Grünes Licht für neues Wohngebäude

Kolbermoor - Auf dem noch unbebauten Grundstück an der Albert-Schalper-Straße könnte bald ein Wohngebäude mit zwölf Wohneinheiten und einer Tiefgarage mit 14 Stellplätzen gebaut werden.

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Mangfall-Boten:

Platz für neuen Wohnraum

Für das dreistöckige Vorhaben auf dem 1969 Quadratmeter großen Grundstück wurden im Zuge einer Bauvoranfrage insgesamt drei Varianten vorgelegt: Bei Nummer eins waren die Baukörper zweifach gegeneinander versetzt, bei Nummer zwei nur einfach. Variante drei sah zwei getrennte Baukörper mit eingeschossigem Zwischengebäude vor. Bürgermeister Peter Kloo war der Ansicht, dass eine derart hohe Verdichtung an dieser Stelle durchaus vorstellbar sei. "Wo, wenn nicht an Stellen wie diesen?" meinte er mit Blick auf die zentrale Lage. Zudem gebe es dort die Möglichkeit, barrierefreien Wohnraum zu schaffen.

Bürgermeister Peter Kloo räumte ein, dass man natürlich auch in diesen Punkten reagieren müsse. Doch dürfe man dies nicht als Maßstab dafür nehmen, wenn es darum gehe, ob das aktuelle Vorhaben an dieser Stelle verwirklicht werden könne. Grundsätzlich kein Problem sah Günther Zellner (CSU) in dem Bauvorhaben. Jedoch müsse man genaues Augenmerk auf die Zufahrten legen, die in der Planung von der Albert-Schalper- und Sigmund-Fischer-Straße aus vorgesehen waren. "Besser man konzentriert sich auf eine gescheite ,Ausfahrtstrompete' an der Sigmund-Fischer-Straße", schlug er vor. Laut Hannelore Ring von der Bauverwaltung bestehe durchaus die Möglichkeit, die beiden Ausfahrten zu bündeln.

Sonja Weczerek von den Republikanern sprach sich vom Grundsatz her ebenfalls für die Schaffung von Wohnraum an dieser Stelle aus. "Aber die Infrastruktur unserer Straßen muss passen, sonst lynchen uns die Leute." Die Stadt müsse sich unbedingt etwas einfallen lassen, um die Verkehrssituation auf der nahegelegenen Staatsstraße, auf der es immer wieder zu langen Staus komme, zu entzerren. Der Bürgermeister informierte die Ausschussmitglieder, dass es sowohl einen Planentwurf für die Hertokreuzung mit einer "Rechtseinschleifspur" gebe (Kloo: "Die Frage ist nur: Wer bezahlt das?") als auch einen Vorschlag für den Bereich Albert-Schalper-Straße. Doch hänge der Verkehr auf der Staatsstraße nicht von dem Bauvorhaben an der Albert-Schalper-Straße ab. Michael Eder (CSU) sah nicht in den Auswirkungen auf die Wohnbebauung und -dichte das Problem, sondern wollte, dass sich der Ausschuss eingehender mit der Zufahrtssituation, den Gebäudevarianten und der Dachneigung befasst. Der Ausschuss gab den Planern mit auf den Weg, sich über diese Aspekte ebenso Gedanken zu machen wie über einen Grünordnungsplan. Mit fünf zu zwei Stimmen wurde das Einvernehmen zu dem Vorhaben abgelehnt, jedoch erklärte man, dass sich der Ausschuss eine Bebauung nach dem besprochenen Konzept grundsätzlich vorstellen könne. Somit wurde die Änderung des Bebauungsplanes beschlossen.

el/Manfall-Bote

Rubriklistenbild: © dpa

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