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Gemeinde legt Lohnerhöhung um

Kita-Plätze in Tuntenhausen werden teurer – Eltern müssen tiefer in die Tasche greifen

Die Elternbeiträge in den Kitas der Gemeinde Tuntenhausen erhöhen sich ab September um 15 Prozent. Dafür sind aufgrund des niedrigen Betreuungsschlüssels hier aber mehr Erzieherinnen für die Kleinen da.
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Die Elternbeiträge in den Kitas der Gemeinde Tuntenhausen erhöhen sich ab September um 15 Prozent. Dafür sind aufgrund des niedrigen Betreuungsschlüssels hier aber mehr Erzieherinnen für die Kleinen da.

Um 15 Prozent steigen die Elternbeiträge in allen Kindereinrichtungen der Gemeinde Tuntenhausen. Was das für den Einzelnen ausmacht.

Tuntenhausen – Die Elternbeiträge in der Gemeinde Tuntenhausen steigen ab 1. September um 15 Prozent. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit nur einer Gegenstimme beschlossen. So kostet ein Kindergartenplatz für vier bis fünf Stunden am Tag künftig 140 statt bisher 122 Euro pro Monat. In der Krippe bezahlen die Eltern für eine tägliche Buchungszeit von vier bis fünf Stunden künftig 260 Euro (bisher 233 Euro) im Monat.

Kein Wettbewerb mit freien Träger

Die Gemeinde kann die Gebühren nur für ihre eigene Einrichtung – also das Kinderhaus „Purzelbaum“ in Hohenthann – festlegen. Es gibt aber schon seit Jahren eine Vereinbarung, dass der Kita-Verbund Beyharting und die Kita Nano GmbH die gleichen Elternbeiträge erheben, um einen Wettbewerb in der Gemeinde zu verhindern.

Bürgermeister Georg Weigl wies darauf hin, dass die Gemeinde aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen drei Jahren keine Gebührenanpassung vorgenommen habe. Gleichzeitig seien aber Mehrkosten durch tarifliche Lohnerhöhungen und Großraumzulage sowie die wachsenden verwalterischen Aufgaben in den Kindertagesstätten entstanden. Die neuen Elternbeiträge seien mit den freien Trägern der Kindereinrichtungen abgestimmt worden. Die Erhöhung entspreche lediglich der 15-prozentigen Lohnsteigerung.

Zudem wird die einmalige Anmeldegebühr von derzeit zehn auf künftig 15 Euro angehoben. Kosten für Brotzeiten, Getränke oder Mittagessen werden auch weiterhin individuell mit den Eltern abgerechnet. Weigl erinnerte noch einmal daran, dass der Freistaat pro Kindergartenkind einen Zuschuss von 100 Euro gewährt. Die Eltern zahlen für einen Kindergartenplatz also tatsächlich zwischen 0 und 96 Euro pro Monat. „So günstige Elternbeiträge für den Kindergarten hat es vorher nie gegeben“, betonte er. Die staatliche Unterstützung für Kinderkrippen ist einkommensabhängig.

Christine Schindlbeck, die in der Gemeindeverwaltung für Kitas zuständig ist, erläuterte den enormen Verwaltungsaufwand in den Einrichtungen, der mit der Corona-Pandemie noch getoppt worden sei. Sie betonte: „Unsere Erzieherinnen leisten Großartiges. Hut ab!“ Damit der Mehraufwand an Verwaltung nicht zulasten der Kinder gehe, unterbiete die Gemeinde den staatlich festgelegten Anstellungsschlüssel: „Er liegt in Bayern derzeit bei elf Kindern pro Erzieherin, bei uns ist eine Fachkraft für neun Kinder da. Wir sind immer drunter. Das ist uns wichtig“, so Weigl.

Herbert Prechtl (Die Liste 83 104) sprach sich gegen eine Gebührenerhöhung aus. Die Inflationsrate sei extrem gestiegen, mit weiteren Preissteigerungen für Energie und Lebensmittel müsse gerechnet werden. „Wir sollten uns als Gemeinde den Luxus leisten, die Familie zu unterstützen. Wir können es uns leisten.“

Bei den Nachbarn ist es teurer

Die Verwaltung hatte zur Einordnung der neuen Elternbeiträge einen Blick in die Nachbarkommunen geworfen. Dort sind die Gebühren vergleichbar oder sogar höher. Johannes Weigl (PF Schönau) hatte mit Eltern bereits über die Pläne gesprochen und gab deren Feedback wieder: „Sie sind dankbar für den niedrigen Betreuungsschlüssel und halten die Elternbeiträge für absolut gerechtfertigt.“ Auch Johannes Lechner (CSU/FWG) sprach sich dafür aus, die Gebühren moderat zu erhöhen, um die Lohnerhöhungen aufzufangen.

Wie die Elternbeiträge steigen

Kindergarten

1 bis 2 Stunden

alt: 87 Euro – neu: 98 Euro

2 bis 3 Stunden

alt: 99 Euro – neu: 112 Euro

3 bis 4 Stunden

alt: 110 Euro – neu: 126 Euro

4 bis 5 Stunden

alt: 122 Euro – neu: 140 Euro

5 bis 6 Stunden

alt: 134 Euro – neu: 154 Euro

6 bis 7 Stunden

alt: 145 Euro – neu: 168 Euro

7 bis 8 Stunden

alt: 157 Euro – neu: 182 Euro

8 bis 9 Stunden

alt: 169 Euro – neu: 196 Euro

Kinderkrippe

1 bis 2 Stunden

alt: 170 Euro – neu: 188 Euro

2 bis 3 Stunden

alt: 191 Euro – neu: 212 Euro

3 bis 4 Stunden

alt: 212 Euro – neu: 236 Euro

4 bis 5 Stunden

alt: 233 Euro – neu: 260 Euro

5 bis 6 Stunden

alt: 257 Euro – neu: 284 Euro

6 bis 7 Stunden

alt: 280 Euro – neu: 308 Euro

7 bis 8 Stunden

alt: 305 Euro – neu: 332 Euro

8 bis 9 Stunden

alt: 348 Euro – neu: 356 Euro

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