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Thema Wasser schlägt Wellen

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Die Zukunft des Hallenbades Prantseck bewegt die Bürger.

Bad Aibling - Das nasse Element bewegt: Die Aiblinger Wassersportler fürchten um ihre Existenzberechtigung und sorgen sich, was passiert wenn das Hallenbad Prantseck schließt.

Gleichzeitig rätseln die Thermenanhänger nach wie vor über den Thermalwasseranteil in den Becken und verlangten nun Aufklärung in der Bürgerversammlung im großen Kurhaussaal.

Die Wassergymnastikkurse im Hallenbad Prantseck sind nach Angaben mehrerer Bürger, die sich zu Wort meldeten, besonders gut besucht. Nun habe man gehört, dass wegen des geplanten Baus einer Tiefgarage ein Teil des Bades vom restlichen Gebäude abgetrennt werden soll. "Kann das Bad selbst dann überhaupt noch genutzt werden?", wollten sie von Bürgermeister Felix Schwaller wissen.

Konkrete Antworten hatte Schwaller darauf nicht. Er verwies auf die bekannten Pläne des Eigentümers, das Gebäude zu verkaufen, um ein Projekt für individuelles betreutes Wohnen zu verwirklichen. Wann es jedoch zu Veränderungen komme - 2011, in zwei bis drei Jahren oder überhaupt nicht - könne er nicht sagen. Gleichzeitig deutete er an, dass es zwar diverse Überlegungen gebe, diese aber noch nicht spruchreif seien.

Hoffnungen auf ein neues oder alternatives Bad konnte Schwaller ebenso wenig machen wie B&O-Gesellschafter-Geschäftsführer Dr. Ernst Böhm, der wie berichtet gefragt wurde, ob nicht auf dem ehemaligen US-Areal in Mietraching eine derartige Einrichtung geschaffen werden könnte.

Nicht die Sorge um den Fortbestand sondern vielmehr um die Beschaffenheit des Wassers in der Aiblinger Therme bewegte weitere Bürger. Die Frage, ob der Besucher "nach wie vor" nicht im Wasser aus der eigenen Thermalbohrung, sondern in fremdem oder gar Leitungswasser bade, verneinten Schwaller und Stadtwerkeleiter Fritz-Walter Keilhauer mit Nachdruck.

Es werde kein Wasser zugekauft, sondern definitiv eigenes Thermalwasser verwendet - allerdings zu einem geringen Anteil von derzeit bis zu fünf Prozent. Im Normalfall wären maximal 40 bis 50 Prozent denkbar, so Keilhauer auf Anfrage unserer Zeitung. Schwierigkeiten bereite die hohe Mineralisierung des Aiblinger Thermalwassers, die eine spezielle Aufbereitung erfordere (wir berichteten). Mit der dafür in Auftrag gegebenen Anlage gebe es leider immer noch technische Probleme, bekannte Keilhauer.

Die Firma, die diese Anlage in Dänemark konzipiert, habe einen erfolgreichen kleintechnischen Versuch gestartet. "Doch im Großbetrieb hat es dann wieder nicht funktioniert", so der Stadtwerkechef. Die Versuche liefen nun weiter und man hoffe, im Jahr 2011 endlich eine intakte Anlage zu bekommen.

"Therme nur durch Zufall entdeckt"

Dass die Therme dennoch eine große Anhängerschaft auch im benachbarten Tirol habe, wusste ein weiterer Aiblinger zu berichten. Entdeckt hätten seine Bekannten die Einrichtung aber nur zufällig: auf dem Rückweg von der Erdinger Therme. "Wird denn in Österreich gar keine Werbung für Bad Aibling gemacht?", wollte er wissen.

Eine Frage, die Keilhauer klar verneinte. Man konzentriere sich werbemäßig auf das Haupteinzugsgebiet München. Denn Untersuchungen zeigten, dass der Inn eine natürliche Grenze darstelle und es sich nicht rentiere, in Werbung jenseits dieser Grenze zu investieren. Diesbezüglich sei es ohnehin besser, auf Mundpropaganda zu setzen, bekräftigte der Bürgermeister.

Wenig Staat im Vergleich zum Vorzeigeprojekt Therme mache man derzeit mit den Bauruinen Ludwigsbad an der Rosenheimer Straße und dem ehemaligen Hotel Maier an der Münchner Straße, bemängelte ein anderer Bürger und wollte wissen, wie es mit diesen Gebäuden weitergehe. Für das Ludwigsbad, dessen Eigentümerin die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling ist, gibt es laut Schwaller Interessenten. Es sei jedoch vereinbart worden, nichts an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, bevor nicht alles spruchreif sei.

Das Maier-Gebäude an der Münchner Straße soll Schwaller zufolge abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Mit dem Bauantrag rechne die Stadt im neuen Jahr. Dann soll auch die Verkehrssituation an dieser Stelle verbessert werden, indem das Gebäude etwas weiter von der Straße weggerückt wird.

Nichts Neues von der Nordtangente

Passen musste der Bürgermeister bei der Frage eines vom Durchgangsverkehr in der Kirchzeile betroffenen Bürgers, ob es etwas Neues in Sachen Nordtangente gebe: Das Ergebnis einer Machbarkeitsuntersuchung werde erst für Februar/März 2011 erwartet und soll dann im Stadtrat behandelt werden.

Zum Thema Verkehr schloss sich als letzte Frage noch an, ab welchem Tempo Autofahrer in einer Spielstraße "geblitzt" würden. Die Einhaltung der vorschriftsmäßigen sieben Stundenkilometer sei völlig unrealistisch, so ein empörter Bürger, der eine Abzocke bei Verkehrskontrollen witterte. Laut Klaus Ax vom städtischen Bauamt werden Tempoverstöße in diesen verkehrsberuhigten Bereichen erst ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von neun Stundenkilometern (also ab 16 km/h) geahndet.

von Eva-Langwieder/Mangfall-Bote

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