Reibungsloser Ablauf in Kolbermoor

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Mit vereinten Kräften stemmten die Trachtler den neuen Maibaum am Marktplatz in die Höhe.

Kolbermoor - Knapp 30 Meter hoch leuchtet der neue Maibaum der Stadtsingschule Kolbermoor in den bayerischen Farben Blau und Weiß am Platz vor dem Alten Rathaus in den Himmel.

Mit vereinten Kräften stellten am Sonntag die Trachtler den prächtigen Baum auf, begleitet von mehr als 1000 Zuschauern, die das Spektakel gespannt verfolgten.

Maibaum in Kolbermoor aufgestellt

Unzählige "Hau ruck" von Max Drexler, der bewährt das Kommando führte, waren nötig, bis der stattliche Baum in die Senkrechte gestemmt war. Der Applaus der Zuschauer war groß, als der neue Maibaum, mit einem Wetterhahn an der Spitze und damit gut 28 Meter hoch, nach gut eineinhalb Stunden und großer Anstrengung endlich in seiner Verankerung stand. 

Zuvor war der Baum per Pferdegespann bereits am frühen Morgen aus dem Versteck transportiert und zwischengelagert worden - denn das Freibad gehörte gestern ab 8 Uhr den Badegästen. Dort war der Baum zuletzt Tag und Nacht von den Mitgliedern der Stadtsingschule bewacht worden, um einem weiteren Diebstahl zuvorzukommen, was letztlich auch gelang. Noch ungeschmückt war der Baum Anfang April schon einmal abhanden gekommen, konnte dann aber, wie berichtet, "zurückgestohlen" werden.

Musikalisch wurde gestern Vormittag das Maibaumfest eingeleitet: Die Kinderchöre stimmten zu frohen Liedern an, bis endlich das Haflingergespann in Sicht war: mit dem stattlichen, gut 28 Meter langen und 1,3 Tonnen schweren Baum, geschmückt von den Frauen der Stadtsingschule.

Mit jeder Menge Hintergrundwissen unterhielt dann Ansager Norbert Scherbaum die Zuschauer, die sich dicht um die von der Feuerwehr abgesperrte Aufstellfläche drängten oder es sich mit Brotzeiten, Getränken oder Kaffee und Kuchen auf den Biertischgarnituren unter den Bäumen gemütlich machten. Die musikalische Auflockerung übernahm die Stadtkapelle, die jedes "Hau ruck" mit einem kräftigen Tusch begleitete.

Nach getaner Arbeit folgte schließlich noch eine Auszeichnung: Max Ranzinger, der erneut den Maibaum auf Vordermann gebracht hatte, erhielt von Seiten der Stadtsingschule eine Dankurkunde überreicht. Von ihm stammen auch die kunstvollen Taferl, die die Feuerwehr Anfang der Woche anbringen wird. Gestiftet hatte den Baum die Familie Franz Taxer aus Oberhart.

Der Festtag stand zudem im Zeichen der Ökumene: Die Kolbermoorer Bauwagenkirche läutete bei dieser Gelegenheit die "Saison 2011" ein und lud zu einem Gottesdienst "Wie lieblich ist der Maien", der von den Bläsern der Stadtsingschule begleitet wurde. Zudem wurde eine Ausstellung zum Thema "Brot für alle" präsentiert. Auf ihre Kosten kamen auch die Flohmarktfreunde: Sie konnten entlang der Albert-Loher-Straße nach Herzenslust stöbern.

Mit Musik, Brotzeiten und den Auftritten der Goaßlschnoizer klang der Nachmittag schließlich aus.

Rosi Gantner (Mangfall-Bote)

 

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