Süd-Chemie Heufeld: 2512 Tage unfallfrei

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Bei der Verleihung (von links): Werkleiter Gerhard Selig, Stellvertreter Christian Bruch, Betriebsratsvorsitzender Mathias Wendt, Süd-Chemie-Vorstand Dr. Hans-Joachim Müller und die Vertreter der Regierung von Oberbayern, Raimund Fußeder und Dr. Roland Rausch.

Heufeld - Arbeitsschutz macht sich bezahlt! Die Firma Südchemie kann bereits auf 2512 unfallfreie Tage zurückblicken und engagiert sich weiterhin für die Sicherheit der Mitarbeiter.

2512 Tage unfallfrei - auf diese Bilanz kann das Süd-Chemie-Werk in Heufeld verweisen und ist damit einsamer Rekordhalter in dem Weltkonzern mit Werken unter anderem in Europa, Südafrika und China. Diese Vorreiterrolle wurde jetzt mit einer offiziellen Auszeichnung belohnt: dem OHRIS-Zertifikat, ein Arbeitsschutz-Managementsystem, ausgestellt von der Regierung von Oberbayern.

Heufeld - Arbeitsschutz wird in dem Chemiewerk in Heufeld (Katalysatorenproduktion und Forschung) groß geschrieben - und das bestätigte jetzt auch die Regierung von Oberbayern bei der Übergabe des frisch erworbenen Zertifikats: "Sicherheit und Gesundheitsschutz sind bei der Süd-Chemie keine Fremdwörter", lobte Leitender Gewerbedirektor Raimund Fußeder.

Vielschichtig ist nach den Worten Fußeders das OHRIS-Zertifikat (Occupational Health und Risk Managementsystem) aufgebaut: Nicht nur technischer Arbeitssschutz stünden im Vordergrund, sondern auch der Faktor Mensch spiele eine bedeutende Rolle: Verfahrensabläufe würden überprüft, Mängel in Organisation und im Verhalten der Beschäftigten durch das Managementsystem nachhaltig verringert. Vorteil für das Unternehmen: Weniger Arbeitsunfälle und damit verbundene Ausfallzeiten sowie Maschinen- und Anlagenstillstandszeiten würden die Kosten reduzieren, zeigte Fußeder auf. "Ein Gewinn für alle Beteiligten", gab sich der Gewerbedirektor überzeugt.

Die neue Produktionshalle für Dieselkatalysatoren, die im Sommer in Betrieb gehen soll.

Über 6 Millionen Arbeitsstunden ohne einen einzigen meldepflichtigen Unfall - diese Bilanz erfüllte nicht nur Werkleiter Gerhard Selig mit Stolz, sondern auch Süd-Chemie-Vorstandsmitglied Dr. Hans-Joachim Müller, der seinen Mitarbeitern großes Lob und Dank für deren Engagement in Sachen Zertifizierung aussprach. Durch das neue System werde die Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert, die bereits auf einem hohen Niveau läge: "Wir haben an diesem Standort die mit Abstand größten Arbeitskosten und verdienen trotzdem gutes Geld", betonte Dr. Müller und zog Vergleiche mit Werken in Südafrika und China, die weitaus schlechter aufgestellt seien.

Werkleiter Selig sicherte zu, auch in Zukunft beim Thema Arbeitsschutz nicht locker zu lassen - "hier kommt man nie an, man muss immer den Ball in der Luft halten." Seit zehn Jahren habe er sukzessive den Arbeitsschutz verbessert, mit der Zertifizierung sei nun ein großes Ziel erreicht. Gültig für drei Jahre, ist 2013 eine Rezertifizierung durch das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern notwendig. Weitere Zertifikate kann das Süd-Chemie-Werk bereits in punkto Qualitätsmanagement (ISO 9001) und Umweltmanagement (ISO 14001 und EMAS) aufweisen.

Während "OHRIS" abgeschlossen ist, wartet auf Werkleiter Selig schon das nächste große Projekt: der Neubau einer Produktionshalle für Dieselkatalysatoren (Lkw und Sondermaschinen). Der Rohbau aus Fertigbetonelementen ist bereits errichtet, bis zum Sommer soll die Produktion der neuen Katalysatoren angelaufen sein. Investitionsvolumen: rund 7 Millionen Euro.

In einem ersten Anlauf werden dem stellvertretendem Standortleiter Christian Bruch zufolge bis zu zehn Arbeitsplätze geschaffen (insgesamt 400 Beschäftigte, davon 150 in der Forschung), bei Mehrbedarf soll die Produktion dann auf weitere Schichten ausgedehnt werden.

Rosi Gantner/Mangfall-Bote

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