Rollende Raritäten zogen die Blicke auf sich

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Bulldogs und weitere Oldtimer-Fahrzeuge, so weit das Auge reicht, präsentiert auf der Wiese vom "Kirmer" in Mietraching.

Mietraching - Zu einem "Eldorado" für die Liebhaber alter Bulldogs und Traktoren wurde die Dorfmitte von Mietraching.

Die dortigen Oldtimer-Freunde hatten im Rahmen des Stopselclub-Sommerfestes zum fünften Bulldog-Treffen eingeladen.

Bereits ab 9 Uhr beherrschte das markante "Nageln" der dieselbetriebenen Veteranen die Geräuschkulisse und aus den meist senkrecht angebauten Schalldämpfer-Rohren entwichen die Dampfwolken, deren Geruch sich ebenfalls während des ganzen Tages über das Dorf legte.

Vorherrschend waren dabei die Marken Lanz, Eicher, Deutz und Hanomag, aber auch eher seltene Fabrikate wie Kramer oder Landini waren zu sehen.

In Reih und Glied standen die "Porsche-Veteranen" aus den späten 50er- bis frühen 60er-Jahren.

Und wer bei "Porsche" nur an sportliche Autos mit Hochgeschwindigkeit denkt, der musste sich eines besseren belehren lassen: Fein säuberlich und auf Hochglanz gebracht, stand eine ganze Reihe Traktoren aus den 50er- und 60er-Jahren auf der Wiese vor dem Festzelt. Darunter ein seltenes Exemplar, auf das Besitzer Georg Zeltsperger von den Porsche-Freunden Großkarolinenfeld besonders stolz ist: Ein Bulldog, Baujahr 1961, der nur 30- bis 50-mal hergestellt wurde.

Das schöne Sommerwetter nutzten auch einige Familien, die komplett auf ihrem Oldtimer-Bulldog aufsaßen, um beim fünften Bulldog-Treffen der "Oldtimer-Freunde Miadakin" dabei zu sein. Auch die Jüngsten hatten ihren Spaß und so mancher Sohn oder Enkel eiferte Vater und Großvater nach.

Doch nicht nur Bulldogs und Traktoren waren nach Mietraching gekommen, auch alte Motorräder, darunter eine BMW R2, Baujahr 1933, und Autos wie der legendäre VW-Käfer (Ende 60er-, Anfang 70er-Jahre) wurden bestaunt.

Beim Anlassen: ein Eicher, Baujahr 1955, 22 PS, von Bernd Heimgartner aus Högling.

Eine Ausnahme von den motorbetriebenen Fahrzeugen gab es auch noch: Peter Stockinger hatte seinen "Fahrrad-Veteranen", ein "Dürrkopp" aus dem Jahr 1955 mitgebracht, das von ihm liebevoll gepflegt wird und noch voll funktionsfähig ist.

Alle, die eines der Fahrzeuge aus den Jahren 1930 bis 1970 mitgebracht hatten, erhielten nicht nur ihre Urkunde, die ein von Sepp Metz bei der Anfahrt aufgenommenes Bild ihres Oldtimers zierte, sondern vom Veranstalter auch Gutscheine für Essen und Getränke. Auch deshalb hatten die Helfer des Stopselclubs im Festzelt alle Hände voll zu tun. Hochbetrieb herrschte nicht nur in der Küche bei der Mannschaft um "Küchenchef" Diether Fraunholz, auch an der Schänke bei Andi Schenkel, "Lui" Waldleitner und Martin Hehlert gab es kaum Verschnaufpausen. Dafür, dass alles schnell an den Tisch der Gäste kam, sorgten die fleißigen Bedienungen.

Für passende musikalische Klänge war Walter Siersch verantwortlich, der auf Keyboard und "Ziach" unermüdlich aufspielte. Besten Absatz fanden am Nachmittag die zum Kaffee angebotenen Kuchen, Torten und Schmalznudeln, wie immer von den Dorffrauen selbst gebacken.

Ein gemütlicher Sommerfest-Abend beendete dann den Sonntag, dem sich das Ochsen- und Kesselfleisch-Essen (Bericht folgt) am gestrigen Montag anschloss.

uhe/Mangfall-Bote

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