Jugendheim nach „Abriss-Party“ geschlossen

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Dennis Zubbei beim Aufräumen

Prutting - Unverständnis und Empörung herrschten im Pruttinger Gemeinderat über die ausufernde Party von Jugendlichen im Jugendheim am alten Sportplatzgelände. **Video**

Fenster wurden eingeschlagen, das Mobiliar teilweise zerstört, eine Türe eingetreten, ein ganzer Sack von leeren Schnapsflaschen sowie eine Menge Müll und Unrat wurde zurückgelassen. Die Party habe sich bis 5 Uhr früh hingezogen. Einige Besucher wären „zu“ vom Alkohol gewesen.

„Dabei war die veranstaltende Jugendgruppe vorher bei mir, hat um Erlaubnis gebeten und hoch und heilig versprochen, dass alles in geordneten Bahnen verlaufen wird“, zeigte sich Erster Bürgermeister Hans Loy maßlos enttäuscht. Besonders dass Schnaps getrunken werde, sei im Gespräch vorher völlig ausgeschlossen worden. Als Zweiter Bürgermeister Anton Maier dort gewesen sei, sei alles noch einigermaßen geordnet gewesen. Als er später in der Nacht nachgesehen habe, sei alles „völlig aus dem Ruder gelaufen“.

Fritz Meisinger schlug vor, die Betriebssicherheit zu prüfen, Alkoholverbot und das Jugendheim ab 20 Uhr zu schließen. Stefan Schöne war für eine ganztägige Schließung. Josef Huber, Dr. Matthias Huber und Anton Maier plädierten dafür, ein Gespräch mit den Jugendlichen zu suchen um Derartiges in Zukunft auszuschließen. Vorher müsste aber das Heim geschlossen und unter Mithilfe der Verursacher aufgeräumt werden. Rupert Zäch meinte, das Wichtigste sei, dass zunächst gründlich zusammengeräumt werde. Clemens Gottenöf machte darauf aufmerksam, dass die gleiche Gruppe am Rinser See ähnlich undiszipliniert vorgehe.

Der Rat war sich dann einig, dass das Jugendheim zunächst geschlossen werde, mit Hilfe der Jugendlichen aufgeräumt und erst dann weitergesehen werde.

Bebauungsplan: Keine Einwände

Da er nicht betroffen sei, erhob der Pruttinger Rat einstimmig keine Einwände gegen den Bebauungsplan Nummer neun der Nachbargemeinde Vogtareuth. Einstimmig war das Gremium auch dafür, dass der frühere Sitzungssaal im Rathaus möbliert und in Zukunft als Büro genutzt werde.

Ebenso einstimmig billigten die Räte den Ankauf einer Telefonanlage für das Rathaus. Der bisherige Leasing-Vertrag läuft aus und wird nun nicht mehr verlängert. Bei Abnahme der ersten Maßnahme der Dorferneuerung, Straßensanierung im Ort Prutting, wurden einige kleinere Mängel festgestellt, die von der Baufirma im Rahmen der Gewährleistung behoben werden. Bei der Generalsanierung des alten Schulgebäudes der Grundschule Prutting wurden die Trockenarbeiten vergeben. Ein zusätzliches Fenster im Dachgeschoss wird eingebaut.

Von der Höhe der veranschlagten Kosten für die Erneuerung der Wasserleitung unter der Staatsstraße 2095 war das Ratsgremium unangenehm überrascht. Trotzdem waren sich alle einig, dass die aus Grauguss bestehende Leitung im Rahmen der Sanierung der Staatsstraße erneuert werden müsse. Das planende Büro wird beauftragt, die Ausschreibung hinauszugeben. Über die Ausführung und damit den Preis und eventuellen Bau in Teilabschnitten wird die Gemeinde nachverhandeln. Prutting wird sich finanziell an der Erstellung einer Machbarkeitsstudie durch den Landkreis Rosenheim für Breitbandförderung beteiligen. Der Beschluss erfolgte gegen die Stimme von Stefan Schöne. D

em Antrag eines Veranstalters, in Prutting 16 Werbeplakate aufzustellen, wurde in reduzierter Form zugestimmt. Er darf acht Plakate platzieren. Einhellig stimmte der Rat einem Antrag der FFW Prutting zu, einen Zuschuss für den Erwerb eines Feuerwehrführerscheins zu geben. Rainer Tippl erklärte dazu, in Österreich gebe es eine Ausnahmeregelung für Feuerwehrleute. Die Gemeinde Stephanskirchen gebe für alle vier örtlichen Feuerwehren einmal im Jahr einen Zuschuss für je einen Feuerwehrler. Das Gremium beschloss, dass die Gemeinde Prutting im Jahr bis zu zweimal 750 Euro zuschießt.

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