Jugendliche richten 33.000 Euro Schaden an

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Eine völlig demolierte Pistenraupe sowie zerstörte Gerätschaften für Kinderskikurse hinterließen Vandalen in der Nacht auf Sonntag. Fotos strim

Bad Feilnbach - Gestern berichteten wir über vier Jugendliche, die den Notruf missbrauchten. Nun steht fest: Dieselben Jungen verwüsteten auch das Skifeld auf der Köglwiese.

UPDATE 13:05 Uhr

Wie die zuständige Polizeiinspektion Brannenburg auf Anfrage von rosenheim24 mitteilte, kam man sehr schnell auf die Spur der jugendlichen Übeltäter (13 und 14 Jahre alt).

Ein Anwohner wunderte sich am Sonntagmorgen über eine Leiter, die an einem Gebäude an der Köglwiese angelehnt war. Der Verdacht war berechtigt, denn tatsächlich waren Jugendliche in der Nacht in das Gebäude eingebrochen und hatten auf dem Gelände eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Hilfsmittel wie Abgrenzungen und Holzfiguren, die zur kindgerechten Gestaltung der Skikurse dienten, wurden zerstört und eine Schneeraupe schwer beschädigt. Der entstandene Totalschaden der Pistenraupe soll bei rund 30.000 Euro liegen, der Sachschaden der Hilfmittel wird auf 3.000 Euro geschätzt.

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Die Polizeimeldung zum Telefonstreich

Die Identität der Vandalen konnte dann später durch Schuhspuren im Schnee festgestellt werden, als man die Jugendlichen wegen eines anderen Vergehens in Gewahrsam nahm. Ein Täter, dem die Spuren im Schnee zugeordnet werden konnten, gab dann alles zu. Beide hätten sich gegen Mitternacht aus der elterlichen Wohnung geschlichen und durch den Ort getrieben. Dabei verursachten sie den Schaden am Zwergerlhang und an der Pistenraupe. Die Schüler erwartet nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, Missbrauch von Notrufen und Beamtenbeleidigung, des Weiteren eine Schadensersatzforderung des Geschädigten.

Über ein öffentliches Telefon missbrauchten die gleichen Jugendlichen in den frühen Morgenstunden des Sonntags auch den Polizeinotruf, wobei die Polizei zu dem Zeitpunkt noch von vier jugendlichen Tätern zwischen 13 und 16 Jahren sprach. Sie riefen mehrfach den Notruf an und beleidigten den Beamten in der dortigen Einsatzzentrale. Jedes Mal wenn sich ein Streifenwagen der Telefonstelle näherte, waren die Verursacher verschwunden. Doch beim wiederholten Spaßanruf wurden sie ertappt, zwei Jugendliche konnten in Gewahrsam genommen und anschließend ihren überraschten Eltern übergeben werden.

Die Schüler erwarten nun Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Missbrauch von Notrufen und Beamtenbeleidigung und natürlich eine Schadensersatzforderung des Geschädigten.

Der Artikel aus dem Mangfallboten

Es hätte ein fröhlicher und unbeschwerter Kinderskikurs für Zwergerl werden sollen, zu dem die SVBF-Sparte Alpin aufgerufen hatte. Doch massiver Vandalismus an Figuren und Maschinen sorgt für Kopfschütteln und Fassungslosigkeit bei den Verantwortlichen.

Für die alpinen Nachwuchstalente und die Spartenverantwortlichen war am Samstag noch alles auf der Köglwiese in Lippertskirchen in Ordnung. Auf speziellen Steighilfen den Hang erklimmen, in Pflugstellung, oder für die Kleinen verständlicher "Pizza"-Haltung, durch Hindernisse gleiten, bereitete den Buben und Mädchen Spaß.

Ziel des Kurses: Den Kindern das Grundwissen im Umgang mit zwei frisch gewachsten Brettern unter den Füßen auf Schnee vermitteln. Zahlreiche ehrenamtliche und vereinseigene Übungsleiter sind dazu unter Federführung von Spartenchefin Ilonka Breitkopf im Einsatz. Höhepunkt für die Kleinen: der Parcours mit Figuren, Toren und einem Slalom aus Hütchen.

Entsetzen und Wut dann am Sonntag bei den Verantwortlichen: Randalierer hinterließen auf dem Trainingsgelände ein Feld der Verwüstung. Glassplitter zerbrochener Windschutz- und Seitenscheiben, von Scheinwerfern und Rundumleuchten einer historischen Pistenraupe, Holzsplitter zerbrochener Figuren und zerstörte Gegenstände zur altersgerechten Gestaltung des Kinderskikurses "zierten" das Gelände.

Der Schaden sei immens, so Sparten- und Übungsleiter unisono. An der Schneeraupe, einem zwischenzeitlichen Unikat des Typs Prinoth aus dem Jahre 1970, mit der das Material angekarrt wurde und wieder abgefahren werden sollte, entstand Totalschaden. Nach Angaben des Besitzers, der sich mit Hingabe um den Erhalt des Fahrzeuges bemüht hatte, habe das Gefährt nur noch Schrottwert. Ersatzteile könnten nicht mehr beschafft werden, eine Reparatur sei somit unmöglich.

Einige Tafeln und Tierfiguren - speziell für Kinderskikurse von Ehrenvorstand Peter Koch in Handarbeit hergestellt und bemalt sowie einige Hütchen - sind ebenfalls nicht mehr verwendungsfähig.

Konsequenz für den laufenden Skikurs: Aufgrund von Aufräumarbeiten - insbesondere dem Beseitigen der Scherben - konnte das Training erst verspätet beginnen. Bei Trainern, Übungsleitern und Helfern herrscht Fassungslosigkeit über den Vandalismus. Ehrenamtliches Engagement sei hier mit Füßen getreten worden.

pes/Mangfallbote/Marcel Görmann

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