Tradition, Kontinuität, Innovation

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Bad Aibling - Die Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling hat zwei Gründe zum Feiern. Zum einen das sechzigjährige Jubiläum und zum anderen die Einweihung des neuen Schulgebäudes.

„Wir möchten Ihnen außerdem mitteilen, dass wir vom Bildungsstand Ihrer Schülerinnen und Schüler eine sehr gute Meinung haben, sie unserem Anforderungsprofil sehr gut entsprechen und wir daher an deren Bewerbungen sehr interessiert sind.“

Diese anerkennenden Worte richtete eine bekannte Firma aus der Region im Dezember 2008 an die Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling. Das Lob steht stellvertretend für die durchwegs positive Bewertung, die diese Schule des Landkreises Rosenheim durch Betriebe und Firmen erfährt.

Heuer kann die Wirtschaftsschule Alpenland zwei Großereignisse feiern: zum einen die Einweihung des neuen Gebäudes, zum anderen das 60-jährige Bestehen der Schule.

Angefangen hatte alles in Kolbermoor, wo im Schuljahr 1948/49 eine zweijährige Handelsschule ins Leben gerufen wurde. Die Schule war damals noch in einem Nebenzimmer des Gasthauses „Brückenwirt“ und in einem Klassenraum der Mädchenvolksschule untergebracht. Erst im darauf folgenden Schuljahr wurde eine Holzbaracke an der Oberen Mangfallstraße angemietet, die in den fünfziger Jahren zu einem Steingebäude umgebaut wurde. Der erste Schulleiter war Ernst Ritter, den 1951 Max Baier ablöste, ihm folgte 1965 Erich Leiter.

Inzwischen war der zweijährigen Handelsschule Alpenland ein drei- und vierjähriger Lehrgang angegliedert worden. Ab 1964 war nach der Übernahme durch die Stadt Kolbermoor aus der privaten eine städtische Handelsschule geworden. 1971 wurde die nun städtische Handelsschule durch den Landkreis Bad Aibling als einzige öffentliche Wirtschaftsschule zwischen München und Salzburg übernommen. Ein Jahr später kam diese Wirtschaftsschule zum Großlandkreis Rosenheim, der Umzug an den heutigen Standort in Bad Aibling erfolgte 1974.

Mit der Einführung des Pflichtfachs Datenverarbeitung in den siebziger Jahren hielt dann das Computerzeitalter Einzug in die Schule. In den achtziger Jahren kamen eine eigene Turnhalle sowie Außensportanlagen hinzu. Die erste von heute sechs Übungsfirmen wurde ebenfalls in diesem Zeitraum in Betrieb genommen. Ab 1987 war Reinhard Metzner Schulleiter, dem 1996 Dr. Klaus Orel folgte. Seit 2003 ist OSTD Günther Rutz für das Schulleben verantwortlich. Er übergibt heuer seiner Nachfolgerin Bärbel Marx die Leitung der Schule.

In den letzten beiden Jahrzehnten initiierten engagierte Lehrer jährliche Schüleraustausche sowohl mit dem P-12 College Bright in Australien als auch mit der Stadt Beer Sheva in Israel. Der israelische Schüleraustausch erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring. Kulturelle und sportliche Veranstaltungen sowie thematisch aktuelle Projekttage bereichern zusätzlich das Schulleben.

Der neue zweigeschossige Anbau der Schule, ein Entwurf des Architekturbüros Petzenhammer, mit seinen technisch modern ausgestatteten Räumen und die neue lichtdurchflutete Aula bieten zusätzliche Möglichkeiten für kreative und innovative Unterrichtsmethoden und vielseitige Veranstaltungen. So machen beispielsweise Active boards und ein flexibles Tafelschienensystem in den Klassenzimmern auch moderne Unterrichtsformen möglich. Gerade methodisch will die Schule auch neue Wege gehen und erprobt in einigen Fächern zum Beispiel selbst reguliertes Lernen (Segel). Neu ist auch das Home-Room-Prinzip, bei dem die Schüler nicht mehr in Klassenzimmern bleiben, sondern zu den von den Lehrern nach den jeweiligen Anforderungen gestalteten Fachräumen kommen.

Der offizielle Festakt zum 60-jährigen Jubiläum sowie zur Einweihung des neuen Gebäudes und des Umbaus findet am Freitag, dem 26. Februar, um 10 Uhr mit szenischen und musikalischen Einlagen in der neuen Aula statt. Am darauf folgenden Samstag, dem 27. Februar, gibt es von 10:00 bis 15:00 Uhr, einen Tag der offenen Tür mit Führungen, Mitschau-Unterricht, einer Ausstellung zur Geschichte der Schule, kulinarischen Besonderheiten und vielen anderen Aktivitäten.

Von Interesse dürfte auch der Ehemaligen-Ball sein, der am Samstagabend, dem 27. Februar im Kesselhaus Kolbermoor stattfindet und zu dem der von Bayern 3 bekannte DJ Matthias Matuschik verpflichtet wurde.

Die Akustik der neuen Aula kann man am Freitagabend, dem 23. April erleben, wenn die Lehrerbigband Bayern mit swingendem Jazz konzertiert.

Außerdem findet am Samstag, dem 12. Juni, im Jahn-Stadion in Bad Aibling, ein Benefiz-Fußballspiel zugunsten der „Aktion Silberstreifen“ zwischen der Traditionsmannschaft vom TSV 1860 München und einer Auswahl ehemaliger Schüler der Wirtschaftsschule statt, die von Franz Pritzl, dem derzeitigen SBR-Trainer und ehemaligen Schüler, betreut werden. Die Schirmherrschaft hat Landrat Josef Neiderhell übernommen.

Mit diesen Veranstaltungen will die Wirtschaftsschule Alpenland einen Einblick in ihr vielseitiges Schulleben geben, dessen Spannweite sich zwischen Tradition, Kontinuität und Innovation bewegt.

Pressemeldung Wirtschaftsschule Alpenland

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