Tatort Bahnhof: Schleuser, Schläger, Drogendealer

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Rosenheim - 20.000 Reisende nutzen täglich den Rosenheimer Bahnhof. Und viele kriegen nichts davon mit, dass Kriminelle dort ihr Unwesen treiben.

Rosenheim ist nicht nur eine "Perle der Region", wie Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer jüngst in einer Rede im KuKo erklärte. Rosenheim ist auch eine Pendlerstadt. An die 20.000 Reisende und Berufspendler laufen täglich über das Bahnhofs-Areal - und Kriminelle missbrauchen das Drehkreuz für ihre Machenschaften.

Schleuser, Schläger und Drogen-Dealer gehören für die Bundespolizei, die am Bahnhof im Einsatz ist, (fast) zum Alltag. Rosenheim24 hat die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre für Sie zusammengestellt.

Kurioses vom Rosenheimer Bahnhof

Betrunkener uriniert auf das Gleis und zieht sich splitternackt aus

Samstagnacht, 6. November 2010, ließ ein 33-Jähriger aus dem Landkreis Miesbach seinem Harndrang am Rosenheimer Bahnhof freien Lauf. Er nutzte dazu allerdings nicht die Bahnhofstoilette, sondern das Gleisbett. Aber damit nicht genug: Nachdem er von einer Reinigungskraft angesprochen wurde, sprang der offenbar alkoholisierte Mann auf das Gleis zurück und zog sich splitternackt aus.

"Professioneller Schwarzfahrer" landet im Gefängnis

Die Bundespolizei nahm am Dienstagabend, 23. November 2010, am Bahnhof in Rosenheim einen Polen fest. Der 40-Jährige gab an, ein "professioneller Schwarzfahrer" zu sein. Das Rosenheimer Amtsgericht quittierte diese "Profession" mit einer Haftstrafe.

Schläger und Betrunkene am Bahnhof

Mit 3,5 Promille im Blut 58-Jährigen verprügelt

Ein betrunkener 31-Jähriger wurde am Samstagabend, den 26. Februar 2011, von der Bundespolizei festgenommen. Er hatte offensichtlich unvermittelt angefangen auf einen 58-Jährigen einzuschlagen. Der Verletzte erlitt dabei Prellungen und Schürfwunden und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Wie sich später herausstellte, hatte der 31-Jährige einen Alkoholwert von 3,5 Promille.

14-Jähriger von Jugendlichen gewürgt und geschlagen

Drei Jugendliche sollen am Sonntag, 28. November 2010, einen 14-Jährigen im Rosenheimer Bahnhof angegriffen und verletzt haben. Die drei hatten den Schüler und seinen Begleiter gegen 13.20 Uhr vor dem Mc Donald’s angesprochen. Kurz darauf griff einer der Jugendlichen den 14-Jährigen an und würgte ihn. Ein weiterer Täter schlug dem Schüler mit der Faust ins Gesicht und brach ihm die Nase. Danach flüchteten die drei.

Betrunkener Jugendlicher versucht Polizisten anzugreifen

Die Bundespolizisten haben am Mittwochabend, 24. November 2010, einen Jugendlichen am Rosenheimer Bahnhof vorläufig festgenommen. Der junge Mann aus dem Landkreis Rosenheim viel den Beamten auf, als er den Bahnsteig entlang torkelte und dabei gefährlich nah ans Gleis geriet.

Bei der Überprüfung schrie er die Polizisten an und beleidigte sie. Er versuchte sogar, die Beamten anzugreifen und mit Kopfstößen zu treffen. Der Rabauke wurde daraufhin in Polizeigewahrsam genommen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille.

Bespuckt, beleidigt und bedroht

Zwei junge Männer sollen am späten Mittwochnachmittag, 14. April 2010, einen 42-jährigen Rosenheimer bespuckt, beleidigt und bedroht haben. Die Beamten der Bundespolizei nahmen die beiden Männer anschließend in der Nähe des Bahnhofs Rosenheim fest. Vorausgegangen war ein Streit in einem Regionalzug von München nach Rosenheim.

Bombenalarm am Rosenheimer Bahnhof

Rucksack sorgt für Chaos im Zug

Ein Zug musste am Mittwochabend, 15. Dezember 2010, am Rosenheimer Bahnhof geräumt werden. Das Gelände um die Bahn wurde teilweise abgesperrt. Der Grund: In dem Zug befand sich ein herrenlosen Rucksack.

Der Rucksack stellte sich nach genauer Inspizierung als harmlos heraus und wurde als Fundsache der DB AG übergeben.

Herrenlose Tasche löst Alarm aus

Ein herrenloser Koffer löste am Freitag, den 02. Oktober 2009, Alarm am Rosenheimer Bahnhof aus. Für mehrere Stunden waren alle Gleise gesperrt. Wie sich später herausstellte, enthielt der Hartschalen-Koffer lediglich einige Reiseutensilien wie Kleidung und Kosmetik-Artikel.

