Massen-Karambolage auf A8

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München - Zu einer Massen-Karambolage mit zehn Autos kam es heute gegen 4 Uhr auf der A8 in Richtung München auf Höhe des Hofoldinger Forstes. Es gab 13 Verletzte, zwei davon lebensgefährlich.

Bei dem Unfall, an dem vier Pkw und ein Reisebus mit 36 Fahrgästen beteiligt waren, wurden drei Personen schwerst und zwei Personen leicht verletzt. Insgesamt 13 Verletzte mussten medizinisch versorgt werden. Die Autobahn war dort mehrere Stunden nur einspurig befahrbar. Bis etwa 8 Uhr bildete sich ein Rückstau, die Unfallstelle war über 400 m mit Trümmern übersäht.

Zum Unfallzeitpunkt fuhr ein 21-jähriger Unterhachinger mit seinem BMW mit mäßiger Geschwindigkeit auf der rechten Fahrspur. Er hatte zuvor eine Reifenpanne, musste das Notrad aufziehen und fuhr deshalb nicht schneller. Ein Chrysler-Van, der von einem 39-jährigen Bosnier aus Österreich gesteuert wurde, prallte ungebremst auf den BMW auf und stellte sich quer zur Fahrbahn. Der Van wurde dann seitlich von einem Audi gerammt und weiter in die Fahrbahnmitte geschoben. Den Audi lenkte ein 27-jähriger aus Montenegro.

Der Chrysler wurde durch den Aufprall weiter zur linken Fahrbahn gedrückt. Dort wurde der er von dem ebenfalls in gleicher Richtung fahrenden Reisebus Setra der Firma Main-Spessart-Reisen, der aus Richtung Italien kam und auf der Heimfahrt war, an der linken vorderen Seite erfasst. Der 47-jährige Fahrer hatte mit dem vollbesetzten Bus bereits ein Ausweichmanöver und eine Notbremsung eingeleitet, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

Von Rückbank aus dem Auto geschleudert

Durch diesen Zusammenstoß wurde der Chrysler wieder zurück in die rechte Leitplanke geschleudert. Durch diesen Aufprall wurde der 18-jährige Sohn des Fahrers, der auf der Rückbank saß, aus dem Fahrzeug geschleudert und kam unter der Leitplanke zum Liegen.

Bilder von der Unfallstelle

Der Reisebus kam weiter nach links in Richtung Mittelleitplanke und touchierte dabei einen VW-Bus T5 aus Augsburg. Der VW-Bus kam ins Schleudern, verlor den rechten Hinterreifen und kam an der rechten Leitplanke zum Stehen. Der Reisebus touchierte zu guter Letzt die Mittelleitplanke. Der Fahrer konnte aber den Bus nach ca. 300 m auf den Standstreifen lenken. Die Bus-Insassen  kamen ohne Verletzungen davon. Der Fahrer des Chrysler wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr Holzkirchen aus dem Fahrzeug befreit werden. Über die genauen Verletzungen ist bisher nichts bekannt. Er wurde mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus Neuperlach verbracht.

155.000 Euro Gesamtschaden

Sein Sohn wurde mit Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma durch einen Hubschrauber ins Klinikum Großhadern gebracht. Die Audifahrerin wurde ins KKH Agatharied gebracht. Sie zog sich eine Fraktur der Lendenwirbelsäule zu. Ihr 37-jähriger Mann erlitt eine leichte Rippenprellung. Die 35-jährige VW-Busfahrerin erlitt einen schweren Schock.

Der Verkehrsunfall wurde von Beamten der Autobahnpolizeistation Holzkirchen aufgenommen. Insgesamt fünf Fahrzeuge der Feuerwehr Holzkirchen und zwölf Fahrzeuge des Rettungsdienstes mit jeweils 25 Einsatzkräften waren vor Ort. Ferner waren zwei Notärzte und der Rettungshubschrauber eingesetzt.

Zur Rekonstruktion des Unfallherganges kam ein Gutachter zur Unfallstelle. Die Autobahnmeisterei sperrte die Unfallstelle und säuberte diese. Die Fahrbahn war bis 5.40 Uhr voll gesperrt. Anschließend konnte bis 8 Uhr nur der linke Fahrstreifen befahren werden. Danach wurde der linke und mittlere Fahrstreifen geöffnet und ab 9.15 Uhr war die Unfallstelle geräumt. Der Verkehr staute sich ca. 5 km bis zur Anschlussstelle Holzkirchen zurück. Der Gesamtschaden beträgt ca. 155.000 Euro.

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