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Beeindruckende Sportkarriere

“Mr. Sportabzeichen“ sagt Servus – Wie ein Ostermünchner es zu 30. Ehrungen schaffte

Jubilar Werner Weiderer mit einem der größten Pokale des Sportvereins.
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Jubilar Werner Weiderer mit einem der größten Pokale des Sportvereins.

Seit 1992 gibt es beim SV Ostermünchen das Sportabzeichen. Werner Weiderer war von Anfang an dabei und nun wurde ihm das Sportabzeichen zum 30. Mal verliehen. Was er besonderes geleistet hat, warum es jetzt genug ist und was er in seiner beachtlichen Sportkarriere erlebt hat.

Tuntenhausen – Seit 1992/93 gibt es beim SV Ostermünchen (SVO) das Sportabzeichen. Und einer der damaligen Treiber, eine Sportabzeichengruppe zu gründen, war Werner Weiderer. Und diesem wurde zuletzt zum 30. Mal das Sportabzeichen überreicht. 38 Sportabzeichen waren es diesmal beim SVO, davon schafften es 32 Kinder und sechs Erwachsene. Und bei den Erwachsenen stach eben dieser Werner Weiderer heraus, er erhielt Sportabzeichen Nummer 30 von Leiterin Johanna Reinheckel überreicht.

„Leidenschaftlicher Fußballer“

Wie wertvoll diese Leistung ist, mag man auch daran erkennen, dass er nicht nur das Sportabzeichen ausübt, sondern es letztlich maßgeblich mit in Ostermünchen einführte. Weiderer erinnert sich: „Ich war damals leidenschaftlicher Fußballer und der Meinung, dass Fußballer auch einen anderen Sport ausüben sollten.“ Zusammen mit dem damaligen Vorstand Hans Thiel, heute Ehrenvorstand, Rektor Helmut Niedzballa von der Grund- und Hauptschule sowie Sportlehrer Helmut Elsner gründete man dann wenig später eine Sportabzeichengruppe beim SVO.

Für das 30. Abzeichen wurde Werner Weiderer kürzlich auch vom BLSV geehrt. Michael Eimannsberger, Sportabzeichenreferent, Werner Weiderer und Rainer Passtätter, BLSV Kreisvorsitzender (von links). Stache

Mit der damals neuen Schulsportanlage hatte man zudem beste Voraussetzungen: Kunststoffallwetterplatz, 100 Meter Bahn, Hochsprunganlage, Kugelstoßring. „Und Schwimmen übten wir im Leoheim und Radfahren machten wir abseits des starken Verkehrs in Schechen“, ergänzte Weiderer. Wie sehr er damit in die Herzen der Ostermünchner Sportler traf, lässt sich auch daran erkennen, dass von Anfang an komplette Familien beim Sportabzeichen mitmachten: Die Familie Breuer, Familie Jedlicka und Familie Erath.

So begann der erfolgreiche Weg einst: Werner Weiderer (vorne, dritter von rechts) beim Sportabzeichen im Jahre 1994.

Selbst heute noch ist Hans Thiel stolz, dass man seinerzeit den Sprung wagte und eine Sportabzeichengruppe gründete. Das war in den neunziger Jahren beileibe nicht selbstverständlich und Thiel musste dabei so manche Hindernisse überwinden. Der SVO bot von Beginn an das Deutsche Sportabzeichen und das Bayerische Sportabzeichen, das sehr beliebt war, an. Leider stellte man im Jahre 2012 das Bayerische Sportabzeichen ein. Der Verband erhoffte sich dadurch mehr Teilnahmen beim Deutschen. Aber das Gegenteil war der Fall. „Man sieht hieran, dass Veränderungen oft auch Negatives anrichten können“, bedauert Weiderer.

Schleuderball mochte Weiderer am liebsten

Die Disziplin Schleuderball mochte Weiderer am liebsten, über 37 Meter warf er hier in Spitzenzeiten. Obwohl man ihn durchaus als „Mr. Sportabzeichen“ beim SVO betiteln könnte, gibt es für ihn beileibe nicht nur das Sportabzeichen. Er spielte bis zum 66. Lebensjahr Fußball, zählte zur berühmten ersten Mannschaft, die 1969/1970 als erste in die B-Klasse aufstieg. Er war aktiv im Tischtennis, wo er einige Vereinsmeisterschaften im Doppel holte, und noch bis vor zwei Jahren fleißig mitspielte.

Auch auf den Tennisplätzen des SVO war Weiderer ein oft gesehener Aktiver und äußerst ehrgeiziger Sportler. Aber er sportelte nicht nur, er stellte seine Tatkraft dem Verein auch als Funktionär zur Verfügung. So war er viele Jahre Schriftführer und Revisor im Gesamtverein. Und: Zusammen mit Werner Stache und Anton Lupp gebar er das SVO Archiv, eine Sammlung von weit über 5000 Bildern aus der Geschichte des Vereins.

Rückblick auf eine schöne Sportkarriere in Ostermünchen

Und so kann er auf eine schöne Sportkarriere in Ostermünchen zurückblicken, denn nach dem 30. Sportabzeichen und fast 80 Jahren steht für Werner Weiderer nun fest: „Das war mein letztes Sportabzeichen“. 20 Mal Gold im Bayerischen und 30 Mal Gold beim Deutschen Sportabzeichen können sich schließlich sehen lassen. Und besonders stolz ist er, dass beide Enkelkinder bereits mehrfach das Schülersportabzeichen abgelegt haben und so in seine Fußstapfen treten. Schließlich und endlich hat Werner Weiderer auch einen sehr sportlichen Wahlspruch: „Ein Tag ohne Sport ist ein verlorener Tag“.

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Deshalb betonte auch SVO-Vorstand Peter Niedermeier bei der Sportabzeichen Verleihung die Leistung des SVO Urgesteins ganz besonders: „30 Mal ist eine außerordentliche Leistung, die so schnell keine Nachahmer finden wird“, meinte Niedermeier, „aber umso höher einzuschätzen ist das Ganze, da Du selbst die Sportabzeichengruppe einst ins Leben riefst“.

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