Starbulls: Erste Niederlage

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Rosenheim - Das war bitter: Zum ersten Mal mussten sich die Starbulls in der neuen Liga geschlagen geben – und das ausgerechnet gegen den ewigen Rivalen aus Landshut. **PK-Video** **Live-Ticker zum Nachlesen**

Vor der Traumkulisse von fast 5000 Zuschauern mussten sich die Rosenheimer in ihrem vierten Zweitliga-Auftritt im Penaltyschießen geschlagen geben. Ein kleiner Trost bleibt den Mannen von Trainer Franz Steer aber dennoch: Sie sind als einzige Mannschaft nach 60 Minuten noch immer unbesiegt und nahmen auch aus dem Derby einen Zähler mit.

Video der Pressekonferenz

„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat hervorragend gekämpft und sich viele Chancen erarbeitet. Aufgrund des letzten Drittels hätten wir den Sieg wohl verdient gehabt“, meinte Steer im Anschluss an eine läuferisch ungemein starke, schnelle und intensive Partie, die alle Fans bis zum letzten Schuss in Atem hielt. „Beide hätten den Sieg verdient gehabt“, meinte Landshuts Coach Tobias Abstreiter und machte den Rosenheimern Komplimente, indem er meinte: „Wir haben uns mit Glück über die Zeit gerettet. Deshalb bin auch sehr froh über den Extrapunkt.“

Live-Ticker zum Nachlesen

Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der die beiden Gehäuse und damit auch die Tormänner im Blickpunkt standen. Hielt Starbulls-Goalie Norm Maracle fast schon wie gewohnt sicher, so wuchs Sebastian Vogl im Landshuter Tor fast über sich hinaus, lieferte eine bärenstarke Leistung ab und stand Maracle in nichts nach.

Bilder zum Spiel:

Eishockey: Starbulls - Landshut

Trotz des hohen Tempos verlief das erste Drittel zäh für die jeweiligen Sturmreihen, vor allem defensiv wurde hervorragend gearbeitet. Im zweiten Abschnitt häuften sich die Strafzeiten, ohne dass die Partie unfair wurde oder gar ausartete, und es ergaben sich Möglichkeiten. Für Rosenheim scheiterten Mitch Stephens (Steer: „Der bringt momentan nix rein, er kann machen, was er will“), Micky Rohner, Stephan Gottwald und Tim Kunes, auf der anderen Seite schoss Norman Martens vorbei. Dann hatte Stephens bei einem Alleingang die dickste Chance und vergab, im Gegenzug erzielte Cody Thornton die Führung für Landshut.

O-Töne der Pressekonferenz (Radio Charivari)

Der dritte Durchgang sah zunächst einen Lattentreffer von den Gästen, ehe die Starbulls ihre stärkste Phase hatten. Rosenheim drängte, Rosenheim kämpfte, Rosenheim spielte mit Leidenschaft – und ließ die Fans leiden, denn Thomas Schenkel, Stephen Werner und Alan Reader verpassten mehrere Hochkaräter. Dann fiel aber doch das erlösende 1:1 durch Kunes in Überzahl - mehr als verdient.

Es ging in die Verlängerung, die aber nichts mehr einbrachte und somit musste das Penaltyschießen entscheiden. Werner und Kunes scheiterten an Vogl, nur Floppo Zeller traf. Auf der anderen Seite gab es ein technisches Tor für Landshuts Markus Hundhammer, weil Maracle mit dem Schlittschuh das Tor verschoben hatte (Steer: „Die Regel ist halt leider so“) und nach Thorntons Fehlschuss sorgte Peter Abstreiter für den niederbayerischen Sieg, den Gäste-Coach Tobias Abstreiter nicht nur wegen des Extrapunktes genoss: „Vor so einer Kulisse schlägt das Eishockey-Herz höher. Es ist schön, dass Rosenheim wieder da ist.“

Statistik:

Starbulls Rosenheim - Landshut Cannibals 1:2 (nach Penaltyschießen: 0:0, 0:1, 1:0, 0:0, 0:1)

Tore: 0:1 (38.) Thornton/Morris, Abstreiter, 1:1 (52.) Kunes/Zeller, Stephens

Penaltyschießen: 1:2 Abstreiter

Strafminuten: Rosenheim 10, Landshut 16

Zuschauer: 4876

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © Ziegler

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