Sudelfeld: Neue Lifte für Skifahrer  

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Sudelfeld - Am Sudelfeld sollen in den kommenden Jahren die alten Schlepplifte durch moderne Sesselbahnen ersetzt werden. Damit sollen auch wieder mehr Skifahrer und Touristen gelockt werden. 

"Ski-Paradies Sudelfeld" heißt der Slogan auf der Internetseite des größten deutschen Skigebiets. 19 Skilifte, drei Sesselbahnen, 31 Kilometer präparierte Abfahrten. So viel zur verlockenden Statistik. Doch für verwöhnte und anspruchsvolle Skifahrer sieht die Realität am Sudelfeld ganz anders aus. Am Waldkopf steht seit Jahrzehnten ein in die Jahre gekommener Schlepplift, der die Wintersportler zur Mittelstation befördert.

"Wir haben deswegen einen Masterplan für die Entwicklung am Sudelfeld aufgestellt, um auf die Forderungen und Wünsche unserer Gäste eingehen zu können", sagt Harald Gmeiner, Sprecher der vereinigten Liftbetreiber am Sudelfeld. Die Betreiber planen zunächst mit sieben leistungsstarken Sesselliften. Die bisherigen Schlepplifte sollen dafür von den Hängen verschwinden.

Von Bayerischzell sollen die Ski- und Snowboardfahrer direkt mit einer Gondel auf den Oberen Sudelfeld befördert werden. Für eine gesicherte Finanzierung der Modernisierung der Liftanlagen sei eine Investitionsgesellschaft nötig, um das Projekt unternehmerisch zu begleiten und umzusetzen, sagt Gmeiner. Zudem müssten die Pachtverträge langfristig gesichert sein, dass Investitionen überhaupt möglich seien.

Der zunächst wichtigste Punkt: Die Liftbetreiber fordern eine flächendeckende Beschneiung der Hänge während der Wintersaison. "Denn ohne Schneesicherheit kann man den Saisonbetrieb an etwa 120 Tagen nicht langfristig wirtschaftlich gewährleisten." Bisher seien sich alle Betreiber bis auf einen Unternehmer einig, dass das Skigebiet modernisiert werden müsse, da man mittelfristig keine Chance mehr habe, zu überleben.

40 Millionen Euro stehen laut Masterplan zur Verfügung. Die Beschneiungsmaßnahmen sowie der Austausch der Schlepplifte am Waldkopf kosteten rund acht bis zehn Millionen Euro. Unterstützung gibt es auch vom Freistaat Bayern durch das Bergbahnförderungsprogramm, das jedoch 2013 ausläuft. "Unser Ziel ist es, in diesem Jahr noch mit dem Austausch der Lifte am Waldkopf zu beginnen", sagt Gmeiner. Die Zeit eilt. (sf)            

      

Rubriklistenbild: © sf

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