Theresienmonument wird 175

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Das Theresienmonument.

Bad Aibling - Am 1. Juni 1885 wurde das bedeutenste Denkmal der Stadt Bad Aibling feierlich enthüllt: das Theresienmonument.

Heute, kann das 175-jährige Jubiläum gefeiert werden, doch vorher wird die Statue auf Vordermann gebracht.

Für die Kurstadt hat das Theresienmonument einen sehr hohen Stellenwert. Die historischen Hintergründe erklären, warum:

Nach einem Aufstand im Osmanenreich sollte das unabhängig gewordene Griechenland einen neuen König bekommen. Die Wahl der europäischen Großmächte fiel auf Prinz Otto, Sohn des Königs Ludwig I. von Bayern.

Am 6. Dezember 1832 nahm der damals noch minderjährige Prinz Abschied von der Residenzstadt München, wurde von seinem Vater bis Ottobrunn begleitet und setzte von dort aus seine Reise mit seiner Mutter, der Königin Therese von Bayern, sowie der Schwester Mathilde bis zum Markt Aibling fort. Dort verabschiedeten die beiden Prinz Otto.

Die Bürger Aiblings fassten schnell den Entschluss, an der Stätte des Abschieds vor der Mangfallbrücke ein Denkmal zu errichten und baten König Ludwig I., Spenden im Königreich Bayern sammeln zu dürfen. Diese flossen so reichlich, dass anstelle des ursprünglich geplanten Gedenksteins das heutige Theresienmonument errichtet wurde.

Am Geburtstag des Königs Otto, dem 1. Juni 1835, wurde das Denkmal enthüllt. Dies war der Tag an dem er volljährig wurde und somit die selbstständige Regierung Griechenlands übernehmen konnte. Entworfen hatte das Denkmal der Architekt Georg Friedrich Ziebland, die Bronzefigur wurde hingegen vom königlichen Erzgießerei-Inspektor Johann Baptist Stiglmeier gegossen, nach dem auch der Stiglmeierplatz in München benannt ist.

Bereits vor 100 Jahren zum 75-jährigen Jubiläum wurde von der Stadt Bad Aibling ein großes Fest gefeiert, dies soll nun zum 175. ebenso geschehen. Aus diesem Grund wurde das Denkmal eingerüstet, damit es im Juni in frischem Glanz erstrahlen kann.Zwar hatten weder der Stein noch die Bronzefigur schadhafte Stellen, dennoch hinterließ die Zeit ihre Spuren: Verwittert und bemoost sei das Denkmal gewesen, so der Historiker Dr. Gottfried Mayr, als er es vor kurzem inspizierzte. Nun investiert die Stadt insgesamt 6000 Euro, um das Theresienmonument zu säubern und es gegen Verwitterung zu imprägnieren. Auch die Umgebung des Denkmals an der Rosenheimer Straße wird für die Feierlichkeiten hergerichtet.

Am Dienstag, 1. Juni, werden Bronzestatue und Monument, wie vor 175 Jahren schon einmal, in einem Festakt an der Mangfallbrücke enthüllt. Die örtlichen Vereine und Organisationen werden dazu aufgerufen, sich mit Fahnenabordungen um 19 Uhr an der Gedenkfeier zu beteiligen und die Bläsergruppe der Willinger Musi wird für die musikalische Umrahmung sorgen. Im Anschluss findet dann um 20 Uhr im Rathaus ein Festvortrag von Historiker Dr. Mayr zum Thema statt sowie die Eröffnung einer Ausstellung und eine Buchpräsentation. Für die musikalische Untermalung wird hier die Familienmusik Holzer sorgen. Die Bevölkerung ist zu dieser Feier eingeladen.

cde/Mangfall-Bote

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