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Absage aus Solidarität

Lenzmarkt im Februar statt Weihnachtsmarkt in Maxlrain - Veranstalter setzen auf Prinzip Hoffnung

Der Weihnachtsmarkt in Maxlrain wurde abgesagt. Ende Februar soll stattdessen ein Lenzmarkt stattfinden.
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Der Weihnachtsmarkt in Maxlrain wurde abgesagt. Ende Februar soll stattdessen ein Lenzmarkt stattfinden.

Auch die letzte Hoffnung auf einen romantischen Weihnachtsbummel im Mangfalltal ist erloschen. Der historische Weihnachtsmarkt in Maxlrain wurde am Mittwoch (17. November) abgesagt.

Tuntenhausen – Die Veranstalter Axel und Hanni Hascher, die Schlossbrauerei Maxlrain und Georg Weigl, Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen, haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen – schweren Herzens, aber aus großer Solidarität.

Seitens des Landratsamtes war schon am Freitagabend die dringende Empfehlung ausgesprochen worden, keine Christkindlmärkte durchzuführen, soweit die Gemeinde darauf Einfluss hat. „Ich stehe voll hinter dieser Empfehlung“, betont Bürgermeister Weigl: „Ich habe mich mit Roland Bräger, dem Direktor der Schlossbrauerei Maxlrain als Ausrichter des Marktes, abgestimmt, dass wir ihn unter den aktuellen Umständen absagen müssen.“

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Der Weihnachtsmarkt und sein Hygienekonzept waren vom Landratsamt schon genehmigt, alle Verträge unter Dach und Fach: „Wir hätten nur noch aufbauen und loslegen müssen“, so Veranstalter Axel Hascher, aber: „Wir können draußen in Maxlrain keine Weihnachtsparty machen, wenn drinnen in den Krankenhäusern die Intensivstationen über dem Limit sind“, betont Hascher: „Es ist eine Absage aus Vernunft und Solidarität.“

Er habe bis zuletzt gehofft, damit Standbetreiber und Künstler nach fast zwei Jahren Pandemie wieder leben können. Nun musste der „Ritter der Maxlrainer Tafelrunde“ allen Beteiligten – 39 Händlern und fünf Künstlern – die bittere Entscheidung mitteilen. „Auch von ihnen erfahren wir eine Riesensolidarität“, so Hascher. Alle haben Verständnis. Doch er hat auch eine gute Nachricht, denn aufgehoben ist in Maxlrain nur verschoben. Ende Februar soll ein Lenzmarkt stattfinden und den Frühling einläuten.

Schon viele Zusagen für Ende Februar

Dann können Harfenspieler, Jongleure, Feuerkünstler, Falkner und für die Kinder die große Wikingerschiffschaukel hoffentlich wirklich nach Maxlrain kommen. Und die Schneekönigin, die vom 3. bis 5. Dezember Groß und Klein in ihren Bann ziehen sollte, kommt dann vielleicht als letzte Botin des Winters oder als „Frühlingszauberin“. 70 Prozent der Händler und Künstler haben bereits ihre Teilnahme für die „Ersatzveranstaltung“ zugesagt.

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Was verlorengeht, ist einer der Adventshöhepunkte: der Besuch des Nikolauses. Auch die Organisatoren büßen ein: Nicht nur viele Stunden, die sie seit Januar in die Vorbereitungen des Marktes gesteckt haben, sondern auch Taler im hohen vierstelligen Bereich, die sie bereits in die Werbung investiert haben.

Ganz umsonst waren die Mühen trotzdem nicht. „Wir können die Verträge für den historischen Weihnachtsmarkt 1:1 ins neue Jahr mit übernehmen. Zudem haben wir im vergangenen Jahr schonmal einen Lenzmarkt für Prutting vorbereitet, der dann ausfallen musste. Die Erfahrungen kommen uns nun für den Lenzmarkt in Maxlrain zugute“, ist Hascher optimistisch.