Neueste Technik für die Eishalle

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Bad Aibling - Endlich wieder sommerliche Temperaturen – doch bei den Stadtwerken Bad Aibling stehen die Vorzeichen schon auf Winter.

Die Vorbereitungen für die neue Eissaison sind bereits angelaufen, Ende September können die Schlittschuhe wieder geschnürt werden. Bis dahin steht eine Menge Arbeit an: Die Technik wird auf Vordermann gebracht, allen voran wird derzeit knapp 150000 Euro in die Kälteanlage (Eisbereitung) investiert. Die Abwärme wird künftig der Therme zugeführt.

Seit Inbetriebnahme der Eishalle im Jahr 1981 verrichtet die Kälteanlage ihre Dienste, wurde einzig in den 90er-Jahren gründlich saniert, hinzu kamen regelmäßige Inspektionen. Knapp 30 Jahre später soll die Anlage nun auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, was eine beträchtliche Summe verschlingt.

Knackpunkt der Anlage: das Kältemittel Ammoniak, das über ein Rohrleitungssystem den Hallenboden kühlt und somit für den Erhalt der Eisfläche sorgt. In der Vergangenheit, so Stadtwerkeleiter Fritz Walter Keilhauer, habe man rund 3,5 Tonnen des Kältemittels im Umlauf gehabt, was nun reduziert werden soll. "Wenn wir weniger als drei Tonnen Ammoniak verwenden, müssen wir uns nicht den neuen, erhöhten Sicherheitsanforderungen stellen", führte er aus. Ausschlaggebend für die Sanierung der Anlage sei unter anderem eine TÜV-Prüfung im vergangenen Jahr gewesen. Keilhauer: "Die Anforderungen erhöhen sich ständig."

Technisch steht der Umrüstung nichts entgegen: Die Rohrleitungen müssten in diesem Zusammenhang lediglich verkürzt und umgebaut werden, erklärte der technische Leiter der Stadtwerke, Stefan Barber. Unter anderem würde ein längst nicht mehr verwendeter Wärmetauscher stillgelegt. "Unser Ziel ist es, mit den kürzeren Leitungen unter 3000 Kilogramm Ammoniak zu kommen, was wohl zu schaffen ist."

Hinzu kommen Barber zufolge der Austausch von in die Jahre gekommenen Schiebern, Ventilen und weiteren sicherheitsrelevanten Bauteilen, deren Dichtigkeit teils nicht mehr vollständig gegeben gewesen sei.

Ebenfalls erneuert wird die Schalttechnik (E-Schrank) der Kälteanlage - "auch aus dem Jahr 1981, hierfür gibt es nicht einmal mehr Ersatzteile", so Keilhauer. Die Umrüstung soll als letzter Schritt der Arbeiten im Zuge der Eisproduktion erfolgen: Ab 18. September ist Keilhauer zufolge der Start für die Eisherstellung, erst einmal per Gasmotor. Sobald die Eisfläche "steht" und der neue Elektronikschrank installiert ist, soll umgeschalten werden auf Motor 2, ein Elektromotor, und damit auch auf die neue Schalttechnik.

Doch nicht nur die technische Nachrüstung der Anlage steht für die Stadtwerke im Vordergrund, auch der ökologische Aspekt wird berücksichtigt: In diesem Zusammenhang soll die Abwärme der Kälteanlage mittels eines neuen Wärmetauschers der Therme zugeführt werden, speziell dem Außenbecken im Saunabereich. "Die Abwärme soll schließlich nicht verpuffen", betonte Barber. Er hofft, durch die frei werdende Energie aus der Eisaufbereitung das Sauna-Außenbecken den ganzen Winter über auf Temperatur halten zu können - konstant 35 Grad Celsius.

Bei planmäßigem Verlauf der Arbeiten rechnen die Stadtwerke damit, am 25. September die Eislaufsaison einläuten zu können.

Rosi Gantner/Mangfall-Bote

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