Weltrekord mit Kiefersfeldener Hilfe

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Jan Schwiderek wird von AIDAbella für 6 Minuten 25 Sekunden durchs Mittelmeer gezogen.

Alicante/Kiefersfelden - Einen verrückten Weltrekord hält seit kurzem die Aidabella. Sie ist das größte Kreuzfahrtschiff, das je einen Wasserskifahrer gezogen hat.

Jochen Lüers vom Wasserskiclub Kiefersfelden-Rosenheim hat an der Costa Blanca im Kielwasser des Ozeanriesen entscheidend dazu beigetragen, dass der Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde gelang.

Guinessbuch-Vertreter Olaf Kuchenbecker (links) übergibt die offizielle Urkunde an Jan Schwiderek von ProSieben, an die Wasserskitrainer Markus Häberle und Jochen Lüers und an AIDA Kapitän Josef Husmann (von rechts nach links).

Kann man hinter einem Kreuzfahrtschiff Wasserski fahren? Diese ungewöhnliche Zuschauerfrage hatte die ARD schon 2006 mit einem gewagten Experiment beantwortet: Das "Traumschiff", die 175 Meter lange MS Deutschland, zog den deutschen Regisseur und Action-Experten Dirk Gion fünf Minuten lang durch die Kieler Bucht. Doch jetzt wurde der Rekord von der Aidabella übertrumpft - auch dank Jochen Lüers, ehemaliger Welt- und Europameister aus Kolbermoor. Auf der Suche nach einer vielversprechenden Rekordmannschaft hatte sich das Team der Pro7-Sendung "Galileo" den deutschen Wasserskisportler 1999 und 2001 als Trainer ins Boot geholt.

Kreuzfahrtschiff zieht Wasserskifahrer

Mehrere tausend Kreuzfahrtgäste staunten nicht schlecht, als der über 250 Meter lange und 315 Millionen Euro teure Riesendampfer auf dem Weg nach Mallorca einen Wasserskifahrer "abschleppte". Los ging es auf dem siebten von insgesamt 13 Decks des Kreuzfahrtschiffes. Dort wurde eine über 100 Meter lange Leine befestigt, das andere Seilende schnappte sich die Besatzung eines begleitenden Schlauchboots. Als die Aidabella Fahrt aufgenommen und ihre Höchstge-schwindigkeit von 22 Knoten (fast 40 km/h) erreicht hatte, kamen Jochen Lüers und Markus Häberle als Trainer mit dem zweiten Beiboot ins Spiel. Sie halfen Fernsehredakteur Jan Schwiderek, sich auf die Wasserski zu stellen und die Hantel zu greifen, so wie sie es vorher mehrfach eingeübt hatten - ein sogenannter fliegender Start während voller Fahrt.

 "Es schien zwar die Sonne, aber bei strammem Wind und vollkommen unkontrollierten Strömungen, die von den mächtigen Schrauben des Schiffes verursacht wurden, hatte Schwiderek enorm zu kämpfen, bis wir ihn lange genug allein lassen konnten, damit der Rekord auch ordnungsgemäß anerkannt werden konnte", so Lüers, der schon Welt- und Europarekorde im Wasserskispringen aufgestellt hat. Genau sechs Minuten und 25 Sekunden lang zog der Luxusliner den Wasserskifahrer hinter sich her - begleitet vom Applaus von Passagieren, Besatzung und Kapitän, die das Spektakel auf den Außendecks verfolgten. "So etwas hab ich noch nie erlebt. Einfach Wahnsinn, dass wir das wirklich geschafft haben", freute sich Kapitän Josef Husmann. Nun steht auch sein Name als Mitinhaber des Weltrekords zusammen mit Wasserskiläufer Schwiderek, Lüers (Trainer) und Häberle (Betreuer) auf der Urkunde. Am morgigen Sonntag ist ab 19 Uhr ein Bericht über den ungewöhnlichen Weltrekord im Rahmen der Sendereihe "Galileo" (Pro7) zu sehen.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

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