Neulings sind meistens nicht willkommen

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Ambrosia, das Traubenkraut

Kolbermoor - Um "Neophyten", also neu einwandernde Pflanzen wie etwa das Springkraut, ging es beim Obst- und Gartenbauverein im Mareissaal.

Gartenbau-Vorstand Gerhard Reischl hatte als Referenten den Kreisfachberater Josef Stein gewinnen können. Ärger bereiten demnach Arten wie das rasch wachsende Indische Springkraut, das heimische Pflanzen verdrängt, oder der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Er sorgt für Verbrennungen auf der Haut bei direktem Kontakt mit Sonneneinstrahlung. Richtig gesundheitsgefährdend wirkt das Traubenkraut, auch Ambrosia genannt: Seine Pollen besitzen derzeit das höchste allergene Potenzial weltweit und können zu allergischen Reaktionen und Astma führen.

Es ist aufwendig, der aggressiven Ambrosia erfolgreich zu Leibe zu rücken: Sie muss mehrmals im Jahr tief abgemäht oder ausgerissen werden und muss dann in Plastiksäcken entsorgt werden. Sie darf auf keinen Fall in den Kompost gelangen. Dem Riesenbärenklau kann mit handelsüblichen Unkrautvernichtunsmitteln der Garaus gemacht werden, wenn dem Gartler die Kraft zum Ausgraben ausgeht... Springkraut muss regelmäßig und tief noch vor der Blühperiode geschnitten werden, dann gibt es für diesen Bereich auf.

Man kann natürlich auch, wie Gerhard Reischl es im Vorjahr ausprobiert hatte, die Samen des Springkrauts essen - bei größeren befallenen Arealen allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe...

Lesen Sie dazu morgen mehr im Mangfall-Boten.

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