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Neue Details zu den Geschehnissen

Flugzeugabsturz bei Tuntenhausen - Lösten die Rettungsfallschirme nicht aus?

Kleinflugzeug-Absturz am 6. Juli bei Tuntenhausen
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Das Kleinflugzeug stürzte am 6. Juli bei Tuntenhausen ab.

Ein schwerer Flugunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag (6. Juli), kurz nach 16 Uhr, unweit des Flughafens des Fliegerclubs Condor Antersberg in der Gemeinde Tuntenhausen. Nun gibt es neue Details zu den Geschehnissen.

Tuntenhausen – Ein Kleinflugzeug des Typs „Zlin Aviation“ stürzte aus bislang ungeklärter Ursache ab. An Bord waren ein Fluglehrer und ein Pilot des Fliegerclubs. Beide wurden schwerst verletzt und mit Rettungshubschraubern in umliegende Kliniken gebracht. Im Einsatz waren 22 Rettungskräfte des BRK, mehrer Notärzte, zwölf Beamte der Polizeiinspektion Bad Aibling sowie 64 Kameraden der Feuerwehren Ostermünchen, Tuntenhausen, Lampferding und Aßling. Auch die SAR-Flugrettung der Bundeswehr war vor Ort. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen unmittelbar nach dem Unfall aufgenommen.

16.29 Uhr wurde der Großalarm ausgelöst. Die Feuerwehren Tuntenhausen, Ostermünchen, Lampferding und Aßling rückten mit 64 Kameraden aus. „Eine Person konnte sich nach dem Absturz selbst befreien, aber der Pilot war im Flugzeug eingeklemmt und musste freigeschnitten werden. Es hatte absolute Priorität, ihn aus dem komplett zerstören vorderen Bereich des Flugzeugs zu befreien“, erklärt Kreisbrandrat Richard Schrank, der gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner zum Unfallort geeilt war.

Die Einsatzleitung hatte Uli Murnauer, der Kommandant der Feuerwehr Ostermünchen. Mit ihrer Schneid- und Spreiztechnik befreiten die Kameraden den Piloten aus dem Kleinflugzeug. Eine heikle Aufgabe, denn sie mussten die Maschine mit Leitern stabilisieren. Zudem lief aus dem Tank Kerosin aus. Durch den erhitzten Motor hätten sich die dabei entstehenden Gase entzünden können. Eine Gefahrenquelle war zudem das Rettungsgerät des Piloten. Die Rakete, die mit dem Rettungsfallschirm aus dem Flugzeug schießt, war bereits aktiviert, zündete aber nicht.

Zum Unglücksort waren 22 Rettungskräfte des BRK – darunter mehrere Notärzte – gerufen worden. Sie versorgten die beiden schwerst verletzten Passagiere, die mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen wurden. Nach Informationen von Mitgliedern des Fliegerclubs Condor, die zum Unfallort geeilt waren, handelt es sich bei den Verletzten um einen Piloten und einen Fluglehrer. Nähere Informationen wollte die Vorstandschaft nicht geben, da die Angehörigen der Schwerstverletzten noch nicht vom Unfall informiert worden waren und gegen 18 Uhr keiner der Anwesenden wusste, ob die Opfer überleben würden.

Mit zwölf Beamten war die Polizeiinspektion Bad Aibling vor Ort. Wie Polizeioberkommissar Tobias Walter informierte, veranlasste die Staatsanwaltschaft unmittelbar nach dem Unfall die Ermittlungen der Kriminalpolizei. Diese untersuchte das abgestürzte Flugzeug. Unterstützt wurde sie dabei von Mitgliedern des Fliegerclubs Condor und von einer Crew des Such- und Rettungsdienstes der Bundeswehr (SAR – Search and Rescue). Diese war vom Notfunksender des Kleinflugzeugs alarmiert worden.

„Bei Einschlag löst dieser automatisch aus“, informierte Pilot Florian Geisler, der mit einem weiteren Piloten und einem Luftretter vom Kommando Niederstetten aus gestartet und nach etwa 50 Minuten Flugzeit vor Ort war. Geisler baute aus der verunfallten Maschine den Notfunksender aus, denn: „Er hat automatisch weiter Signale gesendet, die über Satelliten eine Luftnotlage meldeten“, erklärte der Pilot.

Am Mittwoch (6. Juli) stürzte bei Tuntenhausen ein Kleinflugzeug ab.

Bei der verunglückten Maschine handelt es sich um ein Ultraleichtflugzeug vom Typ „Zlin Aviation“ des Fliegerclubs Condor Antersberg, der nur wenige hundert Meter von der Unglücksstelle entfernt seinen Flughafen hat. Zur Unfallursache gibt es derzeit noch keine Informationen. Auch die Mitglieder des Fliegerclubs konnten sich das Unglück nicht erklären.

Vor Ort war auch das Wasserwirtschaftsamt. Aus dem Kleinflugzeug, das auf die Wiese eines ortsansässigen Landwirtes stürzte, ist Kerosin ausgelaufen. Am Donnerstag soll geprüft werden, ob das Abtragen von kontaminiertem Erdreich erforderlich ist.
Die Feuerwehr Ostermünchen übernahm am Mittwochabend die Absperrung des Unglücksortes und die Brandwache.

Kathrin Gerlach

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