Auf Streifzug durch das Jahr 2011

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Eines der größten Projekte 2011 in Bruckmühl: Der Bau der Unterführung der Staatsstraße 2078 auf Höhe Weihenlinden - hier in der Entstehung.

Bruckmühl - "Es rührt sich viel in der Marktgemeinde", unter diesen Titel stellte Bruckmühls Bürgermeister seinen Jahresrückblick bei der Abschluss-Sitzung des Gemeinderates.

Er spannte dabei den Bogen von den zahlreichen errichteten Bauwerken und Vereinsjubiläen bis hin zu den vielen Ehrenämtern.

Als Markenzeichen von Bruckmühl wertete der Rathauschef das enorme ehrenamtliche Engagement. Anders sei das langjährige Bestehen der vielfältigen Vereinskultur in der Marktgemeinde nicht zu bewahren - was die zahlreichen Jubiläen in den vergangenen Monaten unter Beweis stellen würden. Neben dem 100. "Geburtstag" des SV Bruckmühl und dem Jubiläums-Volksfest (60 Jahre) nannte Heinritzi unter anderem das 100-jährige Bestehen des Krieger- und Veteranenvereins Götting, die 125-Jahr-Feier der Schützengesellschaft Glonntaler Holzham und das 100. Jubiläum der SPD Bruckmühl. Ebenfalls die 100 "voll gemacht" hat die RKB-Solidarität Bruckmühl. "Diese Vereine stehen beispielhaft für jahrelange Vereinstreue und gesellschaftliches Leben in der Marktgemeinde", so Heinritzi. Deshalb werde auch der Tag des Ehrenamts groß in der Kommune begangen.

Bei seinem Streifzug durch die Gemeinde erinnerte er - wie schon in der Bürgerversammlung  - an die Einweihung des Sozialkaufhauses der Diakonie in Bruckmühl, an die Renovierung der Wallfahrtskirche Weihenlinden, die Spielplatzsanierung in Heufeld und Weihenlinden sowie die Radltour mit dem Bürgermeister. "Über 100 Leute haben trotz Regens heuer wieder daran teilgenommen und sind mit mir verschiedene Stationen angefahren", sagte Heinritzi.

Nicht unerwähnt ließ er die neu gesetzten Spundwände entlang des Hainerbachs ("nicht schön, aber zweckmäßig und von den Anwohnern so gewünscht"), die Hochwassermaßnahme am Kropfbach sowie die Einweihung des Skaterplatzes mit mittlerweile bereits notwendiger Sperrung nach Vandalismus.

Als historischen Moment bezeichnete der Bürgermeister auch die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen den Hauptschulen Heufeld und Feldkirchen-Westerham zur künftigen Mittelschule. "Nach anfänglichen Unstimmigkeiten konnte hier das neue Schulmodell auf solide Beine gestellt werden. Unsere Mittelschüler sollen so fit für das Berufsleben gemacht werden", erläuterte Heinritzi.

Durch das Unwetter am 10. Juli hieß es ihm zufolge kurzzeitig "Land unter" in der Marktgemeinde. Besonders schwer habe es hier den Bereich Götting getroffen. "Wir haben das Hangwasser von Irschenberg abbekommen", so der Rathauschef.

Nicht mehr wegzudenken sei mittlerweile die Unterführung der Staatsstraße 2078 auf Höhe Weihenlinden. Zwar habe die Fertigstellung - wie berichtet - auf sich warten lassen, doch sei mit der Eröffnung des 3,1 Millionen Euro teuren Bauwerks eine enorme Verbesserung der Verkehrsanbindung nach Heufeld erfolgt sowie ein Unfallschwerpunkt entschärft worden. 12000 Kubikmeter Kies, 10000 Tonnen Asphalt, 2100 Kubikmeter Beton sowie 250 Tonnen Eisen wurden dort verbaut.

Als gelungene Verbindung zwischen Alt und Neu empfindet der Bürgermeister den Anbau ans Rathaus: "Der Trakt ist bereits voll in den Verwaltungsalltag integriert und überzeugt durch seine Funktionalität."

Neben zahlreichen Straßen- und Kanalarbeiten sowie Gebäudesanierungen (Schule Götting, Schule Heufeld und gemeindliche Wohnhäuser) sei auch eine Biomasse-Anlage in Götting in Betrieb genommen worden. "Die Schule und das Feuerwehrhaus sind daran angeschlossen", so Heinritzi.

Als zukunftsweisenden Schritt bezeichnete er auch die jüngsten Entwicklungen fürs Gewerbe-Areal an der Kirchdorfer Straße. Dort habe man sich nach mehreren Sitzungen für einen Investor entschieden. Mittlerweile ist auch der Verkauf des Grundstücks erfolgt (wir berichteten). Auf den Weg gebracht wurde zudem das Kindergarten-Neubaukonzept - "hier investieren wir für die jüngsten Gemeindebürger."

Nicht unerwähnt ließ er auch den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Kommune. Hier hatte es Widerstand gegen eine weitere Transportbetonanlage in Noderwiechs gegeben. Ergebnis: Die Gegner waren an der 20-Prozent-Hürde gescheitert. "Ich hoffe, dass alle Beteiligten das Ergebnis dieser Bürgerbeteiligung akzeptieren und hier alles rechtmäßig seinen Gang nehmen kann", wünschte sich der Bürgermeister abschließend.

Mangfallbote

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