Schwarz-rot-goldener Jubel am Königssee

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Königssee -  Zweimal Gold, dreimal Silber - die deutsche Bilanz der ersten drei Wettbewerbe bei der Bob- und Skeleton-WM am Königssee kann sich sehen lassen.

Nach WM-Gold von Cathleen Martini bei den Damen am Samstag waren die Herren am Sonntag im Zugzwang und bewiesen Nerven. Thomas Florschütz und Manuel Machata holten zeitgleich Silber im Zweier. Beim Team-Wettbewerb landeten die beiden deutschen Teams auf den Plätzen eins und zwei.

Hier geht's zu den Ergebnissen aus dem Team-Wettbewerb.

Mit Spannung erwarteten die Fans im Ziel 'ihre' Bobteams. Nach drei Läufen lag Lokalmatador Karl Angerer auf Platz sieben. Die Chance auf eine Medaille war gleich null und trotzdem gab der Marktschellenberger nicht auf. Mit kurzzeitigem Bahnrekord - wie bereits im zweiten Lauf - zeigte er auf und konnte sich im Ziel feiern lassen.

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Den Amerikaner Steven Holcomb und den Italiener Simone Bertazzo konnte Angerer noch hinter sich lassen, dann kam der Schweizer Beat Hefti, der bereits am Samstag den Bahnrekord des Lokalmatadors eingestellt hat. Auch diesmal lies er sich nicht lumpen und stellte Angerers Bahnrekord mit einer Zeit von 49,79 Sekunden ein.

Am Start warteten noch die besten Drei des ersten Durchgangs. Manuel Machata, Thomas Florschütz und Alexander Zubkov. Machata, als dritter des ersten Durchgangs, startete zuerst. Daumen drückend starrten die Zuschauer auf die Leinwand im Ziel und bei jeder Zwischenzeit wurde der Jubel lauter. Bis der Ramsauer im Ziel war und die 1 aufleuchtete. Blieb die Frage, was macht Thomas Florschütz und vor allem der führende Russe.

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Florschütz startete gut. Hielt seinen Vorsprung auf den Teamkameraden, doch dann schmolz der Vorsprung. Machata im Ziel: "Als der Vorsprung geringer wurde, hab ich schon kurz überlegt, ob da noch was geht. Aber dass wir dann zeitgleich Zweite wurden ist einfach genial." Ja, Florschütz hatte im Ziel exakt die gleiche Zeit wie der für Potsdam startende Machata. Da gab es im Ziel kein Halten mehr.

Die Fans jubelten, die Bobfahrer lagen sich in den Armen und mittendrin das WM-Maskottchen, der Bieber. Darunter stecken abwechselnd die Schwestern Julia und Hanni Aschauer. Sie haben viel Spaß, mit den Kindern zu jubeln und zu feiern. An manchen Tagen laufen sie bis zu sieben Stunden im Murmeltier-Kostüm herum. „Das ist manchmal schon anstrengend, der Kopf vom Kostüm ist so schwer. Aber wir können uns ja immer abwechseln.“

Hier geht's zur kompletten Ergebnisliste.

Und am Sonntag stand natürlich das Feiern mit den siegreichen Bobteams auf dem Programm. Die von keinem geringeren ihre Medaillen überreicht bekamen als von Fürst Albert von Monaco, der an die Bahn gekommen war, um sein Team anzufeuern. Immerhin saß der Fürst selbst bei Weltmeisterschaften bereits in einem Bob.

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

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