Ein Treffpunkt für die Jugend entsteht

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Jugendtreff kommt in den Gemeindekindergarten

Bad Feilnbach - Endlich! Die Feilnbacher Jugend erhält einen eigenen Raum als Treffpunkt. Nach mehreren Fehlversuchen und Übergangslösungen segnete der Gemeinderat einstimmig die Umnutzung des ehemaligen Gemeindekindergartens Bad Feilnbach an der Bahnhofstraße zu.

Einziger Knackpunkt: Die dort eingelagerten Möbel müssen von den Jugendlichen selbst abtransportiert werden. In dem momentan als Vereinsheim (Oberschoss Trachtenkapelle und Plattler) genutzten Gebäude an der Bahnhofstraße wird im Erdgeschoss ein Raum für die Jugend zur Verfügung gestellt. Angedacht ist Karin Priller (Freie Wähler) zufolge, zwei bis drei Mal pro Woche (18.30 bis 21.30 Uhr) einen offenen Jugendtreff zu organisieren - zum Kickern, Ratschen und für Aktionen.

Der Feilnbacher Jugendförderverein erklärte sich bereit, für die Durchführung der Treffs die Verantwortung zu übernehmen. "Derzeit wird in dem Raum aber Schulmobiliar zwischengelagert", wusste Karin Priller. Dies könnte ihrer Ansicht nach allerdings genauso gut im Keller des Heimgartens gestapelt werden und somit Platz für die Jugendlichen entstehen. Um den Raum mit den Minderjährigen gemeinsam gestalten zu können, soll dieser so bald wie möglich zugänglich gemacht werden. "Alle Jugendlichen aus dem Gemeindegebiet werden angeschrieben oder zu einer kleinen Einweihungsfeier geladen", plant Priller. Sie will den Jugendlichen die Möglichkeit geben, "ihren" Treff selbst mitzugestalten - sei es mit Vorhängen, Farbanstrich oder Bildern.

Bis dato nutze man sporadisch Kellerräume im Heimgarten. Diese seien aber nicht ideal. Bedingt durch die dort anstehenden Umbauarbeiten könne man den Raum nicht entsprechend dekorieren und herrichten. "Das Kellergefühl hat zudem einen negativen Beigeschmack", so Karin Priller, die seit langem einen Jugendtreff fordert. Nicht noch einmal wollte Karin Freiheit (SPD) die Jugendlichen vertrösten: "Wir werden doch irgendeine Lagermöglichkeit für die Schulmöbel finden und den Jugendtreff realisieren können", war sie sich sicher. Seit Jahren würde man immer wieder den Jugendtreff schieben, jetzt seien die Minderjährigen aber mal an der Reihe: "Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn sie sich auf der Straße treffen. Sie haben keine andere Möglichkeit", betonte sie.

Solange keine anderweitige Nutzung für das Gebäude oder den Raum notwendig ist, erklärte der Gemeinderat einstimmig sein Einverständnis zum Jugendtreff. Das Freiräumen und Herrichten müsse aber in Eigenleituing geschehen. Dazu will Karin Priller noch vor den Sommerferien Jugendliche gewinnen. "Zusätzliche Helfer sind aber jederzeit wilkommen", so die Gemeinderätin, die bereits Computer von einer Firma für den Treff gespendet bekommen hat. Die Nutzungszeiten seien überdies mit den Vereinen abzusprechen, auch Rücksicht auf die Nachbarn soll genommen werden. Der Startschuss für das Projekt "Jugendtreff" soll laut Karin Priller, die auch Vorsitzende des Feilnbacher Jugendfördervereins ist, bis Oktober fallen. Zum Herbst sollen die Jugendlichen ihr neues Domizil bereits nutzen können.

Mangfall-Bote

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