Die Ritter sind los

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Die Gaukler-Eleven (von links) Michi, Christina und "Jungrecke" Korbinian üben mit "Jonglier-Meister" Benny.

Bad Aibling - Kecke Knappen, anmutige Burgfräulein und edle Ritter: In Bad Aibling sind die Ritter los - zur Freude unzähliger Kinder!

"Zurück ins Mittelalter" lautet das Motto für Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 13 Jahren: Das vom Jugendtreff "Kick" und der Mobilen Jugendarbeit bereits zum vierten Mal veranstaltete Mittelalterlager am Aiblinger Ablass (nördlich der Thürhamer Glonnbrücke) bietet in der Karwoche die Gelegenheit, ins mittelalterliche Ritterleben einzutauchen. Abschluss und Höhepunkt bildet das große Mittelalterfest am Karsamstag (15 bis 20 Uhr).

Edle Ritter, kecke Knappen, anmutige Burgfräulein und zahlreiche Kinder bewegen sich im Lager: Gleich am Eingang üben die Gaukler und "Jongleur-Meister". Benny erklärt seinen Eleven: "Ihr müsst immer zuerst den rechten und dann den linken Ball hochwerfen".

Am Schmiedefeuer wird unter der Anleitung von "Burgschmied" Sascha ein Eisenstück zum Glühen gebracht und dann auf dem Amboss mit Hämmern zurecht geschmiedet. "Fest kneten" ruft Fabian, "der Herr der Teige", seinen Backschülern zu, die den Teig für leckere Kräuter- und Olivenbrote vorbereiten.

Unter Qualm und in geheimnisvollen Töpfen in der "Hexenküche": die "Nachwuchshexen" Sonja, Marie und Johanna mit "Oberhexe" Franziska.

Für das leibliche Wohl des mittelalterlichen Lagervolkes kümmert sich auch der oberste "Küchenherr" Valentin, der mit seinem Gesinde in der "Lager-Taverne" überaus wohlschmeckende, mit Äpfeln und Nüssen gefüllte Fastenkrapfen herstellt. Indessen wird vor den schwarzen Jurten (Zelten) der Schwerterkampf geprobt: "einmal nach links, einmal nach rechts und dann von unten", lauten die Kommandos des ritterlichen "Fechtmeisters" Sebastian.

In einer der Jurten sitzen Mädchen beim Filzen, ein Ball soll entstehen. Gleich nebenan in der "Hexenküche" werden unter den wachsamen Augen von "Hexe" Franziska in geheimnisvollen Töpfen Lippenbalsam und Kräuterpesto angerührt, Papier auf "alt" bearbeitet und Kerzen gezogen.

In der Töpferwerkstatt im Nachbarzelt werden aus Ton Figuren und Perlen geformt und anschließend im Bäckerei-Ofen gebrannt. Im Maler-Atelier werden Tafeln farbig gestaltet.

Währenddessen baut im Freien der Waldläufer- und Abenteurertrupp eine Strohpuppe für das Ringe-Stechen beim Abschlussfest und zwischendurch gibt im Lagerzentrum der stattliche Herold Moritz bekannt, wann die nächsten Spiele und Aktivitäten stattfinden.

Üben den Schwerterkampf: Korbinian und Fechtmeister Sebastian.

Mira Struckmeier vom Jugendtreff, die zusammen mit Lola Kellner (Mobile Jugendarbeit) den mittelalterlichen Lagerbetrieb leitet, zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf: "Es macht viel Arbeit, aber noch viel mehr Spaß, das Mittelalterlager zu organisieren", betont sie, "die Kinder und Jugendlichen sind mit Feuereifer dabei, erleben die wohltuende abendliche Atmosphäre des Lagerfeuers und übernachten auch hier in den Jurten".

Neue Junker und Knappen willkommen

"Burgschmied" Sascha weist Andreas in die Schmiedekunst ein.

Beim Abschlussfest am Karsamstag können die kleinen Ritter und Burgfräulein ihr Geschick bei mittelalterlichen Spielen unter Beweis stellen, außerdem zeigen eine Schwertkampfgruppe und wackere Recken zu Pferde ihr Können. Eine Falknergruppe bietet eine eindrucksvolle Vogelschau und am Abend sorgen Feuerkünstler für spektakuläre Einlagen. In der Taverne werden Speis' und Trank angeboten und an mehreren Marktständen selbstgefertigte Waren feilgeboten.

Bis dahin können noch Kinder und Jugendliche am mittelalterlichen Lagerleben teilnehmen: "Wir haben noch Plätze frei, einfach täglich ab 13 Uhr vorbeikommen", ermuntert Mira Struckmeier.

bjn/Mangfall-Bote

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