Schweinegrippe auf dem Vormarsch

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Traunstein - Im Landkreis Traunstein sind von der Viruserkrankung 220 Personen betroffen - Tendenz steigend. Gesundheitsamt empfiehlt Impfung.  

Neun Menschen sind bisher an der Schweinegrippe in Deutschland gestorben. Seit dem 26. Oktober können sich die Bürger bei den Hausärzten impfen lassen. Doch die Nachfrage nach dem Impfstoff ist bisher sehr gering. Das könnte darin liegen, dass sich viele „Experten“ zu den Nebenwirkungen auffallend unterschiedlich geäußert haben. 

Von „starken Nebenwirkungen“ bis zur „völlig harmlosen Impfung“ war die Rede unter Ärzten und Pharmakonzernen - zur Aufklärung der Bevölkerung hat der Wirrwarr nicht gerade dazu beigetragen. 

Zudem wurden die Menschen von der Nachricht verunsichert, dass zwei verschiedene Impfstoffe existieren - der eine, den unter anderem die Bundeswehr für ihre Soldaten bestellt hat, völlig harmlos und ohne Nebenwirkung, der andere mit bisher unbekannten Nebenwirkungen, die sogar tödlich enden können.

„Im Hinblick auf eine Nutzen-Risiko-Abwägung plädiere ich für eine Impfung, denn man weiß nicht ob die Schweinegrippe künftig so glimpflich abläuft wie bisher“, sagt Dr. Franz Heigenhauser, Chef des Gesundheitsamtes Traunstein.

Nach seinem Wissensstand hätte es bisher keine gravierenden Nebenwirkungen mit dem Impfstoff gegeben. Heigenhauser beobachtet in den letzten Tagen eine vermehrte Nachfrage nach dem Impfstoff in der Bevölkerung. Die Verteilung der Dosen verlaufe besser als zu Beginn der Impfung. „Die Apotheken bestellen mehr Packungen mit dem Impfstoff, auch die Ärzte beteiligen sich nun an der Impfung“, betont Heigenhauser.

Dass sich tatsächlich jeder Bürger gegen die Schweinegrippe impfen läßt, gleich wie stark sich der Virus verbreitet, ist wohl eher sehr unwahrscheinlich. Trotz steigender Nachfrage - die Zahl der Skeptiker ist wesentlich größer, als die der impfbereiten Menschen. (sf)

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Rubriklistenbild: © sf

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