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Serenade wieder Zuschauermagnet

Vier Jahre Geduld enden in Begeisterung: Romantische Sommernacht im Schlosspark Vagen

Verzauberte die Besucher im zauberhaften Schlossgarten in Vagen: die Formation „Anheizholz“.
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Verzauberte die Besucher im zauberhaften Schlossgarten in Vagen: die Formation „Anheizholz“.

Vier lange Jahre mussten sich die Freunde der Vagener Schlossserenade gedulden, jetzt gab es endlich eine Neuauflage. Die Geduld wurde aber schließlich belohnt.

Vagen – Bereits zwei Stunden vor Beginn begann sich der Schlosspark der Familie von Aretin, mit Zuhörern zu füllen. Viele langjährige Anhänger, insbesondere Familien, machten es sich auf mitgebrachten Stühlen, Liegen und Decken auf dem Schlossrasen bequem.

Wer sich nicht selbst mit Speisen und Getränken versorgt hatte, konnte sich an Verkostungsständen des Vagener Frauenbundes versorgen. Der Gewinn des Verkaufs geht an das Familienpflegewerk. Siamak Golshani, der Vorsitzende des Förderkreises der Musikkapelle Vagen, hatte in aufwendiger Organisation wieder engagierte Mitwirkende gefunden und ein spannendes Programm zusammengestellt.

Mit dem Marsch „Die Regimentstochter“ von Gaetano Donizetti eröffnete die Musikkapelle Vagen den Abend, gefolgt vom Schlierseer Alpenchor um den Chorleiter Timm Tzschachel mit dem alten bayerischen Jagdlied „Was war’s denn ums Leb’n ohne Jagen“.

Das Schloss der Familie Aretin – Fernsehzuschauern auch bekannt als „Hotel Fürstenhof“ in der Serien „Strum der Liebe – bietet die perfekte Kulisse für die Schlossserenade.

Neu in der Gruppe der Serenadenkünstler war die Formation „Anheizholz“, die mit Gesang, Blockflöte, Gitarre und Geige eigene Arrangements von schottischer Musik des 19. Jahrhunderts, englischem Country Dance und höfischer Tanzmusik darbot. Die Mittenkirchener Bläser, welche nicht dem gleichnamigen Vagener Nachbarort entstammen sondern aus der Gegend um Fentbach kommen, stimmten die ruhige „Thennengauer Weis“ an.

Das Vokalensemble Chorkreis St. Quirinius Fürstätt schloss sich mit „Frag mi ned“ von Lorenz Maierhofer den vorhergehenden ruhigen Tönen an.

Den zweiten Liederblock begannen wiederum die Vagener Musikanten um Jürgen Schubert mit der „Fanfare and Flourishes“ von James Curnow, die dem Charpentierschen „Te Deum“ nachempfunden ist. Gefühlvoll intoniert ließen die Männer des Schlierseer Alpenchors darauf „‘s schee Tal“ folgen.

Mit „Parson’s Farewell“ von John Playford zeichneten die drei Mitglieder von Anheizholz ein musikalisches Abbild der höfischen Tänze der Renaissance. Wie kurz zuvor der Fürstätter Chor gaben nun die Mittenkirchener Bläser ein Stück von Lorenz Mairhofer, „Der Verliabte“, zum Besten, worauf die Fürstätter „Kein schöner Land in dieser Zeit“ folgen ließen.

Zur Mitte der Serenade überraschte Siamak Golshani die Zuhörer und besonders Franz Köll senior, der kürzlich das Amt des ersten Vorstands der Musikkapelle Vagen nach 33 Jahren an seinen Sohn weitergab, mit der Verleihung der Ehrenvorstandswürde (Bericht folgt) Mit dem allseits bekannten Stück „Moonriver“ von Henry Mancini ließ der Fürstätter Chorkreis danach ein bisschen Hollywood-Flair in die fortgeschrittene Abendstimmung mit einfließen.

„Dem Himmel sei Dank“, gespielt von den Mittenkirchener Bläsern, hätte man sicher für den trotz starker Bewölkung ausbleibenden Regen sagen können. Auf die beruhigende Weise „Is scho still umman See“ des Schlierseer Alpenchors stimmte die Anheizholz-Musik sanft und melancholisch eine Passacaglia an.

In einem letzten Turnus boten der Männerchor das „Schlierseer Lied“, die Mittenkirchener Bläser die „Magdalena Weis“, die Anheizholz-Musik das Irish Traditional „Star of the County down“ und der Chorkreis St. Quirinius „in einem kühlen Grunde“ dar, bevor die Musikkapelle das Programm mit dem Konzertmarsch „Sympatria“ beschloss.

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