Straßenausbau wird fortgeführt

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Mit dem Ausbau der Sudetenstraße soll im April begonnen werden, aufgeteilt in zwei Abschnitte. Dann folgen die Pommern- und die Schlesierstraße.

Kolbermoor - Jedes Jahr nimmt sich die Stadt Kolbermoor einige Straßen vor, die ausgebaut und auf Vordermann gebracht werden. Welche Straßen heuer dran sind:

Neben dem Schwerpunkt der letzten Jahre im Kolbermoorer Norden ist nun der Bereich Am Graben an der Reihe. Der Stadtrat jetzt gab den Weg frei für den Ausbau von Sudeten-, Pommern- und Schlesierstraße. Die Gesamtkosten: rund 690.000 Euro für den Straßenbau sowie 107000 Euro für Kanal und Wasserleitungen.

Den Anwohnern der auszubauenden Straßen liegt in der Regel eines am Herzen: Die Maßnahme soll möglichst kostengünstig ausfallen. Schließlich müssen sie den Löwenanteil der Ausbaukosten tragen, da zumeist Anliegerstraßen (90 Prozent).

Ausbau in möglichst einfacher Form

So auch im Fall Sudeten-, Pommern- und Schlesierstraße: Der Ausbau soll in möglichst einfacher Form durchgeführt werden, so der Tenor bei einer im Vorfeld durchgeführten Anliegerversammlung. Alfred Obermüller von der mit der Planung beauftragten Firma Roplan, Rosenheim, stellte im Stadtrat nun die Einzelheiten vor: Auf Gehsteige soll verzichtet werden, ebenso auf Aufpflasterungen in den Mündungsbereichen, die Fahrbahn, fünf Meter breit, soll lediglich mit Granitzeilen eingefasst werden. Die Seitenstreifen würden entweder geteert, gepflastert oder mit einem Grünstreifen versehen, einzig an zwei Stellen seien Längsparkplätze geplant (Pommern- und Schlesierstraße). Zusätzlicher Grunderwerb ist Obermüller zufolge nicht notwendig.

Da es sich nach Angaben der Stadt um eine so genannte erstmalige Herstellung der drei Straßen handelt, ist auf gesamter Länge eine Frostschutzschicht vorgesehen, ebenso Bodenverbesserungen, wo notwendig, und die Erneuerung der Straßenentwässerung. Obermüller zufolge können in Teilbereichen bestehende Kanäle weiterverwendet, in der Schlesierstraße müsste indes die Entwässerung neu aufgebaut werden. Hinzu komme eine neue Straßenbeleuchtung, die Sanierung des Wasserleitungsnetzes und der Kanalschächte, wo notwendig.

Im Zuge des Ausbaus plant die Stadt zudem, sämtliche Kanal- und Wasserleitungshausanschlüsse auch zu den bislang unbebauten Grundstücken zu verlegen. Überdies soll Obermüller zufolge ein verrohrter Graben, der das Gebiet durchschneidet, in den Teilbereichen, wo er die Straßen kreuzt, erneuert werden.

Kosten von mehreren hunderttausend Euro

Die Kosten für den Ausbau der Sudetenstraße mit einer Länge von 330 Metern, am Ende mit einem Wendeplatz, belaufen sich den Schätzungen zufolge auf rund 335.000 Euro. Für die Pommernstraße, etwa 154 Meter lang, werden geschätzte 145.000 Euro fällig und für den Ausbau der Schlesierstraße mit einer Länge von 203 Metern weitere 212.000 Euro. Hinzu kommen für Kanalbau 63.000 Euro und für Wasserleitungen 44.000 Euro.

Mit dem Ausbau soll möglichst im April - nach den Osterferien - begonnen werden, bei reibungslosem Verlauf rechnet das Ingenieurbüro Roplan mit einer Fertigstellung bis Ende des Jahres. Restarbeiten, wie die Feinschicht, würden dann im Jahr 2014 folgen.

Hinsichtlich der Bauabwicklung zeigte sich Obermüller optimistisch, bei einer Realisierung in Teilabschnitten gäbe es jeweils Möglichkeiten, auszuweichen. Einzig: die Sudetenstraße-Nord, die in einer Sackgasse endet. Hier ist Obermüller zufolge eine enge Abstimmung mit den Anliegern vorgesehen, um die Beeinträchtigungen in Grenzen zu halten. Losgelegt werden soll im April mit der Sudetenstraße Abschnitt 1 und 2, dann ist die Pommern- und schließlich die Schlesierstraße an der Reihe.

Der Stadtrat gab einstimmig "grünes Licht" für den Ausbau mit Gesamtkosten für den Straßenbau in Höhe von rund 690000 Euro und für weitere Arbeiten mit rund 107000 Euro (Kanal, Wasser).

Rosi Gantner (Mangfall-Bote)

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