch liegen. Schließlich haben Schwaller zufolge auch die Landräte Dr. Jakob Kreidl (Miesbach) und Josef Neiderhell (Rosenheim) die Behörde gebeten, die weiteren Überlegungen zu koordinieren und Lösungen voranzubringen.

In der Zwischenzeit habe man, so Platzer, den Winter über den Feldbach vermessen und sei unter anderem dabei, im Bereich der Berblinger Straße die Sohle tiefer zu legen, um so dem Wasser mehr Platz zu verschaffen. Die Situation am Feldbach sei generell sehr schwer in den Griff zu kriegen. Mit den Behörden besprochen worden sei vor längerer Zeit auch eine komplette unterirdische Ableitung für den Feldbach bei Staudhausen (im Bereich Westerham/Götting) in die Mangfall, was jedoch eher als utopisch erachtet worden sei, so Platzer.

el/wia/Mangfall-Bote

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