Verbund "Oberes Mangfalltal" kommt

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Haben gemeinsam an den Eckdaten für das Projekt Mittelschule "Oberes Mangfalltal" gefeilt: Die Verantwortlichen aus Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham. Ende Januar soll der Verbundsvertrag unterschrieben werden.

Bruckmühl - Die heiße Phase für die gemeinsame Mittelschule von Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham ist angelaufen: Noch im Januar sollen die entsprechenden Verträge unterzeichnet werden.

Kürzlich fand ein Treffen aller Beteiligten und Verantwortlichen statt. Dabei wurden die Eckpunkte der Kooperation festgezurrt. Der neu geschaffene Verbund soll "Oberes Mangfalltal" heißen.

Einvernehmlich haben die beiden Bürgermeister Franz Heinritzi (Bruckmühl) und Bernhard Schweiger (Feldkirchen-Westerham), die Schulleitungen, die Kämmerer der beiden Gemeinden sowie einige Gemeinderäte im Rahmen einer Mittelschulkonferenz zusammen mit Schulrat Edgar Müller die Modalitäten für einen Verbund abgeklopft.

In einer, wie alle Beteiligten betonten, fairen Diskussion seien dabei wichtige Eckpunkte des dafür notwendigen Kooperationsvertrages festgezurrt worden. Wobei allen daran gelegen war, dass die Hauptschule Feldkirchen-Westerham gleichberechtigt ist. "Obgleich sie weniger Schüler hat, ist die Feldkirchener Hauptschule genauso hochwertig ausgestattet", betonte Bürgermesiter Bernhard Schweiger. Er ist sich sicher, dass die bestehende Zusammenarbeit durch die Mittelschule intensiviert wird und die Schüler der beiden Gemeinden voranbringt.

Deshalb habe man sich darauf geeinigt, dass die siebte und achte Klasse des M-Zuges in Feldkirchen beheimatet sein werden. "Sollte es zwei M-Klassen in der neunten und zehnten Jahrgangsstufe geben, und davon ist auszugehen, kommt die zweite ebenfalls nach Feldkirchen", betonte Angelika Epstude, Rektorin der Hauptschule Feldkirchen-Westerham.

Sie freut sich bereits auf die künftige, enge Zusammenarbeit mit der Bruckmühler Kollegin. "Die Zusammenarbeit wird noch besser als bisher und etwas aufwendiger, da die Stundenpläne wegen der Busse aufeinander abgestimmt werden müssen. Aber ich sehe da keine allzu großen Schwierigkeiten", ist sich Angelika Epstude sicher. Vor allem in Hinblick auf den Schulverband zwischen Feldkirchen, Weyarn und Aying besteht Handlungsbedarf. Sollen Schüler aus den beiden letztgenannten Kommunen erst nach Feldkirchen gebracht und dann "gebündelt" nach Heufeld per Bus gefahren werden.

Die zusätzlichen Buskosten werden von den beiden Sachaufwandsträgern (Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham) geteilt. Nach zwei Schuljahren soll dieser Modus auf seine Ausgewogenheit hin (keiner soll benachteiligt werden) überdacht werden, so Feldkirchen-Westerhams Kämmerer Dieter Kannengießer. Zwar sei man mit der Planung der Kooperation etwas hinter dem Zeitplan des Schulamts, "doch mit einer Vertragsunterzeichnung bis Ende Januar haben wir wieder aufgeholt", sagte Bruckmühls Kämmerer, Heinz Mader.

Koordinatorin des neuen Mittelschulverbundes wird Veronika Käferle. Die Rektorin der Heufelder Hauptschule will am 1. August ihr neues Schild "Mittelschule" am Eingang prangen haben. "Wir müssen jetzt Nägel mit Köpfen machen und endlich den Vertrag unterschreiben, damit die Planung weitergehen kann", so Käferle.

Doch zunächst sollen der Gemeinderat und der Schulverband von Feldkirchen-Westerham noch einmal über die Modalitäten - obwohl schon einmal abgesegnet - entscheiden. Termin: 27. Januar. Parallel dazu wird Bruckmühl zunächst im Hauptausschuss am 20. und dann auch im Marktgemeinderat am 27. Januar den Vertrag besprechen.

Dann bleiben noch vier Tage um die Monatsmarke einzuhalten. Sobald die Tinte auf dem Vertrag getrocknet ist, werde dieser an die Regierung von Oberbayern weitergeleitet werden. "Zeitnah werden dann auch die Elternbeiräte sowie die Schülersprecher beider Hauptschulen über die Entwicklungen informiert", so Käferle zum weiteren Procedere. Sie ist sich bewusst, dass die Justus-von-Liebig-Schule in der Vergangenheit immer schon eine Vorreiterrolle bei Neuerungen eingenommen habe - sei es beim Aufbau der Ganztagsklassen und deren Betreuung, der M-Klassen oder der Jugend- beziehungsweise Schulsozialarbeit.

Mit "scharrenden Hufen" stünde quasi das Heufelder Lehrerkollegium parat, um an der Entwicklung dieser neuen Schulform

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