Schulfilm goes online

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Rosenheim – Die Zeiten von staubigen Filmrollen sind vorbei: Lehrfilme kommen nun via Internet in die Rosenheimer Klassenzimmer. Die dazu notwendige Software „M3-Online“ wurde in der Michael Ende Schule in Raubling vorgestellt.

Für Lehrer und Erzieher entfällt damit das rechtzeitige Vorbestellen eines audiovisuellen Mediums wie Video, DVD oder 16 mm Film. Auch das Beachten der Öffnungszeiten des Pädagogischen Medienzentrums oder die für analoge Medien geltende einwöchige Verleihfrist sind nicht mehr von Belang. M3-Online ermöglicht das Herunterladen, Speichern und Abspielen eines Films. Neben Filmen werden auch andere Medien wie beispielsweise Lernpakete für den Unterricht angeboten.

Großer Vorteil des Systems ist, dass die Kunden des Pädagogischen Medienzentrums, die vielfach über einen leistungsfähigen Internetzugang, Server und Beamer verfügen, keine zusätzlichen EDV-Einrichtungen wie einen eigenen Schulmedienserver benötigen. Eine Lehrkraft kann mittels eines einfachen und kostengünstigen USB-Sticks Filme herunterladen und im Unterricht einsetzen. Auch die Schülerinnen und Schüler können die Medien, soweit es die Schule erlaubt, auf ihren PCs nutzen. Lehrer Christian Jörg, er ist an der Michael Ende Schule für die Neuen Medien zuständig, sah noch weitere Vorteile durch M3-Online. So sei man in der Unterrichtsvorbereitung nicht mehr darauf angewiesen, ob der Film überhaupt zur Verfügung steht oder ob ihn ein Kollege einer anderen Schule ausgeliehen hat. Der Film sei permanent zugänglich und nie vergriffen.

Landrat Neiderhell lässt sich die neue Software zeigen

Herbert Engl, der Leiter des Pädagogischen Medienzentrums kündigte an, zweigleisig fahren zu wollen. Die vorhandenen Unterrichtsmedien, die meist als DVD angeboten werden, bleiben noch ein paar Jahre im Bestand. Wenn Lehrer aufgenommene Fernsehsendungen in der Schule zeigen, verstoßen sie damit gegen das Urheberrecht. Medienzentrumsleiter Engl will deshalb versuchen, das Angebot um Produktionen von arte oder ZDF History zu erweitern, um so ihren Einsatz im Unterricht legal zu ermöglichen. Landrat Josef Neiderhell sagte, er sei glücklich, dass die moderne Technik im Klassenzimmer Einzug halte. Wenn das Angebot so angenommen werde, wie wir es hoffen, dann würden weitere Medien angeschafft. Wir reden nicht nur über Bildung, wir tun auch was dafür, so der Landrat abschließend.

Bei den zur Verfügung stehenden Online-Medien handelt es sich zum Teil um herkömmliche Unterrichtsfilme, die für das Internet aufbereitet wurden. Hinzu kommen noch eine ganze Reihe neu produzierte, didaktisch aufbereitete Medien, die in hervorragender Qualität zur Verfügung stehen. Für die Erstausstattung der Medien gibt der Landkreis rund 100.000 Euro aus.

Interessierte Schulen können sich an das Pädagogisches Medienzentrum Rosenheimwenden, um Zugang zu der neuen Software zu erhalten.

Rubriklistenbild: © cs

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