Von Mut und Standhaftigkeit

OVB
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Zum Ehrenleutnant wurden Herbert Aicher (Zweiter von links) und Hausl Stacheder ernannt. Oberleutnant Josef Steffl, Marketenderin Annemarie Kreuz und Hauptmann Manfred Ortner (von links) gratulierten.

Bad Aibling - Mit Gottesdienst, Totenehrung und weltlicher Feier sowie Ehrungen beging die Gebirgsschützenkompanie Aibling den Festtag zu Ehren ihres Schutzpatrons, des heiligen Sebastian.

Weiterer Höhepunkt war die Ernennung von zwei verdienten aktiven Schützen zu Ehrenoffizieren.

Unter Vorantritt der Willinger Musi und im Schein der Pechfackeln zog die Kompanie zur Sebastiani-Kirche am Marienplatz. Pfarrer Georg Neumaier zelebrierte dort mit Diakon Jakob Hartmann den Festgottesdienst, der von der Willinger Musi und den Schönauer Sängern musikalisch umrahmt wurde. Neumaier ging in seiner Predigt auf das Leben und Wirken des heiligen Sebastian ein. "Mut und Standhaftigkeit waren seine Charaktereigenschaften", wusste der Geistliche und stellte somit einen direkten Bezug zu den Schützen her.

Zum Ende der Messfeier, bei der Jäger Konrad Gartmeier Epistel und Fürbitten gelesen hatte, wurden die "Sebastinai-Brezn" geweiht und sodann verteilt.

An der Schützenkapelle unterhalb der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt standen Günter Hein und Philipp Maldoner Ehrenwache, und nach einem Choral der Musikkapelle legte Hauptmann Manfred Ortner ein Gesteck zu Ehren der Gefallenen von 1705 sowie der verstorbenen Kompaniemitglieder nieder.

Oberleutnant Josef Steffl übernahm dann das Kommando zum Salut und jeweils zu Ehren der Gottesmutter Maria, des heiligen Sebastian und der Verstorbenen hallte ein Schuss vom Totenberg über die Stadt. Unter Marschmusik ging es dann zurück ins Schützenstüberl.

Einen dreifachen Ehrensalut feuerten die Aiblinger Gebirgsschützen am Sebastiani-Tag an der Schützenkapelle am Totenberg ab. Unter Marschmusik ging es dann zurück ins Schützenstüberl, wo verdiente Mitglieder der Kompanie geehrt und ausgezeichnet wurden.

Eine besondere Ehre wurde dann zwei Gründungsmitgliedern der Kompanie zuteil: Hausl Stacheder und Herbert Aicher wurden zu Ehrenoffizieren der Kompanie ernannt und sind nun die Einzigen, die neben Toni Großegesse in den Rang des "Ehrenleutnants" gesetzt wurden. Beide haben mehr als 30 Jahre vorbildlich der Kompanie gedient. Hausl Stacheder war erster Fähnrich nach der Wiedergründung und übte dieses Ehrenamt neun Jahre aus. Später wurde er Kompanieleutnant und ist bis heute ein unverzichtbarer Helfer vor allem bei Festivitäten.

Herbert Aicher war zunächst Waffenmeister und übte dann 18 Jahre lang das Amt des Kompanieleutnants aus. Er war Initiator des Leonhardi-Wagens und spannte viele Jahre seine Rösser zu Ehren des heiligen Leonhards ein. Unvergessen auch seine Hilfe, wenn es darum ging, die Orte für Festlichkeiten entsprechend zu dekorieren. Hauptmann Ortner überreichte beiden die Ernennungs-Urkunden und dankte für den Einsatz, der nun gewürdigt wurde.

Mit der silbernen Verdienstmedaille des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien wurde der langjährige Kämmerer Fritz Bayerlein ausgezeichnet, während Anton Heilmeier und Josef Hermann die bronzene Bundesmedaille erhielten. Auf Kompanieebene wurden Philipp und Dominik Maldoner sowie Christian Stigloher für zehnjährige Mitgliedschaft (silberne Medaille) geehrt und Waffenmeister Christian Schönberger für drei Jahre mit der Kompaniemedaille in Bronze.

Hauptmann Manfred Ortner wies noch auf das Anfangs- und Endschießen am 3. Februar hin und mit der Übergabe der Weihnachtsscheiben an die Gewinner Holger Dietrich und Ursula Hering endete der Festtag der Gebirgsschützen.

uhe/Mangfall-Bote

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