Nostalgische Gefühle

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Die Kleinstwagen der 50er- und 60er-Jahre kamen bei den Besuchern beim Oldtimer-Festival gut an.

Rosenheim - Mit nostalgischen Gefühlen verließen viele der rund 6000 Besucher am Wochenende das 30. Bayerische Oldtimer-Festival auf der Loretowiese.

Das Motto lautete "Wirtschaftswunderzeit" und dabei zeigte sich, dass nicht immer nur die großen, noblen Schlitten Blicke auf sich ziehen. Großer Andrang herrschte auch bei den vielen Kleinstwagen der 50er- und 60er-Jahre.

Oldtimer-Festival

"Diese Veranstaltung hat sich längst zu einem beliebten Treffpunkt für die Oldtimer-Freunde entwickelt. Die Gäste kommen aus nah und fern, um die Exponate zu bestaunen", stellte Oberbürgmeisterin Gabriele Bauer bei der Eröffnung am Samstag fest. Auch sie "verliebte" sich schnell in einen Kleinstwagen, nämlich einen Messerschmidt-Kabinenroller. Beim Sitztest in dem engen Fahrzeug staunte nicht nur sie darüber, mit wie wenig Platz in einem Fahrzeug die Menschen damals auskamen. "So ein Wagen war halt nicht sehr teuer und immer noch besser als ein Motorrad. Schließlich wurde man nicht nass", erinnert sich ein Besucher, der den Messerschmidt-Kabinenroller ebenfalls lange Zeit fasziniert betrachtete. Immerhin habe er selbst viele Jahre so ein Fahrzeug gefahren, berichtete der 79-jährige Bad Aiblinger.

Doch nicht nur die Autos der Sonderausstellung kamen bei den Besuchern gut an. Zum runden Geburtstages hatte sich der Inntaler Veteranenfahrzeug-Club als Veranstalter etwas besonderes einfallen lassen. In der Inntalhalle wurden eine Küche und ein Wohnzimmer komplett im Stil der 50er-Jahre eingerichtet. Außerdem wurde ein "Gemüsehändler" samt seinem Lastwagen gezeigt. "Da kommen viele ins Staunen, denn oft sind damit eigene Erinnerungen verbunden", so Vereinsvorstand Tom Balhuber.

Es wurde aber nicht nur gestaunt, sondern auch kräftig gehandelt und gefeilscht. Zu der Veranstaltung gehört nämlich auch der "Oldie-Flohmarkt", bei dem die "Bastlerseelen" aufleben. Denn dort kann man das eine oder andere rare Ersatzteil für sein geliebtes Fahrzeug erstehen.

Insgesamt bevölkerten über 150 Händler die Inntalhalle und das Freigelände. Ihr Angebot reichte von kompletten Fahrzeugen, Ersatzteilen, Literatur über Bekleidung und Werkzeug bis hin zu Reisegepäck und Spielzeug. Letzteres war natürlich der Magnet für die kleinen Besucher. Stolz erwarben einige ein kleines Modell von einem Fahrzeug, das sie vorher im Original bewundern durften.

Voll besetzt war trotz des durchwachsenen Wetters auch immer der Besucherparkplatz. Dort ließen die Gäste ihre "Schätze" nur zu gerne bewundern.

Oberbayerisches Volksblatt/wu

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