Neue Chance für neues Baugebiet

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Das Areal zwischen Brücken- und Schwarzenbergstraße soll nun entwickelt werden, geplant sind insgesamt zehn Mehrfamilienhäuser mit Zufahrt über die Gärtnerstraße und ihre Seitenarme.

Kolbermoor - Entsehen bald zehn Mehrfamilienhäuser auf dem Areal zwischen Brücken- und Schwarzenbergstraße? Mehrmals war das Vorhaben bereits erfolglos!

Nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen startet die Stadt nun erneut einen Anlauf, das südlich der Mangfall gelegene Areal zwischen Brücken- und Schwarzenbergstraße neu zu ordnen. Vorgesehen sind nun Mehrfamilienhäuser statt der ursprünglich geplanten Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern. Zudem sollen Rad- und Fußwegeverbindungen geschaffen werden. Der Bauausschuss zeigte sich den Plänen gegenüber aufgeschlossen.

Die Überplanung des rund 1,36 Hektar großen Areals rund um die Gärtnerstraße hat sich die Verwaltung nun erneut vorgenommen. Bislang werden die Flächen landwirtschaftlich und als Pferdekoppeln genutzt.

Im aktuell gültigen Bebauungsplan "Rechts der Mangfall" sind für das Gebiet zwischen Brücken- und Schwarzenbergstraße bis dato Gewerbe und Wohnen vorgesehen. Eine Überplanung mit kleinteiliger Wohnbebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern war nach Angaben von Bürgermeister Peter Kloo bislang an den unterschiedlichen Interessen der Grundstückseigentümer gescheitert - mitunter deshalb hatte die Stadt schließlich den Änderungsentwurf aus dem Jahr 2005 auf Eis gelegt. "Die Erschließungsflächen standen damals nicht zur Verfügung", so Kloo.

Nun soll ein erneuter Versuch gestartet werden, jedoch unter völlig neuen Voraussetzungen: Mehrfamilienhäuser statt kleinteiliger Bebauung, dazu vier Tiefgaragen zur Lösung der Stellplatzfrage. Insgesamt sollen auf einer Baufläche von gut 12.000 Quadratmetern zehn Mehrfamilienhäuser entstehen mit einer Gesamtgrundfläche von rund 2500 Quadratmetern. Vonseiten der Planer ist die Schaffung eines hochwertigen Wohnquartiers vorgesehen durch aufgelockerte Bebauung verbunden mit weitläufigen Blickachsen.

Wie Kloo stand auch die Mehrheit der Stadträte den Plänen aufgeschlossen gegenüber: "Das gesamte Gebiet ist bereits von Geschosswohnungsbau geprägt", meinte Kloo, der sich davon überzeugt zeigte, dass das Vorhaben für eine innerstädtische Bebauung durchaus verträglich sei. Zugleich betonte er, dass auch die Erschließung geklärt sei und die entsprechenden Flächen abgetreten würden - "was nicht ganz einfach war."

Die Haupterschließung des Areals soll über eine mittige Zufahrt von der Brückenstraße aus erfolgen, die nach Westen hin in einem Wendehammer endet. Einzig ein Durchstich für Fußgänger und Radler ist zur Schwarzenbergstraße hin vorgesehen, wobei der aktuell im Plan eingearbeitete "Knick" in dem Fuß- und Radweg auf Wunsch von Sigrid Kumberger (SPD) und Else Huber (Grüne) noch überarbeitet werden soll. "Das ist keine glückliche Lösung", so Kumberger.

Die südlichen beiden Mehrfamilienhäuser sollen den Plänen nach über die Dr.-Christian-Junkenitz-Straße/Gärtnerstraße-Süd angefahren werden, die nördlichen über eine weiterführende Erschließungsstraße, die wiederum an die Gärtnerstraße-Nord andockt, um damit vor allem das reibungslose Abfahren von Ver- und Entsorgungsfahrzeugen zu ermöglichen.

Als "sehr massiv" erachtete SPD-Stadträtin Dagmar Levin die neuen Pläne gegenüber der ursprünglichen Fassung und hoffte zumindest auf sozialverträgliche Mietpreise für ein erschwingliches zentrumsnahes Wohnen. Weiter zeigte sich Levin interessiert daran, dass auch alle fünf vorgesehenen Spielplätze realisiert werden, was auch Else Huber unterstützte. SPD und Grüne pochten zudem auf eine möglichst zentrale Energieversorgung für das Baugebiet.

Der Bauausschuss brachte schließlich einstimmig die entsprechende Änderung des Bebauungsplanes "Rechts der Mangfall" auf den Weg und schickte den Vorentwurf in eine erste öffentliche Auslegung und in die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Rosi Gantner (Mangfall-Bote)

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