Regierung gibt grünes Licht

Kolbermoor - Grünes Licht für die Erweiterung des bestehenden Bau- und Heimwerkermarktes mit Gartencenter um 1100 Quadratmeter hat jetzt die Regierung von Oberbayern gegeben.

Die Regierung fordert dabei aber insbesondere die so genannten innenstadtrelevanten Randsortimente des Bau- und Heimwerkermarktes wie etwa Haushaltsartikel und Lampen auf die derzeit genehmigten rund 620 Quadratmeter zu begrenzen.

Wegen der Lage im Überschwemmungsgebiet der Mangfall muss der Hochwasserschutz in Absprache mit den zuständigen Fachbehörden durch geeignete Bauvorsorgemaßnahmen gewährleistet werden.

Wie berichtet beabsichtigt die Firma Quest Familie Werndl GmbH den Bau- und Heimwerkermarkt mit Gartencenter zu erweitern. Im Einzelnen sind dort künftig folgende Verkaufsflächen vorgesehen: Rund 5850 Quadratmeter für den Baumarkt (bisher rund 4590 Quadratmeter), davon rund 600 Quadratmeter für die innenstadtrelevanten Randsortimente. Außerdem rund 1430 Quadratmeter für den Gartenmarkt (bisher waren dies rund 1580 Quadratmeter), davon 200 Quadratmeter für innenstadtrelevante Randsortimente.

Erschließung über Rosenheimer Straße

Das Vorhaben soll verkehrsmäßig über die Rosenheimer Straße, die die Städte Rosenheim und Kolbermoor verbindet, erschlossen werden. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr soll über die zirka zehn Minuten zu Fuß entfernte Bushaltestelle der Linie 2 (Aicherpark) und den zirka 14 Minuten entfernten Bahnhof in Kolbermoor sichergestellt werden.

Wichtige Aspekte geprüft

Die Regierung von Oberbayern hatte wie berichtet im September 2009 das Raumordnungsverfahren eingeleitet und dazu die Stellungnahmen von insgesamt 16 Behörden, Institutionen und Kommunen eingeholt und geprüft. Sie prüft im Raumordnungsverfahren, wie sich das geplante Vorhaben auf die für die Raumordnung wichtigen Aspekte, wie zum Beispiel Natur und Landschaft, Wasser, Verkehr, Immissionsschutz, Stadtentwicklung und Wirtschaft auswirkt.

Dazu hört die Regierung als höhere Landesplanungsbehörde Fachbehörden, Kommunen, Verbände und sonstige betroffenen Organisationen an. Die Regierung bittet ferner die betroffenen Kommunen, die Projektunterlagen für einen angemessenen Zeitraum und möglichst auch während arbeitsfreier Zeiten öffentlich auszulegen.

Anhand der eingegangenen Stellungnahmen prüft die Regierung dann, ob und unter welchen Maßgaben das Projekt mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist und wie es mit Vorhaben öffentlicher oder sonstiger Planungsträger abgestimmt werden kann. Die Regierung wägt die einzelnen Belange gegeneinander ab und schließt das Raumordnungsverfahren mit der so genannten "landesplanerischen Beurteilung".

re/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © dpa

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