Mysteriöser Koffer: Alarm am Bahnhof

Diebe und Betrüger auf dem Bahnhofs-Gelände

Bundespolizei verhaftet gesuchten Dieb

Die Polizei verhaftete am Donnerstag, den 26. Mai 2011, einen 42-jährigen Deutschen am Rosenheimer Bahnhof. Bei einer Routine-Kontrolle des Mannes stellte sich heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft Nürnberg gesucht wurde. Er war laut Haftbefehl nicht zu seiner Gerichtsverhandlung wegen Diebstahls aufgetaucht.

International gesuchter Betrüger gefasst

Einen kriminellen Rumänen konnte die Bundespolizei am Sonntag, den 8. Mai 2011, am Rosenheimer Bahnhof dingfest machen. Der Mann wurde wegen schweren Betrugs mit einem internationalem Haftbefehl gesucht.

Ein Gericht in Rumänien hatte ihn zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er und ein Komplize als "falsche Polizisten" mehrere tausend Dollar ergaunerten.

Schleuser und illegal eingereiste Personen am Bahnhof

Drei Iraker konnten sich nicht ausweisen

Am Dienstag, 24. Mai 2011, nahm die Bundespolizei drei Iraker (16, 18 und 24 Jahre alt) am Rosenheimer Bahnhof in Gewahrsam. Keiner von ihnen konnte sich ausweisen.

Sieben illegalle Personen auf einen Streich

Sieben unerlaubt eingereiste Personen wurden in in der Nacht von Montag auf Dienstag, 16. und 17. Mai 2011, am Bahnhofsgelände festgenommen. Nach eigenen Angaben wurden die Iraker aus ihrem Heimatland nach Deutschland eingeschleust. Jeder von den sieben Personen zahlte dafür zwischen 8000 und 10.000 Euro.

44-jährige Iranerin "strandet" mit ihren Kindern am Rosenheimer Bahnhof

Eine 44-Jährige wurde am Mittwoch, den 2. Februar 2011, mit ihren drei Kindern von der Bundespolizei am Rosenheimer Bahnof in Gewahrsam genommen. Die aus dem Iran stammende Frau war fest davonüberzeugt, bereits in Schweden angekommen zu sein. Für die illegale Einreise hatte sie einem Schleuser rund 9500 Dollar gezahlt. Er hatte der 44-Jährigen erzählt, dass der Zug direkt nach Schweden fahren würde. Allerdings endete die Reise für die Frau und ihre drei Kinder am Rosenheimer Bahnhof.

Iraker eingeschleust - sieben Festnahmen am Rosenheimer Bahnhof

Insgesamt sieben Iraker nahm die Bundespolizei am Donnerstagmorgen, 9. Dezember 2010, am Bahnhof in Rosenheim fest. Nach den Erkenntnissen der Bundespolizei stammen die jungen Männer, die ohne Ausweis unterwegs waren, aus dem Irak.

Und nur vier Stunden später trafen die Bundespolizisten in der Rosenheimer Bahnhofshalle erneut auf drei Personen, die sich nicht ausweisen konnten. Wie sich herausstellte, handelt es sich bei den unerlaubt Eingereisten im Alter von 15, 16 und 39 Jahren ebenfalls um irakische Staatsangehörige.

Bundespolizei ermittelt gegen Schleuser - Vier illegal Eingereiste am Bahnhof

Innerhalb eines Wochenendes, vom 18. bis 20. Dezember 2010, haben die Beamten der Bundes- und Landespolizei im deutsch-österreichischen Grenzraum drei Schleusungsfälle aufgedeckt. Insgesamt sollten 15 Personen aus Afghanistan und dem Irak illegal eingeschleust werden. Davon wurden vier Personen am Rosenheimer Bahnhof aufgehalten.

Die illegal Eingereisten, im Alter von 26, 18, 13 und zwölf Jahren, konnten bei einer Kontrolle nicht nachweisen, dass sie zum Aufenthalt in Deutschland berechtigt waren.

Deutschkenntnisse auf "München" beschränkt

"München" war das einzige deutsche Wort, das vier junge Männer bei einer Personenkontrolle der Bundespolizei am Rosenheimer Bahnhof sagen konnten. Die Gruppe fiel den Beamten am Freitagmorgen, 15. Oktober 2010, in der Schalterhalle des Rosenheimer Bahnhofs auf. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass keiner der vier im Besitz von Ausweispapieren war. Sie wurden alle wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise festgenommen.

Fünf Inder am Bahnhof aufgegriffen

Fünf unerlaubt eingereiste Inder wurden am Freitag, den 11. Juni 2010, am Rosenheimer Bahnhof aufgegriffen. Zwei weitere Begleiter waren bereits mit dem Zug auf dem Weg nach München. Die beiden Inder konnten durch Beamte der Bundespolizeiinspektion München am Ostbahnhof festgenommen werden.

Zwei Männer in der Schalterhalle aufgegriffen

In der Schalterhalle des Rosenheimer Bahnhofs trafen Bundespolizisten am Montag, 08. Februar 2010, auf zwei Männer, die sich nicht ausweisen konnten. Nach eigenen Angaben handelte es sich um irakische Staatsangehörige, die in einem Lkw nach Deutschland gebracht worden waren. Die Männer im Alter von 18 und 28 Jahren wurden festgenommen und wegen unerlaubter Einreise angezeigt.

Patrick Steinke

Rubriklistenbild: © dpa

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