Seit 100 Jahren steht Vagen unter Strom

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Hochspannung: Die Schaltzentrale des genossenschaftseigenen E-Werks, das vom Wasser des Goldbaches gespeist wird.

Vagen - Seit über einem Jahrhundert wird in Vagen mittels Wasserkraft elektrischer Strom erzeugt.Die Wasserversorgung der Bewohner war jedoch schon im Jahr 1812 gesichert.

Denn damals hatte fast jedes Anwesen einen eigenen Hausbrunnen. Dies erfuhren jetzt die Teilnehmer einer Informationsveranstaltung.

Witterungsbedingt wurde die Begehung der Turbinenanlage am Tuffberg kurzfristig abgesagt. Daraufhin fand sich im Dorf-Café in Vagen die Gruppe wissbegieriger Vagener mit Bürgermeister Bernhard Schweiger, Landtagsbegeordnetem Alexander Radwan und Ingenieur Georg Seiler ein. Rudi Haimerl vom CSU-Ortsverband empfing als Organisator die Bürger.

Helmut Braun, Vorstandsmitglied der Elektrizitäts- und Wassergenossenschaft Vagen (Gründung 1935), gab einen geschichtlichen Einblick in die Gründerzeit, den Bau des Turbinenhauses und der Quellfassung. Wasserwart Franz Kögl informierte zudem über die Wasserversorgung der Ortschaft. EWG-Vorstand Georg Schäffler und Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Steffl ergänzten die Historie mit Fotos.

Rege Diskusson: Bürgermeister Bernhard Schweiger stand für Fragen der Vagener zu den Themen Wasser und Strom zur Verfügung.

Mit dem Bau einer Hochdruckwasserleitung für den allgemeinen Hausanschluss wurde 1902 begonnen, er dauerte ein Jahr lang. Auch der Brandschutz hatte zu dieser Zeit schon Bedeutung. Für den damaligen Gebrauch wurden ausreichend Hydranten installiert, die 1903 mit einer "feierlichen Hydrantenprobe" an die bereits 1870 gegründete Feuerwehr Vagen übergeben wurden.

Auch auf den schon in früheren Jahren aufgelassenen Steinbruch oberhalb des Kellerwirts gingen die Referenten ein. Dieser wurde später zur Kleinkaliberschießstätte umfunktioniert und nach 1945 von den amerikanischen Besatzungstruppen benutzt. Heute erinnert nichts mehr an dieses Gelände. Eine rege Diskussion, die sich über viele Themen hinzog, schloss sich den Vorträgen an.

Diplom-Ingenieur Seiler durchleuchtete unter dem Thema "Wasser, unsere Lebensgrundlage" das köstliche Nass als trinkbares Produkt, aber auch als Energiespender. Seiner Meinung nach ist Wasser energetischer Informationsträger und somit das Herz allen irdischen Lebens.

So entstünden so genannten Wasser-Klang-Bilder. Wenn sich Schwingungsstrukturen im Fließgleichgewicht formieren, bilden sich daraus Formen. Beispiele dazu zeigte der Referent in Bildern als Wasser- oder Eiskristalle in ihrer Formvielfalt. Ob nun diese Schwingungen in Resonanz oder Dissonanz ihre Informationen weitergeben, ist Seiler zufolge von den Menschen als Informationsgeber abhängig.

Was die Erhaltung von sauberem Wasser und Elektrizität angeht, verwies der Referent auf die Gefahren, die durch den menschlichen Eingriff in die Natur gegeben sind, wenn Kondensatorenebenen verschoben oder verlagert werden.

wü/Mangfall-Bote

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