Mehr Straftaten im vergangenen Jahr

+
Regionale Verteilung der Kriminalität im kommunalen Bereich: Während in Bad Aibling, Kolbermoor und Tuntenhausen in 2009 (gegenüber 2008) weniger Delikte registriert wurden, nahmen sie in Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham und Großkarolinenfeld zu.

Bad Aibling - Straftaten nehmen bayernweit ab, nicht so aber im Dienstbereich der Polizeiinspektion Bad Aibling: Hier haben sie im vergangenen Jahr zugenommen!

Einmal im Jahr findet ein Sicherheitsgespräch zwischen der Polizeiinspektion Bad Aibling und den Bürgermeistern sowie Vertretern der Kommunen im Dienstbereich statt. Dabei wird die Kriminalität unter die Lupe genommen - hinsichtlich der Schwerpunkte sowie der Belastung in den einzelnen Kommunen. Auch diesmal. Fazit: Im Jahr 2009 nahmen die Straftaten hier zu, bayernweit aber ab.

Der Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling, Markus Reiter, sowie sein Stellvertreter Thomas Adami sind in der Gesamtbetrachtung für das Jahr 2009 dennoch nicht unzufrieden mit der Bilanz: Insgesamt könne man von einer guten Sicherheitslage im Dienstbereich der Polizeiinspektion Bad Aibling sprechen, sagten sie.

Dies spiegele sich auch in der Häufigkeitszahl wider, die im Dienstbereich bei 3447 (Vorjahr 3882) liege. Diese Zahl errechnet sich aus den bekannt gewordenen Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner.

Im Vergleich dazu liegen die Zahlen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erheblich höher - bei 4600, bayernweit bei 5073.

Indes hat sich laut Reiter die Anzahl der Straftaten im Dienstbereich Bad Aibling 2009 um 46 Fälle auf 3015 erhöht. Bayernweit verzeichnet die Statistik jedoch einen Rückgang der Straftaten um 2,5 Prozent.

Die Kriminalitätsentwicklung in den letzten drei Jahren zeigt: Die Straftaten nahmen im vergangenen Jahr um 46 auf 3015 (gegenüber 2008) zu; die Aufklärungsqote ging mit 56,3 Prozent um 2 Prozent zurück.

In den Kommunen wirkte sich der leichte Anstieg wie folgt aus: In Bad Aibling wurden 944 (Vorjahr 959), in Kolbermoor 901 (Vorjahr 934), in Bruckmühl 586 (Vorjahr 558), in Feldkirchen-Westerham 265 (Vorjahr 243) in Großkarolinenfeld 189 (Vorjahr 177) und in Tuntenhausen 168 (Vorjahr 171) Straftaten registriert.

Die Aufklärungsquote mit 56,3 Prozent ist um zwei Prozent gesunken. Der landesweite Durchschnitt liegt hier bei 63,9 Prozent.

Von den im vergangenen Jahr ermittelten 1368 Tatverdächtigen waren 71,27 Prozent (Vorjahr 70,2 Prozent) Erwachsene, wiederum 11,47 Prozent (Vorjahr 10,23 Prozent) Heranwachsende sowie 12,79 Prozent (Vorjahr 13,86 Prozent) Jugendliche.

Kinder wurden als Täter zu 4,46 Prozent (Vorjahr 5,37 Prozent) festgestellt. Von der Gesamtzahl der Täter waren 282 weiblich, das sind 20,61 Prozent (Vorjahr 23,9 Prizent).

Unter den Begriff Jugendkriminalität fallen alle Personen unter 21 Jahren. Hier lag der Anteil bei 28,73 Prozent (Vorjahr 29,46 Prozent).

Ermittelt wurden 393 Tatverdächtige, die hauptsächlich bei Diebstahls- sowie Körperverletzungsdelikten und anderen jugendtypischen Straftaten (wie zum Beispiel Sachbeschädigungen und Fahren ohne Fahrerlaubnis) aufgefallen sind. 26 jugendliche Tatverdächtige wurden wegen eines Drogendeliktes angezeigt.

Der Ausländeranteil an der Gesamtkriminalität lag bei 16,23 Prozent und sank damit gegenüber dem Vorjahr 2008 (18,87 Prozent). Von diesem Personenkreis gingen der Polizei zufolge hauptsächlich Diebstahls- und Betrugsdelikte sowie Urkundenfälschungen und Körperverletzungsdelikte aus.

An der Gesamtbevölkerung im Dienstbereich der Polizeiinspektion Bad Aibling haben die ausländischen Staatsbürger einen Anteil von 7,64 Prozent (Vorjahr 8,97 Prozent). Die Polizei registrierte auch eine Zunahme von Verkehrsunfällen. Hier liegt Bad Aibling an der traurigen Spitze.

re/Mangfall-Bote

Zurück zur Übersicht: Mangfalltal

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT