Auf geht's: Kellerberg wird "verwandelt"

Zurzeit wird an einer Planung für den Kellerberg gearbeitet. Fix: das Ärztehaus auf dem Deck der städtischen Tiefgarage.

Bad Aibling - Es tut sich was am Kellerberg: Lange lag das Areal brach, jetzt arbeitet das Rosenheimer Architekturbüro des neuen Eigentümers emsig an einer Entwurfsplanung.

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Malz- und Sudhaus mit Lofts

Es tut sich was am Kellerberg. Nach dem Wechsel des Grundstückseigners (Versteigerung, wir berichteten) arbeitet dieser mit seinem Architekten an der Planung - diese sieht nach wie vor ein Ärztehaus und Läden vor, aber mehr Wohnungsbau als in vorherigen Projektentwürfen.

An den großen Zügen der Planung soll sich nach Informationen unserer Zeitung wenig ändern: Das Ärztehaus auf der städtischen Tiefgarage bleibt zweigeschossig. Auf dem dort sich ergebenden Plateau findet auch der einst anvisierte zweite zweigeschossige Baukörper (zurückversetzt) Platz - doch nun ohne Sitzterrasse, Café/Restaurant. Das Gebäude wird dem Ärztehaus "zugeschlagen". Spaziergänger können dennoch das Plateau als Aussichtsplattform nutzen.

Zu den Eckpunkten gehört eine Komplettnutzung der Gewölbe - wie schon zuvor mit Läden sowie nunmehr im Kellergewölbe unter dem Malzhaus mit einer Gastronomie (früher: Disco). Das Malzhaus, in städtischem Besitz, soll entkernt und zusammen mit dem Sudhaus (Gebäude neben dem Camino-Kinderhaus) zu einem Duo mit Loftwohnungen umgebaut werden.

Zur Krankenhausstraße hin sind zwei bis drei weitere Mehrfamilienhäuser mit Hofcharakter (früher: Lebensmittelmarkt) samt Tiefgarage angedacht. Dieser Bereich wird als Fortsetzung des Wohnquartiers an der Krankenhausstraße gesehen und von dort auch erschlossen. Wohnungen bilden Bürgermeister Felix Schwaller zufolge für das Gesamtprojekt eine wirtschaftliche Stütze.

Das "Wäscherei-Haus" an der Rosenheimer Straße weicht später einem Neubau.

Manche Idee aus vorherigen Planungen wird übernommen. Zum Beispiel, so die Gedankenspiele, die Fußgängerpassage, die vom Ludwigsplatz aus über eine Treppenanlage vorbei an den Kellergewölben bis zur Gastronomie unter dem Malzhaus führt. Für das Ärztehaus/Gewerbe ist eine zweite Tiefgarage auf der freien Fläche gegenüber der städtischen Tiefgarage (Rosenheimer Straße/Kellerstraße) in Betracht gezogen. Das Eckhaus (Wäscherei) soll zudem einem Neubau weichen. Für dieses Grundstück besteht längst Baurecht. Beim Thema Stellplätze steht die städtische Tiefgarage im Fokus. In der Vergangenheit hatten sich Stadträte auch schon mal für deren Verkauf an einen dann seriösen Investor ausgesprochen. Die Diskussion bewegt sich jetzt in zwei Richtungen: Beide Ebenen verkaufen, alternativ aber nur die unterste, die dann für die Öffentlichkeit tabu ist und entsprechend abgesperrt wird. Inwieweit hier eine Doppelnutzung möglich ist - abends, nach Schließung des Ärztehauses und der Geschäfte, öffentliches Parken - ist zu prüfen. Möglichst im Juli sollen alle Reflexionen in einer Entwurfsplanung zusammengefasst sein und erstmals dem Stadtrat präsentiert werden. Die Verwaltung erhofft sich ein zügiges Verfahren, so dass im Oktober der Satzungsbeschluss gefasst und Baurecht geschaffen werden kann.

Elke Wrede-Knopp/Mangall-Bote

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